Glossary

Dieses mehrsprachige Glossar enthält leicht verständliche Definitionen der wichtigsten wissenschaftlichen Begriffe, die auf dieser Website im Bereich Risikobewertung verwendet werden. Begriffe und ihre Definitionen erscheinen in unseren Kommunikationsprodukten als Popup-Notizen und dienen der Erläuterung von Konzepten für Personen ohne Fachkenntnisse.
Bei den englischsprachigen Begriffen wird durchgängig die übliche englische Schreibweise verwendet. Akronyme werden großgeschrieben. Die englischsprachigen Begriffe werden kleingeschrieben. Die Einträge werden ins Französische, Deutsche, Italienische und Spanische übersetzt.
Das Glossar ist ein lebendiges Dokument, das regelmäßig aktualisiert wird. Relevante fehlende Begriffe können unter Verwendung des Online-Formulars „Ask EFSA“ vorgeschlagen werden.

Haftungsausschluss: Die Definitionen im Glossar dienen dazu, den Nutzern dieser Website zu helfen, wissenschaftliche Terminologie zu verstehen. Die Definitionen können sich von denen in den Rechtsvorschriften der Europäischen Union und im EFSA-Journal unterscheiden.

  • Die geschätzte Menge eines Stoffs in Lebensmitteln oder Trinkwasser, die täglich im Laufe eines Lebens konsumiert werden kann, ohne dass sie ein merkliches Risiko für die Gesundheit birgt. Der ADI-Wert wird in der Regel in Milligramm des Stoffs pro Kilogramm Körpergewicht ausgedrückt und wird bei chemischen Stoffen, wie z.B. Lebensmittelzusatzstoffen, Pestizidrückständen und Tierarzneimitteln, angewendet.

  • Ein Stoff, der gegen schädliche Organismen wirkt, wie z.B. Pflanzen befallende Schädlinge oder Krankheiten.

  • Einmalige oder über einen sehr kurzen Zeitraum (in der Regel weniger als 24 Stunden) erfolgende Exposition gegenüber einem Stoff.

  • Ernährungsempfehlung, die gegeben wird, wenn nicht genügend Daten zur Berechnung eines durchschnittlichen Bedarfs (Average Requirement – AR) vorliegen. Eine angemessene Aufnahmemenge ist die im Durchschnitt pro Tag von einer typischen gesunden Population aufgenommene Menge eines Nährstoffs, die als ausreichend für den Bedarf der Population erachtet wird.

  • ADI

    Die zulässige tägliche Aufnahmemenge (Acceptable Daily Intake – ADI) ist die geschätzte Menge eines Stoffs in Lebensmitteln oder Trinkwasser, die täglich im Laufe eines Lebens konsumiert werden kann, ohne dass sie ein merkliches Risiko für die Gesundheit birgt. Der ADI-Wert wird in der Regel in Milligramm des Stoffs pro Kilogramm Körpergewicht ausgedrückt und wird bei chemischen Stoffen, wie z.B. Lebensmittelzusatzstoffen, Pestizidrückständen und Tierarzneimitteln, angewendet.

  • Abkürzung für „Absorption, Distribution, Metabolism and Excretion“ (dt.: Aufnahme, Verteilung, Verstoffwechselung und Ausscheidung), die vier Schlüsselprozesse, die beschreiben, wie Arzneimittel und chemische Stoffe in den Körper gelangen, was mit ihnen im Körper geschieht und wie sie schließlich ausgeschieden werden.

  • Veränderung in Bezug auf Gesundheit, Wachstum, Verhalten oder Entwicklung eines Organismus, die dessen Fähigkeit sich zu entwickeln oder zu überleben beeinträchtigt.

  • Methode zur Veranschaulichung einer Verkettung von ursächlich zusammenhängenden Ereignissen („Pfade“), die zu schädlichen Auswirkungen für Organismen oder die Umwelt führen können.

  • AI

    Die angemessene Aufnahmemenge (Adequate Intake – AI) ist eine Ernährungsempfehlung, die gegeben wird, wenn nicht genügend Daten zur Berechnung eines durchschnittlichen Bedarfs (Average Requirement – AR) vorliegen. Eine AI ist die im Durchschnitt pro Tag von einer typischen gesunden Population konsumierte Menge eines Nährstoffs, die als ausreichend für den Bedarf der Population erachtet wird.

  • Ein im Normalfall harmloser Stoff, wie z.B. ein Inhaltsstoff eines Lebensmittels, der bei einem empfindlichen Menschen eine (unmittelbare) allergische Reaktion hervorruft.

  • Fähigkeit, eine nicht normale Immunreaktion hervorzurufen, die bei einem Menschen zu einer allergischen Reaktion führt.

  • Eine Methode, die in der Forschung angewendet werden kann, um traditionelle Tierversuche durch nicht-invasive oder tierversuchsfreie Verfahren zu ersetzen. Siehe auch Vermeidung, Verminderung, Verbesserung („3R“-Prinzip).

  • Baustein, aus dem Proteine bestehen. Einige Aminosäuren werden im menschlichen Körpern gebildet, während andere nur über die Nahrung aufgenommen werden können.

  • Technik, die angewendet wird, um eine exakte genetische Kopie eines Tieres zu erstellen.

  • Methode, bei der anhand von Tieren oder Tierzellen getestet wird, wie ein Stoff oder eine bestimmte Ernährungsweise die menschliche Gesundheit beeinträchtigen könnte.

  • Werden anhand von standardisierten Methoden gemessen, um das Wohlergehen von Tieren ausgehend von deren Reaktionen zu bewerten.

  • Beschreibt einen Stoff, der einem anderen Stoff entgegenwirkt und somit dessen Wirkung aufhebt, z.B. ein Hormon, das bei Freisetzung im Körper die Wirkung eines anderen Hormons blockiert.

  • Fähigkeit von Mikroorganismen, in Anwesenheit von speziell zu ihrer Abtötung entwickelten Substanzen zu wachsen; z.B. haben einige Erreger von Infektionskrankheiten beim Menschen mittlerweile eine Resistenz gegen Antibiotika entwickelt, was zu Bedenken in Bezug auf deren breiten Einsatz geführt hat.

  • Wissenschaftsbereich, der die Auswirkungen von Giftstoffen auf Lebewesen im Wasser (z.B. Fische, Krustentiere, Wasserpflanzen und Algen) untersucht.

  • AR

    Der Durchschnittsbedarf (Average Requirement – AR) ist die Menge eines Nährstoffs in der Ernährung, die den täglichen Bedarf der Hälfte der Menschen in einer normalen, gesunden Population deckt.

  • Menge eines Nährstoffs in der Ernährung, die den täglichen Bedarf der Hälfte der Menschen in einer typischen gesunden Population deckt.

  • Zusammenfassende Bezeichnung für die Nachkommen von Bienen eines einzelnen Brutzyklus.

  • Die niedrigste Dosis einer Substanz, die ein geringes, aber klares Gesundheitsrisiko hervorruft, meist eine Veränderung von 1-10% in Bezug auf eine bestimmte toxische Wirkung, z.B. die Entstehung von Krebs.

  • Standardmethode, mit der gemessen wird, wie sich ein Stoff (z.B. ein Vitamin, Hormon oder Düngemittel) auf einen Organismus oder ein Gewebe innerhalb dieses Organismus ausgewirkt hat.

  • Begriff, der beschreibt, in welcher Konzentration ein Stoff über verschiedene Wege, einschließlich der Nahrung, ins Blut gelangt. Der Begriff kann sich auf Vitamine, Zusatzstoffe, Pestizide oder Arzneimittel beziehen.

  • Zubereitung (Formulierung) aus einem oder mehreren Wirkstoffen (siehe Definition), die entwickelt wurde, um – mithilfe chemischer Stoffe oder auf andere Weise – schädliche Organismen, wie z.B. Erreger von Pflanzenkrankheiten oder Infektionen bei Tieren, abzutöten bzw. deren Aktivität zu hemmen.

  • Begriff, der die Vielfalt lebender Organismen in einer bestimmten Umwelt beschreibt.

  • Überbegriff für biologische Studien, bei denen Computerprogrammierungen Teil der Methodik sind. Die Bioinformatik kombiniert zur Untersuchung und Verarbeitung biologischer Daten die Fachgebiete Informatik, Statistik, Mathematik und Technik. Siehe auch Transkriptomik, Proteomik und Metabolomik.

  • Ein Ereignis, Auftreten oder Vorkommen wird als biologisch relevant eingestuft, wenn sein Ausmaß oder seine Folgen wahrscheinlich Auswirkungen auf die Gesundheit des Menschen haben.

  • Objektiv messbares Merkmal, das als Indikator für einen normalen biologischen Prozess, einen Krankheitsprozess oder ein typisches Ansprechen auf ein Medikament oder eine Behandlung herangezogen werden kann, wie z.B. der Blutdruck.

