Biologische Gefahren | Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit Direkt zum Inhalt

Biologische Gefahren

Zoonosen sind Infektionen oder Krankheiten, die direkt oder indirekt zwischen Tier und Mensch übertragen werden können, zum Beispiel durch den Verzehr kontaminierter Lebensmittel oder durch den Kontakt mit infizierten Tieren. Die Schwere dieser Erkrankungen beim Menschen kann von leichten Symptomen bis zu einem lebensbedrohlichen Zustand reichen.

Forschungen weisen darauf hin, dass zwischen einem Drittel und der Hälfte aller Infektionskrankheiten beim Menschen zoonotischen Ursprungs sind, also von Tieren übertragen werden. Ungefähr 75 % der neuen Erkrankungen, von denen die Menschen in den letzten 10 Jahren betroffen waren (z. B. das West-Nil-Virus) stammten von Tieren oder Produkten tierischen Ursprungs.

Zoonosen sind auf viele verschiedene Weisen zwischen Tier und Mensch übertragbar.

Es gibt lebensmittelbedingte und nicht lebensmittelbedingte zoonotische Krankheiten.

Die Rolle der EFSA

Die Hauptrolle der EFSA ist die Bewertung der Risiken in Verbindung mit der Lebensmittelkette in der EU, um einen hohen Schutz für den Verbraucher sowie die Gesundheit der Tiere zu gewährleisten. Die durch in Mitgliedstaaten erfasste Daten unterstützte, unabhängige wissenschaftliche Beratung und wissenschaftliche Hilfestellung der EFSA bei den Aspekten zoonotischer Krankheiten, die sich auf die Lebensmittelsicherheit und die Gesundheit der Tiere beziehen, hilft Entscheidungsträgern in Europa dabei, Richtlinien festzulegen und Entscheidungen zu treffen, um Verbraucher in der Europäischen Union zu schützen.

Die Arbeiten der EFSA in Bezug auf Zoonosen umfassen:

Jährliche Überwachung. Das Vorkommen lebensmittelbedingter Zoonosen in der EU wird jedes Jahr durch die EFSA und das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) überwacht und analysiert, um der Kommission und den Mitgliedstaaten aktuelle Informationen über die derzeitige Situation bereitzustellen.

Datenerhebung. EU-Mitgliedstaaten erheben vergleichbare Daten zur Prävalenz von Salmonellen, Campylobacter oder anderen Mikroorganismen in Lebensmitteln oder Tierpopulationen und senden diese zur Analyse an die EFSA.

Analyse von Risikofaktoren. Die EFSA und ihre wissenschaftlichen Gremien identifizieren Risikofaktoren, die zur Prävalenz zoonotischer Mikroorganismen in Tierpopulationen beitragen. Dies geschieht auf Basis von Daten der Mitgliedstaaten und anderen relevanten Informationen.

Risikobewertungen. Die wissenschaftlichen Gremien der EFSA bewerten die Risiken für die öffentliche Gesundheit aufgrund infizierter Tiere und geben Ratschläge, wie neue Abschwächungs- und Kontrolloptionen diese Bakterien beeinflussen werden.

Empfehlungen und Ratschläge zu Reduzierungsmaßnahmen. Die von EU-Mitgliedstaaten erhobenen Daten dienen als Grundlage für die EU, um Ziele für die Reduzierung dieser Mikroorganismen in Tieren, die der Lebensmittelgewinnung dienen, und in Nahrungsmitteln zu setzen. Die wissenschaftliche Beratung der EFSA hilft Entscheidungsträgern in der EU dabei, die erwarteten Auswirkungen verschiedener Kontrollmaßnahmen auf die öffentliche Gesundheit zu verstehen. Der Einfluss der Reduzierungsprogramme auf die tatsächliche Prävalenz von Zoonosen bei Tieren und Lebensmitteln und damit verbundene Fälle der Gesundheit des Menschen werden dann in den jährlichen EU-Zusammenfassungsberichten überwacht und analysiert.

Die EFSA wird unterstützt durch

  • das Netzwerk für die Datenüberwachung zu Zoonosen, einem europaweit tätigen Netzwerk nationaler Vertreter und internationaler Organisationen, das die EFSA bei der Erhebung und gemeinsamen Nutzung von Informationen zu Zoonosen in ihren jeweiligen Ländern unterstützt,
  • das Gremium für biologische Gefahren und das Gremium für Tiergesundheit und Tierschutz, die aus unabhängigen Sachverständigen bestehen, die Risikobewertungen durchführen und wissenschaftliche Beratung für EU-Risikomanager in Bezug auf lebensmittelbedingte Zoonosen bereitstellen.
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Biological hazards data

EFSA analyses data on zoonotic diseases (infections and diseases that are transmissible between animals and humans), antimicrobial resistance and food-borne outbreaks across the EU.

Data are submitted annually by Member States, in compliance with EU regulation.

EFSA publishes, in collaboration with the European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC), annual European Union Summary Reports based on this data.

EFSA also analyses the EU-wide baseline surveys on zoonotic agents (such as Salmonella, Campylobacter and Listeria, in animals and food), and on antimicrobial resistance. These surveys are fully harmonised and therefore provide comparable values for all Member States. Survey results are used by the European Commission to set EU reduction targets or to consider the need for actions at EU level.

EFSA has also published several reports providing guidance for Member States on the monitoring and reporting of zoonotic diseases and antimicrobial resistance and food-borne outbreaks.

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