Ethoxyquin: Sicherheitsbewertung der EFSA ohne Ergebnis

Die EFSA kann über die Sicherheit von Ethoxyquin als Futtermittelzusatz für keines der Zieltiere befinden und auch keine abschließende Bewertung der Sicherheit für Verbraucher oder die Umwelt vornehmen. Dies ist auf einen generellen Mangel an Daten für die Sicherheitsbewertung der Substanz, einschließlich ihrer Metaboliten, zurückzuführen sowie auf das Vorhandensein einer Verunreinigung (p-Phenetidin), die möglicherweise mutagen wirkt.

Die EFSA war ersucht worden, die Sicherheit des Futtermittelzusatzstoffs Ethoxyquin für Zieltiere, Verbraucher, Anwender und die Umwelt gemäß Verordnung (EG) Nr. 1831/2003 neu zu bewerten. Der Stoff wird derzeit aufgrund seiner antioxidativen Eigenschaften in Futtermitteln verwendet.

Ethoxyquin findet auch Einsatz, um die Selbstentzündung von Fischmehl während des Transports auf dem Seeweg zu verhindern.

Der Stoff Ethoxyquin selbst gilt als nicht genotoxisch. Die EFSA hat jedoch festgestellt, dass einer seiner Metaboliten, Ethoxyquin-Chinonimin, genotoxisch (d.h. DNA schädigend) sein könnte, was auf mögliche Sicherheitsbedenken schließen lässt.

Infolge des Herstellungsprozesses verbleibt in dem Futterzusatzstoff eine Verunreinigung, p-Phenetidin, bei der es sich möglicherweise um ein Mutagen handelt. Mutagene sind Stoffe, die Mutationen im Erbgut von Tieren und Menschen auslösen.

Neben diesen Ergebnissen, und selbst wenn man von der Verunreinigung p-Phenetidin absieht, ermittelte die EFSA erhebliche Datenlücken bei der Expositionsabschätzung und Sicherheitsbewertung von Ethoxyquin für Tiere, Verbraucher und Umwelt.

Die Bewertung erfolgte im Rahmen des bestehenden Verfahrens zur Neubewertung aller Futtermittelzusatzstoffe, die nach früheren Regelungen zugelassen wurden. 

Für Medienanfragen wenden Sie sich bitte an:
Medienstelle der EFSA
Tel.: +39 0521 036 149
E-Mail: Press [at] efsa.europa.eu

Medienkontakte

Medienstelle der EFSA 
Tel. +39 0521 036 149
E-mail: Press@efsa.europa.eu