  • BMD

    Die Benchmark-Dosis (BMD) ist die niedrigste Dosis einer Substanz, die ein geringes, aber klares Gesundheitsrisiko hervorruft, meist eine Veränderung von 1-10% in Bezug auf eine bestimmte toxische Wirkung, z.B. die Entstehung von Krebs.

  • BMI

    Der Body-Mass-Index (BMI) ist eine Maßzahl, mit der das Verhältnis zwischen Körpergewicht und Körpergröße eines Menschen ausgedrückt wird. Der BMI wird berechnet, indem das Körpergewicht in Kilogramm durch die Körpergröße in Metern zum Quadrat (also Körpergröße x Körpergröße) dividiert wird. Diese Maßzahl wird herangezogen, um zu bestimmen, ob das Körpergewicht eines Menschen im Normalbereich liegt.

  • Maßzahl, mit der das Verhältnis zwischen Körpergewicht und Körpergröße eines Menschen ausgedrückt wird. Der BMI wird berechnet, indem das Körpergewicht in Kilogramm durch die Körpergröße in Metern zum Quadrat (also Körpergröße x Körpergröße) dividiert wird. Diese Maßzahl wird herangezogen, um zu bestimmen, ob das Körpergewicht eines Menschen im Normalbereich liegt.

  • Als Lebens- oder Arzneimittel verwendeter Stoff, der aus Pflanzen, Pilzen, Algen oder Flechten gewonnen wird.

  • Strukturiertes Programm zur Verbesserung einer Pflanzen- oder Tierpopulation durch Züchtung bestimmter Merkmale.

  • Beschreibt die Auswirkungen einer Krankheit auf eine Population in Bezug auf Gesundheitsbeeinträchtigungen, Sterblichkeitsrisiko, finanzielle Behandlungskosten oder andere anerkannte Indikatoren.

  • Gruppe von Nährstoffen, zu denen Zucker, Stärke und Ballaststoffe zählen.

  • Krebs verursachende Eigenschaft eines Stoffs, wenn ein Tier oder ein Mensch diesem ausgesetzt ist.

  • Von der Exposition gegenüber einem chemischen Stoff ausgehende Gefahr für die Gesundheit, z.B. Reizung, Verbrennung, Karzinogenität.

  • Gemisch von chemischen Stoffen, in dem jeder einzelne Stoff eine für sich erkennbare Auswirkung und/oder eine kombinierte Wirkung auf den Körper haben kann.

  • Sehr geringe Mengen chemischer Stoffe in Lebensmitteln, die Pestiziden, Umweltgiften o.ä. ausgesetzt waren.

  • Langfristige kontinuierliche oder intermittierende Exposition gegenüber einem Stoff, der im Laufe der Zeit Auswirkungen auf die Gesundheit haben kann..

  • Genetisch übertragene „kombinierte Resistenz“ eines Organismus (z.B. die Resistenz einer Pflanze gegen eine Krankheit) infolge zweier oder mehrerer gekoppelter Gene, die über die Generationen hinweg weitergegeben werden.

  • Gesetzlich vorgeschriebene Bewertung zum Vergleich der Sicherheit eines genetisch veränderten Organismus mit der seines nicht genetisch veränderten Pendants.

  • the period when complementary foods are given to an infant together with either breast milk or formula or both.

  • can be beverages, spoon-fed pureed foods, spoon-fed lumpy foods or finger foods, either prepared at home or produced commercially.

  • Begriff aus der Statistik, mit dem ein Bereich innerhalb einer Verteilung beschrieben wird, in dem erwartungsgemäß die meisten Daten liegen; z.B. die Erwartung, dass 95% der Erwachsenen zwischen 1,40 m und 1,90 m groß sind.

  • Schätzung, die auf Vorsicht bedacht ist oder ein „Worst-Case-Szenario“ darstellt. Häufig bei der Risikobewertung angewandt, um sicherzustellen, dass dem größtmöglichen Risiko Rechnung getragen wird.

  • Alle in Lebensmitteln zu findenden Stoffe, die nicht absichtlich zugesetzt wurden. Kontaminanten können auf Verpackung, Lebensmittelverarbeitung und -transport, landwirtschaftliche Praktiken oder den Einsatz von Tierarzneimitteln zurückzuführen sein. Der Begriff deckt nicht die Kontamination durch Insekten oder Nagetiere ab.

  • Statistischer Begriff, mit dem die Beziehung zwischen zwei Variablen (z.B. Calciumaufnahme und Knochenwachstum) beschrieben wird.

  • Schädliche Wirkung, die bei der niedrigsten Dosis beobachtet wird, wenn eine anfällige Population einem Stoff, wie z.B. einem Umwelt- oder Lebensmittelgift, ausgesetzt wird. Dies kann sich sowohl auf Menschen als auch auf andere Arten wie Tiere, Pflanzen oder Mikroben beziehen.

  • Vorgang, bei dem Mikroben unabsichtlich von einem Stoff oder Objekt auf ein(en) anderen/anderes übertragen werden, woraus eine schädliche Wirkung resultiert.

  • Situation, bei der eine allergische Reaktion auf einen Stoff gleichzeitig zu einer allergischen Reaktion auf einen anderen Stoff führt. Dies ist in der Regel der Fall, wenn Allergene (z.B. Erdnüsse und Schalenfrüchte) ähnliche Merkmale aufweisen, welche die Immunabwehr des Körpers aktivieren.

  • Chemische Stoffe, die zu einer Gruppe zusammengefasst werden, da sie wahrscheinlich in gleicher Weise auf den Körper wirken.

  • Begriff, der beschreibt, wie sich die Exposition gegenüber mehr als einem chemischen Stoff auf den Körper auswirken könnte. Wird verwendet, um die langfristige Exposition gegenüber chemischen Stoffgemischen, z.B. Pestiziden oder Zusatzstoffen, zu beschreiben.

  • Methode zur Bewertung von Risiken für die Gesundheit oder die Umwelt durch mehrere Stoffe, z. B. Chemikalien.

  • Fehlen eines notwendigen Faktors, beispielsweise in der Ernährung oder der Umwelt, das sich schädlich auf das Wachstum eines Organismus auswirkt.

  • Chemischer Stoff, der beim Abbau oder Zerfall einer Substanz entsteht.

  • Beschreibt, wie schnell sich ein Stoff (z.B. bei Verschmutzung in einem Fluss) abbaut und aus der Umwelt eliminiert wird.

  • the maturation of bodily functions necessary to metabolise ‘non-milk foods’, i.e. other than breast-milk or formula, and the neurodevelopmental changes necessary for safe and effective progression from suckling to spoon- and self-feeding, including the infant’s apparent emerging interest in non-milk foods and feeding.

  • Umfasst alle schädlichen Wirkungen auf die Entwicklung von ungeborenen Kindern, Neugeborenen, Kleinkindern oder Kindern bei Exposition gegenüber einem Giftstoff.

  • Zum Zwecke der Risikobewertung ermittelte Menge eines von Menschen oder Tieren über die Nahrung aufgenommenen Stoffs, der Lebensmitteln entweder absichtlich zugesetzt wird oder sich unbeabsichtigterweise darin findet (z.B. ein Nährstoff, Zusatzstoff oder Pestizid).

  • Der vollständige Satz an Referenzwerten für die Aufnahme von Nährstoffen, der sich zusammensetzt aus: Referenzaufnahmemenge für die Bevölkerung (Population Reference Intake – PRI), Durchschnittsbedarf (Average Requirement – AR), angemessener Aufnahmemenge (Adequate Intake – AI), unterer Aufnahmeschwelle (Lower Threshold Intake – LTI) und Referenzaufnahme (Reference Intake – RI). DRV werden in der Regel als Basis für Referenzwerte in der Lebensmittelkennzeichnung und zur Erstellung von lebensmittelorientierten Ernährungsleitlinien herangezogen.

  • Langlebiger, chlorhaltiger, organischer Schadstoff, der als Nebenprodukt industrieller Prozesse auftritt. Er kann sich in der Lebensmittelkette anreichern und ein ernst zu nehmedes Risiko für die öffentliche Gesundheit sowie die Umwelt darstellen.

  • Erhöhtes Auftreten von Krankheitsfällen im Vergleich zu der in einer Population im Normalfall zu erwartenden Häufigkeit. Ein Ausbruch kann in einem begrenzten geografischen Gebiet auftreten oder sich über mehrere Länder erstrecken. Er kann einige Tage oder Wochen, aber auch mehrere Jahre andauern.

  • DNA

    Komplexes, kettenähnliches Molekül, das in allen Lebewesen und einigen Viren vorkommt und die genetischen Informationen (Gene) trägt. Die DNA (dt.: Desoxyribonukleinsäure – DNS) ist in der Lage, sich selbst zu kopieren, und enthält die „Baupläne“ aller Proteine, die für die Schaffung und Erhaltung von Leben notwendig sind.

