Direkt zum Inhalt
Deutsch de

EU-FORA – Europäisches Stipendienprogramm für die Lebensmittelrisikobewertung

Eu-FORA: European Food Risk Assessment Fellowship Programme

Das Europäische Stipendienprogramm für die Lebensmittelrisikobewertung (EU-FORA) ist eine wichtige Initiative zur Vorbereitung auf den künftigen Bedarf an Risikoanalysen. Mit dem aktualisierten Programm (2.0) werden mehrere wichtige Veränderungen eingeführt, die auf den Erfahrungen beruhen, die im Laufe der vergangenen fünf Jahre bei der Umsetzung von 80 Arbeitsprogrammen unter Mitwirkung von mehr als 60 Betreuern aus 33 Organisationen in 16 Mitgliedstaaten und dem Vereinigten Königreich gewonnen wurden.

Ziel des Programms ist es, den Pool von Experten für die Lebensmittelrisikobewertung in Europa zu erweitern und die Mitgliedstaaten zur Beteiligung an Risikobewertungsmaßnahmen anzuregen, um so letztlich eine gemeinsame Kultur der Risikobewertung in der EU zu schaffen.

EU-FORA 2.0 bietet den nationalen zuständigen Organisationen aus den EU-Mitgliedstaaten, Island und Norwegen eine einzigartige Möglichkeit, ihre Netzwerke zu erweitern, Wissen und bewährte Verfahren auszutauschen und zur Schaffung einer einheitlichen EU-Risikobewertungskultur beizutragen. Dazu können sie:

  • aus ihrem Personalbestand einen Stipendiaten auswählen, der von einer Partnerorganisation geschult werden soll,

und/oder

  • selbst ein Arbeitsprogramm für einen Stipendiaten aus einer anderen Organisation nach Artikel 36 anbieten.

Wie funktioniert das Programm?

Der Hauptschwerpunkt des Programms EU-FORA liegt auf der chemischen und mikrobiologischen Risikobewertung. Es richtet sich an Fachleute aus den für die Lebensmittelsicherheit relevanten Biowissenschaften sowie an einschlägige Organisationen mit großen Kapazitäten in einem oder mehreren Bereichen der Risikobewertung auf dem Gebiet der Lebensmittelsicherheit. In den FAQ in der Toolbox (rechts) erhalten Sie mehr Informationen.

Während des zwölfmonatigen Stipendiums werden die Stipendiaten von ihren regulären Aufgaben bei einer zuständigen Organisation (der entsendenden Organisation) entbunden, um an einem von einer anderen zuständigen Organisation (der Gastorganisation) angebotenen Arbeitsprogramm teilzunehmen.

Ein Großteil des Programms wird zwar aus der Ferne durchgeführt, doch ein Drittel der Zeit verbringen die Stipendiaten bei der Gastorganisation vor Ort, wo sie Erfahrungen aus erster Hand sammeln und so den Wissensaustausch und die Vernetzung fördern.

Im Anschluss an eine Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen wird die EFSA auf der Grundlage von Qualität und Relevanz des Programms sowie der Eignung der vorgesehenen Stipendiaten eine Rangliste der eingereichten Arbeitsprogramme erstellen. Die entsendende Organisation und die Gastorganisation bewerben sich als Konsortium.

Hat Ihre Organisation einen potenziellen Stipendiaten? Möchte Ihre Organisation einen Stipendiaten aufnehmen? Im folgenden Abschnitt erfahren Sie mehr.

Informationen für antragstellende Organisationen

Der Vorschlag muss von einem Konsortium aus zwei teilnahmeberechtigten Organisationen (zuständigen Organisationen nach Artikel 36 der EFSA-Gründungsverordnung) eingereicht werden, die aus zwei verschiedenen Ländern der EU bzw. aus Norwegen oder Island stammen. Eine Organisation fungiert als entsendende Organisation und schlägt einen Stipendiaten vor, der im Rahmen eines vom Konsortialpartner angebotenen Arbeitsprogramms geschult werden soll; der Konsortialpartner, der als Gastorganisation fungiert, ist für die Schulung des Stipendiaten verantwortlich.

Brauchen Sie bei der Suche nach einem Konsortialpartner Unterstützung? Fragen Sie Ihre nationale EFSA-Kontaktstelle (Focal Point)! Die nationalen Kontaktstellen der EFSA unterstützen und erleichtern die Bildung eines Konsortiums und dienen als Schnittstelle für die Vernetzung der nationalen Organisationen.

Ihre Organisation hat eine Fachkraft im Bereich Lebensmittelsicherheit ermittelt, die über einen Hochschulabschluss auf einem einschlägigen Gebiet und maximal 15 Jahre Berufserfahrung verfügt? Sie sind eine zuständige Behörde in einem EU-Mitgliedstaat, in Island oder Norwegen, verfügen über große Kapazitäten und umfassende Erfahrung in einem oder mehreren Bereichen im Zusammenhang mit der Lebensmittelrisikobewertung und möchten zum Ausbau der EU-Kapazitäten in der Lebensmittelrisikobewertung beitragen? Lesen Sie weiter und erfahren Sie, welche Vorteile Ihre Organisation aus dem Stipendienprogramm ziehen kann.

Im nachfolgenden Video berichten ehemalige Stipendiaten und Betreuer, was sie zur Teilnahme an dem Programm bewogen hat und welche Erfahrungen sie damit gemacht haben.

Welche Vorteile bietet das Programm für entsendende Organisationen?

  • Die Stipendiaten werden ihre neuen Kompetenzen, Fachkenntnisse und praktischen Erfahrungen, die sie während der zwölf Monate bei der Mitarbeit in der Gastorganisation und bei den von der EFSA angebotenen Schulungen erlangt haben, in Ihre Organisation einbringen.
  • Entsendende Organisationen können direkte Kontakte mit der Gastorganisation aufbauen.
  • Die entsendenden Organisationen und Stipendiaten werden Mitglieder eines starken EU-weiten Netzes von Wissenschaftlern im Bereich der Lebensmittelsicherheit sein.
  • Der wissenschaftliche Abschlussbericht über die Arbeit des Stipendiaten wird in einer speziellen Ausgabe des EFSA-Journals veröffentlicht und die Außenwirkung Ihrer Organisation stärken.

Welche Vorteile bietet das Programm für Gastorganisationen und Betreuer?

  • Als Gastorganisation profitieren Sie von den Fähigkeiten und dem Fachwissen, die der Stipendiat aus der Herkunftseinrichtung mitbringt. So erhalten Sie einen besseren Einblick in die Sichtweisen von Kolleginnen und Kollegen in anderen Ländern und in die Fragestellungen, mit denen sie sich befassen.
  • Gastorganisationen können die bilaterale Zusammenarbeit mit anderen Einrichtungen intensivieren. Außerdem gehört der Stipendiat während des zwölfmonatigen Stipendiums zum wissenschaftlichen Personal der Gastorganisation und wirkt an deren Aufgaben und Aktivitäten mit.
  • Zudem werden die Gastorganisationen ein gemeinsames Forum mit anderen Gastorganisationen in Europa schaffen, um Erfahrungen und bewährte Verfahren auszutauschen, und damit zur Förderung von Nachwuchskräften im Bereich der Risikobewertung beitragen.
  • Der wissenschaftliche Abschlussbericht über die Arbeit des Stipendiaten wird in einer speziellen Ausgabe des EFSA-Journals veröffentlicht und die Außenwirkung Ihrer Organisation stärken.

Kontakt

EU-FORA [at] efsa.europa.eu