  • Die genaue Abfolge der Bausteine in einer DNA-Kette./p>

  • Gesamtmenge eines Stoffs (z.B. einer Chemikalie oder eines Nährstoffs), die einem einzelnen Organismus verabreicht bzw. von einem Organismus, einer Population oder einem Ökosystem aufgenommen bzw. absorbiert wird.

  • Verfahren zur Ermittlung des Ansprechens von Organismen auf ein Gemisch chemischer Stoffe mit ähnlicher Toxizität. Dabei werden die Einzelwirkungen addiert, um die wahrscheinlichen Auswirkungen der Mischung insgesamt vorherzusagen.

  • Verhältnis zwischen der Menge eines Stoffs, dem ein einzelner Organismus, eine Population oder ein Ökosystem ausgesetzt wird, und der Art und Weise, wie dieser/diese/dieses darauf reagiert (z.B. in Bezug auf die Toxizität).

  • DRV

    Bei Referenzwerten für die Nährstoffzufuhr (Dietary Reference Values – DRV) handelt es sich um den vollständigen Satz an Referenzwerten für die Nährstoffaufnahme, der sich aus folgenden Werten zusammensetzt: Referenzaufnahmemenge für die Bevölkerung (Population Reference Intakes, PRI), Durchschnittsbedarf (Average Requirements, AR), angemessene Aufnahmemenge (Adequate Intakes, AI), Aufnahme im unteren Grenzwertbereich (Lower Threshold Intakes, LTI) und Referenzaufnahme (Reference Intakes, RI). DRV werden in der Regel als Basis für Referenzwerte in der Lebensmittelkennzeichnung und zur Erstellung von lebensmittelorientierten Ernährungsleitlinien herangezogen.

  • Nummer, die in der Europäischen Union verwendet wird, um erlaubte Lebensmittelzusatzstoffe zu kennzeichnen. Eine E-Nummer bedeutet, dass ein Zusatzstoff Sicherheitstests bestanden hat und seine Verwendung genehmigt wurde.

  • Rückkehr einer Population oder eines Ökosystems zu einem vordefinierten Zustand nach einer Störung ihrer/seiner normalen Aktivitäten (z.B. infolge der Exposition gegenüber einem Giftstoff oder Schädling oder eines veränderten Nahrungsangebots).

  • Option im Rahmen des Risikomanagements, bei der gewisse Auswirkungen der Exposition gegenüber einem chemischen, biologischen oder physikalischen Stressor auf eine Population oder ein Ökosystem akzeptiert werden, sofern eine ökologische Erholung stattfindet.

  • Option im Rahmen des Risikomanagements, bei der vernachlässigbare Auswirkungen der Exposition gegenüber einem chemischen, biologischen oder physikalischen Stressor auf eine Population oder ein Ökosystem akzeptiert werden.

  • Gemeinschaft von Lebewesen und unbelebten Elementen (z.B. Luft, Wasser und Mineralboden). Ein gesundes Ökosystem ist ein fein abgestimmtes System, in dem Tiere, Pflanzen und Mikroorganismen im Einklang mit ihrer Umwelt leben.

  • Nutzen, den Menschen- oder Tierpopulationen aus einem Ökosystem ziehen, wie z.B. die Bereitstellung von Lebensmitteln, Kraftstoffen und natürlichen Arzneistoffen sowie die Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit.

  • Lehre der schädlichen Auswirkungen von Stoffen, insbesondere Chemikalien, in Bezug auf die Umwelt und die öffentliche Gesundheit.

  • Besagt, wie gut etwas in Bezug auf vordefinierte Standards oder Erwartungen wirkt.

  • Risiko für die Gesundheit von Menschen, Tieren oder Pflanzen, das von einer neuen Risikoquelle oder einer erhöhten Anfälligkeit bzw. Exposition gegenüber einer bereits vorhandenen Risikoquelle herrührt.

  • Bezeichnet (in Bezug auf Krankheiten) das dauerhafte Vorkommen in einer Population oder Region, sei es inaktiv oder aktiv gemäß Messungen im Rahmen klinischer Tests. Kann sich auch auf Organismen beziehen.

  • Chemischer Stoff, der in Wechselwirkung mit dem endokrinen System (Hormonsystem) des Körpers treten kann.

  • Stoff, der das endokrine System (Hormonsystem) beeinträchtigt und zu negativen Auswirkungen für Organismen und/oder deren Nachkommen führt.

  • Beschreibt (in der Medizin) u.a. Stoffe, die im Körper selbst entstehen, z.B. körpereigenes Cholesterin.

  • Physisches oder chemisches Ergebnis, das anhand von Tests bewertet werden kann, wie z.B. der Blutdruck oder Konzentrationen eines möglichen Giftstoffs im Körper.

  • Bewertung des potenziellen Schadens für die Umwelt durch einen Stoff, eine Aktivität oder ein natürliches Ereignis. Dies kann sich auf die Einführung genetisch veränderter Pflanzen, den Einsatz von Pestiziden oder die Ausbreitung von Pflanzenschädlingen beziehen.

  • Schädliche Wirkung eines Stoffs oder einer Aktivität (z.B. Chemikalien oder die Einführung genetisch veränderter Kulturpflanzen) auf eine Tier-, Pflanzen- oder Mikrobenpopulation in der Umwelt (z.B. Im Wasser oder Boden).

  • Protein, das eine bestimme Reaktion im Körper auslöst oder beschleunigt; beispielsweise unterstützen Enzyme im Verdauungssystem den Abbau von Lebensmitteln in Nährstoffe.

  • Verbreitetes Auftreten einer Infektionskrankheit in einer Gemeinschaft zu einem bestimmten Zeitpunkt.

  • Messgröße, anhand derer bestimmt wird, wie weit verbreitet und schwerwiegend eine Gefährdung in einer bestimmten Population ist, oder die als Indikator im Hinblick auf Risiken für die menschliche Gesundheit dient; z.B. können schlechte Hygienebewertungen im Gastronomiebereich stellvertretend für ein Risiko von Lebensmittelvergiftungen stehen.

  • Die Epidemiologie untersucht, wie oft und weshalb Krankheiten und andere gesundheitliche Beeinträchtigungen in verschiedenen Gruppen von Menschen auftreten. Dies umfasst die Untersuchung von gesundheitsbezogenen Messgrößen (z.B. Exposition gegenüber Pestiziden oder Vitaminmangel) in einer Population und wie sich diese auf das Risiko einer Gesundheitsbeeinträchtigung auswirken können..

  • ERA

    Unter Umweltverträglichkeitsprüfung (Environmental Risk Assessment – ERA) versteht man die Bewertung des potenziellen Schadens für die Umwelt durch einen Stoff, eine Aktivität oder ein natürliches Ereignis. Dies kann sich auf die Einführung genetisch veränderter Pflanzen, den Einsatz von Pestiziden oder die Ausbreitung von Pflanzenschädlingen beziehen.

  • Jeder Stoff, den ein Lebewesen über die Nahrung aufnehmen muss, um eine normale Gesundheit und Entwicklung sowie ein normales Wachstum zu unterstützen.

  • Bezeichnung für Richtlinien und Gesetze in Europa, die in ihrer Gesamtheit den Verbraucher schützen sollen.

  • Beschreibt (in der Medizin) u.a. Stoffe im menschlichen Körper, die aus externen Quellen in der Ernährung oder der Umwelt stammen, z.B. Tierarzneimittelrückstände.

  • Konzentration oder Menge eines bestimmten Stoffs, die von einem Menschen, einer Population oder einem Ökosystem mit einer bestimmten Häufigkeit über einen bestimmten Zeitraum hinweg aufgenommen wird.

  • Einer der Hauptschritte der Risikobewertung, bei dem es um eine eingehende Bewertung der Frage geht, wer oder was einer Gefahr ausgesetzt ist, und in welchen (zu quantifizierenden) Mengen.

  • Protein, das anhand bestimmter DNA-Informationen („Bauplan“) gebildet wird. In der Regel ist damit ein Protein gemeint, das infolge der genetischen Manipulation eines Organismus hergestellt wird.

  • Produkt, das Tierfuttermitteln absichtlich zugesetzt wird, um i) die Qualität der Futtermittel, ii) die Qualität der tierischen Lebensmittelerzeugnisse und/oder iii) die Leistung und Gesundheit der Tiere zu verbessern.

  • Test, der an Kulturpflanzen durchgeführt wird, um z.B. zu ermitteln, welche Menge an Pestiziden nach Anwendung normaler landwirtschaftlicher Praktiken zurückbleibt und wie lange Pestizide und deren Rückstände in den Kulturpflanzen dauerhaft verbleiben. Die Testergebnisse dienen als Informationsgrundlage für Vorschriften über zulässige Pestizidrückstandsmengen in Lebensmitteln.

  • Inhaltsstoff, der Lebensmitteln zugesetzt wird, um deren Geschmack oder Geruch zu verändern.

  • Muttermilchersatz für Säuglinge, bei denen die Gabe von Beikost (also die Einführung von fester Nahrung um das Alter von etwa 6 Monaten herum) begonnen hat.

  • Stoff, der Lebensmitteln oder Getränken absichtlich zugesetzt wird, um bestimmte nützliche technologische Funktionen zu erfüllen (z.B. in Bezug auf Konservierung, Geschmack und Farbe oder die Gewährleistung einer bestimmten Beschaffenheit bzw. Konsistenz). Lebensmittelzusatzstoffe werden normalerweise weder allein konsumiert noch als charakteristische Zutaten in Lebensmitteln verwendet.

  • Alle Materialien, in der Regel Verpackungen oder Küchenutensilien, die aufgrund ihrer normalen Funktion mit Lebensmitteln in Berührung kommen.

  • Lebensmittel, das konzentrierte Mengen von Nährstoffen oder anderen Stoffen enthält, die als Ergänzung der normalen Ernährung dienen sollen.

  • Auf wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhende Empfehlungen für eine gesunde Ernährung, bei denen numerische Ernährungszielwerte in Ratschläge für Laien hinsichtlich der zu verzehrenden Lebensmittel übersetzt werden.

  • Erkrankung durch Lebensmittel oder Getränke, die mit Giftstoffen oder schädlichen Mikroben (z.B. Bakterien oder Viren) kontaminiert sind.

  • Liegt vor, wenn zwei oder mehr Menschen dieselbe lebensmittelbedingte Erkrankung entwickeln, nachdem sie das gleiche Lebensmittel oder Getränk zu sich genommen haben.

  • Eine Art gesundheitsbezogene Angabe, aus der hervorgeht, dass ein Nährstoff oder ein Inhaltsstoff in Lebensmitteln die Erhaltung einer normalen Gesundheit oder Leistung beim Menschen beeinflussen oder die Gewichtskontrolle unterstützen kann.

  • Genetische Variationen zwischen und innerhalb von Arten.

  • Organismus, der genetisches Material enthält, welches absichtlich verändert wurde und das durch Züchtung oder Selektion nicht natürlicherweise vorkommt.

  • Gesamtheit des genetischem Materials in den Zellen von Lebewesen.

  • Fähigkeit eines Stoffs, die Zell-DNA zu schädigen.

  • Methode zur bildlichen Darstellung eines oder mehrerer Gene in einem Lebewesen. Wird oft verwendet, um Erkenntnisse über eine bestimmte Eigenschaft zu gewinnen.

  • Anerkannte Kategorisierung eng verwandter Arten von Organismen. Die Gattung ist der erste Teil des lateinischen Namens einer Art, z.B. Homo Sapiens (Mensch) ist Teil der Gattung Homo.

  • GLP

    Gute Laborpraxis (GLP) ist eine Standardvorgehensweise bei der Planung, Durchführung und Berichterstattung von Laborstudien zur Gewährleistung eines Höchstmaßes an Qualität und Zuverlässigkeit.

  • protein found in wheat, barley and rye. The symptoms of coeliac disease are triggered by the ingestion of gluten.

  • GVO

    Ein genetisch veränderter Organismus (GVO) ist ein Organismus, der genetisches Material enthält, welches absichtlich verändert wurde und das durch Züchtung oder Selektion nicht natürlicherweise vorkommt.

  • Anderer Organismus, der nicht genetisch verändert ist, aber mit einem genetisch veränderten Organismus in Wechselwirkung treten oder von diesem beeinflusst werden kann.

  • GMP

    Gute Herstellungspraxis (Good Manufacturing Practice – GMP) bezieht sich auf alle Praktiken in Bezug auf die Bedingungen und Maßnahmen, die notwendig sind, um die Sicherheit und Eignung von Lebensmitteln in allen Stadien der Lebensmittelkette zu gewährleisten.

  • Standardvorgehensweise, die gewährleistet, dass Lebensmittel sicher und hygienisch hergestellt werden.

  • Standardvorgehensweise bei der Planung, Durchführung und Berichterstattung von Laborstudien zur Gewährleistung eines Höchstmaßes an Qualität und Zuverlässigkeit.

  • Alle Praktiken in Bezug auf die Bedingungen und Maßnahmen, die notwendig sind, um die Sicherheit und Eignung von Lebensmitteln in allen Stadien der Lebensmittelkette zu gewährleisten.

  • Kurz für Hazard Analysis and Critical Control Points (Gefahrenanalyse und kritische Kontrollpunkte), ein System, mit dessen Hilfe Gefahren für die Lebensmittelsicherheit ermittelt, bewertet und kontrolliert werden. Wird von Unternehmen im Lebensmittelbereich angewandt, um zu gewährleisten, dass Herstellung, Lagerung und Transport von Lebensmitteln sicher sind.

  • Zeit, die benötigt wird, bis 50% eines Stoffs in einer Person, einer Population oder einem Ökosystem auf natürliche Weise abgebaut bzw. eliminiert wurden. Dieser Wert wird häufig verwendet, um die Elimination potenziell gefährlicher Substanzen, z.B. chemischer Giftstoffe, zu beschreiben.

  • Stoff oder Aktivität, der/die das Potenzial besitzt, in Lebewesen oder Umgebungen schädliche Wirkungen hervorzurufen.

  • System, mit dessen Hilfe Gefahren für die Lebensmittelsicherheit ermittelt, bewertet und kontrolliert werden. Wird von Unternehmen im Lebensmittelbereich angewandt, um zu gewährleisten, dass Herstellung, Lagerung und Transport von Lebensmitteln sicher sind.

  • Der zweite Schritt bei der Risikobewertung, zur Beschreibung der Art der gesundheitsschädlichen Wirkungen im Zusammenhang mit biologischen, chemischen und physikalischen Agenzien, die in Lebensmitteln enthalten sein könnten. Hierbei sollten, wenn möglich, die beteiligten Dosen und entsprechenden Wirkungen bekannt sein.

  • Der erste Schritt bei der Risikobewertung, zur Ermittlung von biologischen, chemischen und physikalischen Agenzien, die gesundheitsschädliche Wirkungen hervorrufen können.

  • Alle Praktiken (z.B. Aussagen oder bildliche Darstellungen) bei der Vermarktung von Lebensmitteln, die nahe legen, dass sich aus dem Verzehr eines bestimmten Lebensmittels, Nährstoffs oder Inhaltsstoffs ein Nutzen für die Gesundheit ergibt.

  • Richtwert für den sicheren Verzehr von Stoffen, der den aktuellen Sicherheitsdaten, Unwägbarkeiten in diesen Daten und der wahrscheinlichen Verzehrsdauer Rechnung trägt.

  • Ansatz bei der Risikobewertung, der die Komplexität realer Situationen berücksichtigt.

  • Pflanze, auf der ein Schädling lebt oder von der dieser sich ernährt.

  • Direkte Messung der Konzentrationen toxischer chemischer Verbindungen im Körper. Erfolgt häufig unter Verwendung von Blut oder Urin.

  • Begriff zur Beschreibung der unzähligen Formen der Interaktion zwischen Mensch und Tier, über die sich Übertragungswege für Krankheiten (z.B. über Lebensmittel oder kontaminierte Umgebungen) ermitteln lassen.

  • Alle schädlichen Wirkungen auf das Immunsystem (z.B. Allergien oder Entzündungen), die sich aufgrund einer Exposition gegenüber Giftstoffen ergeben.

  • Jeder Fremdkörper in Lebens- oder Futtermitteln, der aufgrund von Fehlern bei Herstellung, Lagerung oder Transport auftritt.

  • Theoretische Forschungsmethode, bei der insbesondere Computermodelle verwendet werden, um die wahrscheinlichen toxikologischen und sonstigen Wirkungen von Stoffen vorherzusagen.

  • Forschungsmethode, bei der aus lebenden Organismen entnommene Zellen oder Gewebeproben untersucht werden.

  • Forschungsmethode, bei der einzelne lebende Tiere oder Populationen von lebenden Tieren untersucht werden.

  • Anzahl neuer Ereignisse, die innerhalb eines vorgegebenen Zeitraums in einem definierten geografischen Gebiet auftreten, z.B. die Zahl der Grippeerkrankungen pro Jahr in Europa.

  • Jeder Stoff, der einem Lebensmittel absichtlich zugesetzt wird und im Endprodukt, wenn auch in veränderter Form, enthalten bleibt.

  • Chemischer Stoff, der im Allgemeinen keinen Kohlenstoff enthält; beispielsweise Wasser, Sauerstoff oder Natriumchlorid..

  • Stoff, der Insekten abtötet.

  • Menge eines Stoffs (z.B. eines Nährstoff oder einer Chemikalie), der von einem Menschen oder einem Tier über die Nahrung aufgenommen wird.

  • Reaktion auf einen Stoff, die nicht durch eine Immunantwort hervorgerufen wird. Unverträglichkeiten treten häufiger auf als Allergien, sind jedoch weniger schwerwiegend.

  • Tiere, Pflanzen oder sonstige Organismen, die vom Menschen in Orte eingeschleppt wurden, die außerhalb deren natürlichen Verbreitungsgebiets liegen.

  • Behandlung von Lebensmitteln mit Strahlung (z.B. Röntgenstrahlen), um potenziell schädliche Bakterien abzutöten.

  • Einzelner Stoff oder einzelne Mikrobenkultur, der/die in reiner Form aus einem Stoff- oder Bakteriengemisch gewonnen wurde.

  • Niedrigste Konzentration eines Stoffs, die mithilfe von Standardtests gerade noch nachgewiesen werden kann, jedoch zu gering ist, um sicher gemessen zu werden.

  • Niedrigste Konzentration eines Stoffs, die mithilfe von Standardtests sicher gemessen werden kann.

  • Fett oder fettähnlicher Stoff.

  • Die niedrigste Dosis mit beobachteter schädlicher Wirkung (Lowest Observed Adverse Effect Level – LOAEL) ist die niedrigste Dosis eines Stoffs, bei der in einer exponierten Population nachteilige Wirkungen beobachtet wurden.

  • LOD

    Die Nachweisgrenze (Limit of Detection – LOD) ist die niedrigste Konzentration eines Stoffs, die mithilfe von Standardtests gerade noch nachgewiesen werden kann, jedoch zu gering ist, um sicher gemessen zu werden.

  • LOQ

    Die Bestimmungsgrenze (Limit of Quantification – LOQ) ist die niedrigste Konzentration eines Stoffs, die mithilfe von Standardtests sicher gemessen werden kann.

  • Wirkung, die bei niedrigen Dosierungen eines Stoffs auftritt, d.h. bei Konzentrationen unterhalb jener Dosen, die traditionell für toxikologische Studien verwendet werden.

  • Schätzung der minimalen Exposition gegenüber einem potenziell schädlichen Stoff, im Normalfall „Null“, bei der ein normaler Verzehr von Lebensmitteln mit vernachlässigbaren Mengen des Stoffs herangezogen wird.

  • Niedrigste Dosis eines Stoffs, bei der in einer exponierten Population nachteilige Wirkungen beobachtet wurden.

  • Kalorien enthaltender Bestandteil von Lebensmitteln (z.B. Fett, Eiweiß, Kohlenhydrat), der für ein normales Wachstum, eine normale Entwicklung und die Erhaltung der Gesundheit in erheblichen Mengen benötigt wird.

  • Bei der Risikobewertung verwendetes Instrument zur Abwägung möglicher Sicherheitsbedenken in Bezug auf in Lebens- oder Futtermitteln vorkommende, potenziell toxische Stoffe.

  • Differenz zwischen der tatsächlichen Aufnahme eines Stoffs durch eine Population und der geschätzten täglichen Dosis im Laufe eines Lebens, die Experten als sicher erachten.

  • Höchstmenge eines Schadstoffs, natürlich vorkommenden Giftstoffs oder Nährstoffs, die in Lebens- oder Futtermitteln zulässig ist.

  • Zulässige Höchstmenge an Pestizidrückständen in Lebens- oder Futtermitteln, ausgedrückt in Milligramm pro Kilogramm.

  • Prozess, welcher der Wirkung eines Stoffs auf einen lebenden Organismus zugrunde liegt.

  • Genaue Abfolge von Ereignissen, die beschreibt, wie ein Stoff eine toxische Wirkung hervorruft..

  • Statistische Methode, welche die Zusammenfassung von Ergebnissen ähnlicher Studien zur Ermittlung signifikanter Tendenzen ermöglicht.

  • Gesamtheit der physikalischen und chemischen Prozesse in einem lebenden Organismus (Stoffwechsel).

  • Substanz, die aufgrund des Stoffwechsels in einem Organismus gebildet wird.

  • Erforschung des metabolischen Zustands eines Organismus anhand der systematischen Analyse seiner Metaboliten in Zellen oder biologischen Flüssigkeiten (z.B. Blut oder Urin).

  • Vom Körper für ein normales Wachstum, eine normale Entwicklung und die Erhaltung der Gesundheit in sehr geringen Mengen benötigter Nährstoff; beispielsweise Vitamine und Mineralstoffe.

  • Ein in der Natur vorkommendes anorganisches Element (z.B. Calcium oder Eisen), das für ein normales Wachstum, eine normale Entwicklung und die Erhaltung der Gesundheit über die Nahrung zugeführt werden muss.

  • Mittels Forschung identifizierte Abfolge von Ereignissen, die eine beobachtete Wirkung erklärt.

  • MOE

    Der Margin of Exposure (MOE) ist ein bei der Risikobewertung verwendetes Instrument zur Abwägung möglicher Sicherheitsbedenken in Bezug auf in Lebens- oder Futtermitteln vorkommende, potenziell toxische Stoffe.

  • Methode zur Identifizierung bestimmter Stämme von Organismen durch Untersuchung deren genetischen Materials. Wird häufig zur Charakterisierung von Bakterien oder Viren angewendet.

  • MRL

    Zulässige Höchstmenge an Pestizidrückständen in Lebens- oder Futtermitteln, ausgedrückt in Milligramm pro Kilogramm.

  • Fähigkeit, bei einem Organismus und dessen Nachkommen durch Strukturänderungen seiner Gene (DNA) dauerhafte und in der Regel negative Veränderungen zu verursachen.

  • Dauerhafte und in der Regel negative Veränderung des genetischen Materials in einer Zelle, die in den meisten Fällen an nachkommende Generationen weitergegeben werden kann.

  • Giftstoff, der von bestimmten Arten von für Menschen und Tiere gefährlichen Schimmelpilzen produziert wird.

  • Natürliches oder synthetisches Material, das einzelne Einheiten mit einer verschwindend geringen Größe von typischerweise 1 bis 100 Nanometern enthält. Ein Nanometer ist ein milliardstel Meter (ein menschliches Haar ist 80.000-100.000 Nanometer breit).

  • Lehre von Nanomaterialien.

  • Jede schädliche Wirkung auf das Nervensystem (z.B. Lähmung oder Funktionsverlust), die aus der Exposition gegenüber potenziell giftigen Stoffen resultiert.

  • Differenz zwischen dem über die Nahrung (vorwiegend über Proteine) aufgenommenen und vom Körper (über Urin, Stuhl und Schweiß) ausgeschiedenen Stickstoff.

  • Eine nicht monotone Dosis-Wirkungs-Kurve (Non-Monotonic Dose-Response Curve – NMDRC) beschreibt eine Komplexe Beziehung zwischen der Dosis eines Stoffs und dessen Wirkung; beispielsweise kann die Kurve für das Dosis-Ansprechen anstelle eines einfachen Anstiegs oder Abfalls eine „U“-Form aufweisen.

  • Höchste Konzentration oder Menge eines Stoffs, bei der in einer exponierten Population keine nachweisbare nachteilige Wirkung auftritt.

  • Bei der Dosis ohne beobachtete schädliche Wirkung (No Observed Adverse Effect Level – NOAEL) handelt es sich um die höchste Konzentration oder Menge eines Stoffs, bei der in einer exponierten Population keine nachweisbare nachteilige Wirkung auftritt.

  • Komplexe Beziehung zwischen der Dosis eines Stoffs und dessen Wirkung; beispielsweise kann die Kurve für das Dosis-Ansprechen anstelle eines einfachen Anstiegs oder Abfalls eine „U“-Form aufweisen.

  • Lebensmittel oder Lebensmittelzutaten, die vor dem 15. Mai 1997 in der Europäischen Union nicht in nennenswertem Umfang für den menschlichen Verzehr verwendet wurden.

  • Element oder Verbindung, das/die für ein normales Wachstum, eine normale Entwicklung und den Erhalt der Gesundheit benötigt wird. Essenzielle Nährstoffe können nicht vom Körper hergestellt werden, weshalb sie über die Nahrung aufgenommen werden müssen.

  • Die Ernährungswissenschaft befasst sich mit der Frage, wie Ernährung und lebensnotwendige Bedürfnisse des Körpers zusammenhängen.

  • Aussage, die nahe legt, dass ein Lebensmittel positive ernährnugsphysiologische Eigenschaften besitzt, z.B. „fettarm“ oder „ballaststoffreich“ ist.

  • Vorliegen oder Häufigkeit eines Umstands (z.B. einer Krankheit oder eines Mangels in einer Population).

  • Hochleistungstechnologien, die für die ganzheitliche Analyse der Moleküle verwendet werden, aus denen die Zellen von Lebwesen bestehen; die Genomik untersucht beispielsweise das gesamte Genom, während die Proteomik die gesamte Proteinausstattung einer biologischen Probe analysiert.

  • Chemische Verbindung, die Kohlenstoff enthält; stammt meist von Pflanzen, Tieren oder Bakterien.

  • Lebewesen wie Menschen, Tiere, Pflanzen und Mikroben (z.B. Bakterien und Viren).

  • PAL

    Der Aktivitätsfaktor (Physical Activity Level – PAL) dient der Schätzung der körperlichen Aktivität eines Menschen durch Vergleich des Energieverbrauchs (Kalorien) über 24 Stunden mit der zur Versorgung des Körpers im Ruhezustand benötigen Energiemenge.

  • Epidemie, die sich großflächig ausbreitet und eine Region, einen Kontinent oder die ganze Welt betrifft.

  • Organismus (z.B. Bakterium, Virus oder Parasit), der eine Krankheit verursachen kann (Erreger).

  • Wechselwirkung zwischen einem Pathogen (einem krankheitsverursachenden Organismus, z.B. einem Bakterium, Virus oder Parasiten) und dem Lebewesen (bzw. Wirt), bei dem die Krankheit auftreten kann.

  • Methode zur bildlichen Darstellung von geringen, mittleren und hohen Werten einer Messung (z.B. Der Aufnahme von Vitamin C), wobei die gesamte Verteilung in einhundert gleiche Teile aufgeteilt wird.

  • Höchstmenge eines Stoffs oder sonstigen Agens, dem Menschen über einen vorgegebenen Zeitraum ohne Sicherheitsbedenken ausgesetzt werden können.

  • Lebewesen (z.B. Insekt, Nagetier, Unkraut, Pilz oder Virus), das eine schädliche Wirkung auf Pflanzen und/oder deren Produkte (z.B. Saatgut oder Früchte) ausübt.

  • Meldeverfahren, im Rahmen dessen tatsächliche oder potenzielle Risiken im Zusammenhang mit dem Auftreten, dem Ausbruch oder der Verbreitung von Schädlingen identifiziert werden, die laut Definition eine Quarantäne in einem bestimmten geografischen Gebiet erforderlich machen.

  • Substanz, die verwendet wird, um Schädlinge abzutöten oder zu bekämpfen, einschließlich krankheitsübertragender Organismen und unerwünschter Insekten, Tiere und Pflanzen.

  • Dient der Schätzung der körperlichen Aktivität eines Menschen durch Vergleich des Energieverbrauchs (Kalorien) über 24 Stunden mit der zur Versorgung des Körpers im Ruhezustand benötigen Energiemenge.

  • Produkt, das zum Schutz oder Erhalt bzw. zur Beeinflussung des Wachstums erwünschter Pflanzen oder aber zur Vernichtung unerwünschter Pflanzen oder Pflanzenteile bzw. zur Kontrolle deren Wachstums eingesetzt wird.

  • Umweltüberwachung nach der Markteinführung (Post-Market Environmental Monitoring – PMEM) ist die Beobachtung der Auswirkungen eines neuen Produkts (z.B. einer genetisch veränderten Pflanze) nach dessen Einführung auf dem Markt. Dadurch können schädliche Wirkungen zutage treten, die im Rahmen der vor der Markteinführung durchgeführten Risikobewertung nicht vorhergesehen wurden.

  • Punkt auf einer anhand experimenteller Daten erstellten Dosis-Wirkungs-Kurve, der zur Ableitung eines sicheren Grenzwerts herangezogen wird.

  • Kollektiv von Menschen, Tieren oder Pflanzen derselben Art. Bei Menschen spricht man auch von Bevölkerung.

  • Aufnahmemenge eines Nährstoffs, die wahrscheinlich den Bedarf nahezu aller gesunden Menschen in einer Population deckt.

  • Innerhalb einer Population festgelegter Wert, bei dem eine signifikante Veränderung des Risikos auftritt; z.B. der Punkt, an dem eine bestimmte Anzahl von Menschen einem chemischen Stoff ausgesetzt ist.

  • Beobachtung der Auswirkungen eines neuen Produkts (z.B. einer genetisch veränderten Pflanze) nach dessen Einführung auf dem Markt. Dadurch können schädliche Wirkungen zutage treten, die im Rahmen der vor der Markteinführung durchgeführten Risikobewertung nicht vorhergesehen wurden.

  • Messwert der Fähigkeit eines chemischen Stoffs, eine bestimmte Wirkung auszuüben, ausgedrückt als die Beziehung zwischen der angewendeten Dosis und dem Ausmaß der daraus resultierenden Wirkung.

  • PPP

    A plant protection product (PPP) is used to protect, preserve or influence the growth of desirable plants or to destroy or control the growth of unwanted plants or parts of plants.

  • Anteil einer Population, bei der eine gewisse Erkrankung festgestellt wurde.

  • PRI

    Die Referenzaufnahmemenge für die Bevölkerung (Population Reference Intake – PRI) ist die Aufnahmemenge eines Nährstoffs, die wahrscheinlich den Bedarf nahezu aller gesunden Menschen in einer Population deckt.

  • Infektionserreger; Prionen sind abnormale Proteine, die zwischen Arten übertragen werden können und vorwiegend im Gehirn zu findende Zellproteine angreifen.

  • Wahrscheinlichkeit, dass ein bestimmtes Ereignis eintritt oder dass ein gemessener Wert in einen bestimmten Bereich fällt.

  • Prozess der Definition eines spezifischen Problems, dem beispielsweise im Rahmen einer Umweltverträglichkeitsprüfung Rechnung getragen wird. Dazu gehört die Formulierung einer Frage und die Definition möglicher Antworten (z.B. durch Festlegung der zu messenden Endpunkte).

  • Stoff, der Lebensmitteln während der Verarbeitung zugesetzt wird, um ihnen bestimmte Merkmale zu verleihen; z.B. Brot beigegebene Hefe.

  • Nutzpflanze, die im Treibhaus wächst, oder Pflanzenkultur unter Abdeckung (z.B. in Folientunnels).

  • Molekül, das sich aus komplexen Ketten von Aminosäuren (Eiweißbausteinen) zusammensetzt.

  • Gehört zur Gruppe der sogenannten Omik-Methoden: ein Ansatz zur Untersuchung von Proteinen, wobei die gesamte Proteinausstattung einer Probe (Gewebe, Zellen oder biologische Flüssigkeit, wie z.B. Blut) gleichzeitig analysiert wird.

  • QPS

    Bei der Qualifizierten Sicherheitsannahme (Qualified Presumption of Safety – QPS) handelt es sich um ein Verfahren zur Sicherheitsbewertung in Bezug auf in der Lebensmittelkette verwendete Mikroorganismen. Bei der QPS werden vorhandene Erkenntnisse über die Sicherheit bestimmter Mikroorganismen genutzt, um diejenigen, für die keine Bedenken bestehen (und denen der QPS-Status gegeben werden kann), von denen zu unterscheiden, die möglicherweise ein Risiko darstellen und einer vollständigen Sicherheitsbewertung unterzogen werden sollten.

  • Quantitative/Qualitative Struktur-Wirkungs-Beziehung (Quantitative/Qualitative Structure Activity Relationship – QSAR) bezieht sich auf eine Reihe von Methoden, mit denen die Wirkungen verschiedener Verbindungen mit ihren jeweiligen molekularen Strukturen in Beziehung gesetzt werden. Dies ermöglicht die Vorhersage der wahrscheinlichen schädlichen oder nützlichen Wirkungen eines bestimmten chemischen Stoffs durch den Vergleich mit anderen chemischen Stoffen ähnlicher Struktur.

  • Verfahren zur Sicherheitsbewertung in Bezug auf in der Lebensmittelkette verwendete Mikroorganismen. Bei der QPS werden vorhandene Erkenntnisse über die Sicherheit bestimmter Mikroorganismen genutzt, um diejenigen, für die keine Bedenken bestehen (und denen der QPS-Status gegeben werden kann), von denen zu unterscheiden, die möglicherweise ein Risiko darstellen und einer vollständigen Sicherheitsbewertung unterzogen werden sollten.

  • Bezieht sich auf eine Reihe von Methoden, mit denen die Wirkungen verschiedener Verbindungen mit ihren jeweiligen molekularen Strukturen in Beziehung gesetzt werden. Dies ermöglicht die Vorhersage der wahrscheinlichen schädlichen oder nützlichen Wirkungen eines bestimmten chemischen Stoffs durch den Vergleich mit anderen chemischen Stoffen ähnlicher Struktur.

  • Lebensmittel, die vom Hersteller für den direkten Verzehr vorgesehen sind, ohne dass diese zuvor gegart oder anderweitig zubereitet werden müssten.

  • Neue Kunststoffprodukte oder -materialien, die aus recycelten Kunststoffabfällen hergestellt wurden.

  • Dieser Wert wird für Energie liefernde Makronährstoffe angegeben. Er wird als Anteil (%) der aus dem betreffenden Makronährstoff gewonnenen Energie ausgedrückt. RIs stellen Aufnahmebereiche dar, die für die Aufrechterhaltung der Gesundheit angemessen sind.

  • International anerkannter Ansatz zur Reduzierung der Verwendung von Tieren in der Forschung, indem verlangt wird, bei Studien weitestmöglich alternative Modelle zu nutzen und/oder die Methoden zu verbessern, um die Belastung für die Tiere im Falle einer Verwendung von Tieren zu vermindern (engl.: 3Rs – replacement, reduction, refinement).

  • Ansatz bei der Risikobewertung von chemischen Stoffgemischen, bei dem die Reaktionen auf jeden der einzelnen Bestandteile ermittelt und addiert werden, um die Reaktion auf das Gesamtgemisch vorherzusagen. Dieser Ansatz ist nur valide, wenn die einzelnen Bestandteile nicht in Wechselwirkung miteinander treten, d.h. wenn ihre Wirkungen vollständig unabhängig voneinander sind.

  • Spezialgebiet der angewandten Wissenschaften, in dem wissenschaftliche Daten und Studien ausgewertet werden, um die mit bestimmten Gefahren einhergehenden Risiken zu beurteilen. Dies umfasst vier Schritte: Gefahrenidentifizierung, Gefahrencharakterisierung, Expositionsabschätzung und Risikocharakterisierung.

  • Letzte Phase der Risikobewertung, bei der die Wahrscheinlichkeit, dass ein bestimmter Stoff eine schädliche Wirkung hat, unter Berücksichtigung der Art der Gefahr und des Ausmaßes der Exposition von Menschen, Tieren, Pflanzen und/oder der Umwelt gegenüber diesem Stoff berechnet wird.

  • Management von Risiken, die im Rahmen der Risikobewertung ermittelt wurden. Dies umfasst die Planung, Umsetzung und Evaluierung aller resultierenden Maßnahmen, die zum Schutz von Verbrauchern, Tieren und der Umwelt ergriffen werden.

  • Methode zur Priorisierung von Risiken entsprechend deren Wahrscheinlichkeit und Schwere.

  • Methode zur Abwägung der wahrscheinlichen Risiken (in Bezug auf Inzidenz und Schwere) im Zusammenhang mit der Exposition gegenüber einem Stoff im Vergleich zum wahrscheinlichen Nutzen.

  • RNA

    Eine im Körper vorhandene Nukleinsäure, die der DNA ähnelt, jedoch nur aus einem Strang besteht. Die bekannteste Funktion der RNA (dt.: Ribonukleinsäure – RNS) ist die Übermittlung von Informationen von der DNA an die für die Produktion von Proteinen zuständige Zellmaschinerie.

  • Die Hemmung normaler Genaktivität durch RNA-Moleküle. Hierbei handelt es sich um einen natürlichen Prozess; dieser kann jedoch auch von Biologen zur Erforschung der Funktionsweise von Genen im Körper genutzt werden.

  • RNA-Interferenz (RNAi) bezeichnet die Hemmung normaler Genaktivität durch RNA-Moleküle. Hierbei handelt es sich um einen natürlichen Prozess; dieser kann jedoch auch von Biologen zur Erforschung der Funktionsweise von Genen im Körper genutzt werden.

  • In Bezug auf einen Stoff wird dieser Faktor von Risikobewertern verwendet, um eine Referenzdosis abzuleiten, die als sicher eingestuft wird oder unter der das Auftreten einer schädlichen Wirkung unwahrscheinlich ist. Der Wert des Sicherheitsfaktors hängt von der toxischen Wirkung, der Größe und Art der zu schützenden Population und der Qualität der verfügbaren (öko-)toxikologischen Daten und Expositionsdaten ab.

  • Systematische Vorgehensweise zur Planung der Anzahl und Art von Proben, die für eine Untersuchung benötigt werden.

  • Zu Gutachten zählen Risikobewertungen im Hinblick auf allgemeine wissenschaftliche Fragen; Bewertungen von Anträgen auf Zulassung eines Produkts, Stoffs oder einer Angabe; sowie Bewertungen von Risikobeurteilungen.

  • Bewertung von wissenschaftlichen, akademischen oder professionellen Arbeiten durch andere Personen, die in demselben Fachgebiet tätig sind.

  • Ein erster Schritt zur Ermittlung des Expositionsniveaus gegenüber einem Stoff in einer Population zum Zweck der Risikoabschätzung. Hierbei wird die Lebensmittelaufnahme mit der wahrscheinlichen chemischen Konzentration kombiniert, um eine Schätzung der chemischen Exposition zu ermöglichen.

  • SDD

    Die Artempfindlichkeitsverteilung (Species Sensitivity Distribution – SDD) ist ein Modell der unterschiedlichen Empfindlichkeit einer Art gegen eine bestimmte Schadensquelle (z.B. Dürre, Schädlingsbefall oder Exposition gegenüber chemischen Stoffen).

  • Verfahren, bei dem die EFSA im Rahmen ihrer regulären Tätigkeit eine Frage identifiziert, deren weitere Untersuchung sie für notwendig erachtet.

  • Veränderung der Bodenqualität, welche die Fähigkeit des Bodens, das Ökosystem zu ernähren oder zu unterstützen, beeinträchtigt.

  • Haltung von Pflanzen in einer Nährlösung anstelle von Boden; auch als Hydroponik oder Hydrokultur bezeichnet.

  • Art

    Untergliederung der Gattung, eine Gruppe eng verwandter und ähnlicher aussehender Organismen; z.B. steht im Falle des Homo sapiens (Mensch) der zweite Teil des Namens (sapiens) für die Art.

  • Modell der unterschiedlichen Empfindlichkeit einer Art gegen eine bestimmte Schadensquelle (z.B. Dürre, Schädlingsbefall oder Exposition gegenüber chemischen Stoffen).

  • Die spezifischen Ziele für eine Umweltverträglichkeitsprüfung (Environmental Risk Assessmet – ERA) in Bezug auf die Fragen, was, wo, über welchen Zeitraum und mit welchem Grad an Gewissheit zu schützen ist.

  • Schaffung eines genetisch veränderten Organismus (GVO) mit mehr als einer genetischen Veränderung. Dies kann erreicht werden durch a) die Kreuzung zweier GVO, von denen jeder einen oder mehrere zuvor existierende Veränderungen aufweist, b) das Vornehmen einer zweiten genetischen Veränderung an einem existierenden GVO oder c) die Einführung mehrere Gene oder Merkmale zugleich.

  • Spezifikationen, die auf die Harmonisierung der Probenahme in Mitgliedstaaten zur Analyse gefährlicher oder nützlicher Stoffe in Lebens- und Futtermitteln sowie in Wasser abzielen.

  • Messgröße für die Wahrscheinlichkeit (Zuverlässigkeit) eines Ergebnisses, basierend auf statistischen Tests.

  • Wissenschaftlicher Prozess, der vier Stufen umfasst: Gefahrenidentifizierung, Gefahrencharakterisierung, Expositionsabschätzung und Risikocharakterisierung.

  • Subtyp eines Mikroorganismus, der durch seine genetische Zusammensetzung definiert ist; im Falle von Escherichia coli O157 beispielsweise bezieht sich der Teil „O157“ des Namens auf den Stamm.

  • Veränderung der Umstände, z.B. Dürre, Schädlingsbefall oder Exposition gegenüber chemischen Stoffen, die oftmals negative Auswirkungen auf einen Organismus oder eine Population hat.

  • Bezieht sich auf Teile organischer Moleküle, von denen man annimmt, dass sie für schädliche Wirkungen (z.B. Genotoxizität) verantwortlich sind, und die zur Vorhersage der Toxizität ähnlicher Verbindungen verwendet werden können.

  • Eine identifizierbare Untergliederung einer Population, z.B. Kleinkinder. Bei Menschen spricht man auch von Bevölkerungsgruppe.

  • Eine Wechselwirkung, durch die Ergebnisse (Effekte) multipliziert werden. Der entsprechende Ausschlag kann positiv oder negativ sein.

  • Pestizid, das sich im gesamten Zielorganismus (z.B. Insekt, Nagetier oder Unkraut) verteilt, ohne seine Wirksamkeit zu verlieren.

  • Teil der gesunden Bevölkerung, der durch ein bestimmtes Alter und Geschlecht definiert ist. Schwangere und stillende Frauen stellen aufgrund ihres besonderen physiologischen Status spezifische Zielgruppen dar.

  • TDI

    Die tolerierbare tägliche Aufnahmemenge (Tolerable Daily Intake – TDI) bezieht sich auf chemische Stoffe in Lebensmitteln oder Trinkwasser, die nicht absichtlich zugesetzt wurden (z.B. Kontaminanten), und ist ein Schätzwert der Menge eines solchen Stoffs, die im Laufe eines Lebens konsumiert werden kann, ohne dass sie ein merkliches Risiko für die Gesundheit birgt.

  • Dosis oder Exposition, unter der keine schädlichen Wirkungen nachgewiesen werden.

  • Screening-Instrument, mit dem sich konservative Expositionsgrenzwerte ermitteln lassen, wenn keine ausreichenden stoffspezifischen toxikologischen Daten vorliegen. Es handelt sich dabei um einen wissenschaftlich fundierten Ansatz zur Priorisierung chemischer Stoffe mit niedrigen Expositionen, über die mehr Daten benötigt werden, gegenüber solchen, von denen kein merkliches Risiko für die Gesundheit von Menschen zu erwarten ist.

  • Methode zur Organisation toxikologischer Bewertungen, um die Effizienz zu maximieren und den Einsatz von Tieren zu minimieren. Dies beinhaltet eine hierarchische Abstufung von Tests, indem mit jenen begonnen wird, bei denen existierende Informationen oder einfache biologische Methoden verwendet werden, bevor zu Tests mit Zellen und letzten Endes – nur wenn erforderlich – zu Versuchen mit lebenden Tieren übergangen wird.

  • Bezieht sich auf chemische Stoffe in Lebensmitteln oder Trinkwasser, die nicht absichtlich zugesetzt wurden (z.B. Kontaminanten), und ist ein Schätzwert der Menge eines solchen Stoffs, die im Laufe eines Lebens konsumiert werden kann, ohne dass sie ein merkliches Risiko für die Gesundheit birgt.

  • Maximale Aufnahmemenge von Stoffen in Lebensmitteln, wie Nährstoffen oder Kontaminanten, die im Laufe eines Lebens täglich verzehrt werden kann, ohne dass daraus eine gesundheitsschädliche Wirkung resultiert.

  • Maximale Aufnahmemenge von Stoffen in Lebensmitteln, wie Nährstoffen oder Kontaminanten, die im Laufe eines Lebens wöchentlich verzehrt werden kann, ohne dass daraus eine gesundheitsschädliche Wirkung resultiert.

  • Studie, mit der die wahrscheinliche Aufnahme schädlicher oder nützlicher Stoffe über die Gesamternährung abgeschätzt werden soll. Bei der Durchführung einer solchen Studie werden Lebensmittel, die im betreffenden Land häufig verzehrt werden, vor Ort eingekauft und zubereitet, bevor sie untersucht werden.

  • Potenzial eines Stoffs, einem lebenden Organismus zu schaden.

  • Prozess der Wechselwirkung von chemischen Stoffen mit dem Körper sowie die daraus resultierenden Reaktionen, die zu schädlichen Wirkungen führen.

  • Die Toxikokinetik untersucht die Prozesse, mit denen potenziell giftige Stoffe im Körper verarbeitet werden. Dies umfasst ein Verständnis der Resorption, Verteilung, Verstoffwechselung und Ausscheidung solcher Stoffe.

  • Zusammenfassung der giftigen Wirkungen eines bestimmtes Stoffs, einschließlich der Expositionsniveaus, bei denen diese Wirkungen auftreten.

  • Wert, der die Menge eines bestimmten Stoffs vorgibt, dem Menschen ohne Sicherheitsbedenken über einen definierten Zeitraum ausgesetzt sein können; z.B. die zulässige tägliche Aufnahmemenge (Acceptable Daily Intake – ADI).

  • Möglichkeit, den Weg eines Lebensmittels oder Inhaltsstoffs über alle Stufen der Produktion, der Verarbeitung und des Vertriebs zurückzuverfolgen.

  • Eine Untergruppe neuartiger Lebensmittel. Der Begriff bezieht sich auf Lebensmittel, die in Ländern außerhalb der EU traditionell verzehrt werden. Hierzu zählen Lebensmittel aus Pflanzen, Mikroorganismen, Pilzen, Algen und Tieren (z.B. Chia-Samen, Baobab-Früchte, Insekten oder Wasserkastanien).

  • Gehört zur Gruppe der sogenannten Omik-Methoden: Ansatz zur Untersuchung der Genexpression, bei dem tausende RNA-Moleküle in einer Probe (Gewebe oder Zellen) gleichzeitig analysiert werden.

  • Molekül, das infolge von Verstoffwechselung, chemischen Reaktionen oder Umweltprozessen aus einer bestimmten Verbindung (z.B. einem Pestizid) gebildet wird.

  • In der Lage, zwischen Individuen derselben Art bzw. zwischen verschiedenen Arten (z.B. von Tieren auf Menschen) übertragen zu werden.

  • TTC

    Das Konzept des Threshold of Toxicological Concern (TTC) ist ein Screening-Instrument, mit dem sich konservative Expositionsgrenzwerte ermitteln lassen, wenn keine ausreichenden stoffspezifischen toxikologischen Daten vorliegen. Es handelt sich dabei um einen wissenschaftlich fundierten Ansatz zur Priorisierung chemischer Stoffe mit niedrigen Expositionen, über die mehr Daten benötigt werden, gegenüber solchen, von denen kein merkliches Risiko für die Gesundheit von Menschen zu erwarten ist.

  • TWI

    Die tolerierbare wöchentliche Aufnahmemenge (Tolerable Weekly Intake – TWI) ist die maximale Aufnahmemenge von Stoffen in Lebensmitteln, wie Nährstoffen oder Kontaminanten, die im Laufe eines Lebens wöchentlich verzehrt werden kann, ohne dass daraus eine gesundheitsschädliche Wirkung resultiert.

  • Die Halbwertzeit (T½) ist die Zeit, die benötigt wird, bis 50% eines Stoffs in einer Person, einer Population oder einem Ökosystem auf natürliche Weise abgebaut bzw. eliminiert wurden. Dieser Wert wird häufig verwendet, um die Elimination potenziell gefährlicher Substanzen, z.B. chemischer Giftstoffe, zu beschreiben.

  • Mangel an vollständigen Kenntnissen über eine Situation (z.B. bei der Risikobewertung). Die Unsicherheit kann durch weitere Forschung verringert werden.

  • Methode zur Identifizierung von Quellen, Ausmaß und Richtung der Unsicherheit bei Berechnungen im Rahmen der Risikobewertung, sodass möglichen Fehlern Rechnung getragen werden kann.

  • Methode zur Schätzung der Exposition gegenüber einer bestimmten Verbindung anhand von analytischen Daten, indem der niedrigste nachweisbare (oder bestimmbare) Wert allen Proben zugeordnet wird, deren Wert unter diesem Wert liegt. Bei giftigen chemischen Stoffen wird diesen auf diese Weise die pessimistischste Expositionsschätzung zugeordnet (d.h. die tatsächliche Exposition wird stets unter dem oberen Schätzwert liegen).

  • Natürliche Variationen, die zwischen Mitgliedern eine Population, im Zeitverlauf oder in verschiedenen geografischen Regionen beobachtet werden; z.B. individuelle Variationen hinsichtlich der Empfindlichkeit gegenüber einem bestimmten giftigen chemischen Stoff.

  • Träger eines krankheitsverursachenden Agens, der diesen von einem infizierten auf ein nicht infiziertes Individuum bzw. dessen Nahrung oder Umwelt überträgt; z.B. Mücken, die den Malaria-Erreger übertragen.

  • Grad der Fähigkeit eines krankheitserregenden Organismus (z.B. eines Bakteriums, Virus oder Parasits), Krankheiten zu verursachen.

  • Nährstoff, der in sehr geringen Mengen benötigt wird, um ein normales Wachstum und den Erhalt der Gesundheit bei Menschen und Tieren zu unterstützen. Die meisten Vitamine sind „essenziell“, d.h. sie werden nicht im Körper hergestellt und müssen über die Nahrung aufgenommen werden.

  • Gruppe von Menschen, die bei der Bewertung von Ernährungsbedürfnissen bzw. der gesundheitlichen Auswirkungen von Stoffen besonderer Berücksichtigung bedürfen; z.B. Schwangere, Kleinkinder und Menschen, die durch ihre Umgebung höheren Dosen von Stoffen ausgesetzt sind.

  • Verfahren, bei dem alle Daten in Bezug auf eine Entscheidung basierend auf ihrer Aussagekraft und Qualität bewertet werden (Beweiskraftkonzept).

  • Bildliche Darstellung der gesamten genetischen Ausstattung (Erbgut) eines bestimmten Organismus.

  • Bezeichnung für Krankheiten und Infektionen, die zwischen Tieren und Menschen übertragen werden können.