57. Verwaltungsratssitzung: EFSA-Verwaltungsrat befasst sich mit aktualisiertem Entwurf des Mehrjahresplans der EFSA, der verstärkte wissenschaftliche Zusammenarbeit vorsieht – Audio-Webcast verfügbar
Der Verwaltungsrat der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit setzte seine Gespräche über den Entwurf des Mehrjahresplans der EFSA für 2014-2016 fort. Voraus gegangen waren ein erster Meinungsaustausch der Mitglieder des Verwaltungsrats auf dessen vorherigen Sitzung sowie Beiträge des Beirats der EFSA, der Plattform für Interessengruppen sowie des Wissenschaftlichen Ausschusses der Behörde.
Die Geschäftsführende Direktorin,Catherine Geslain-Lanéelle, erklärte in ihrer Präsentation zum aktuellen Stand des Mehrjahresplans der EFSA gegenüber dem Verwaltungsrat, dass die wissenschaftliche Beratung und Kommunikation der EFSA zwar nachweislich von hoher Qualität seien, die Behörde sich jedoch auf ein zunehmendes Arbeitspensum, stärkere öffentliche Kontrolle und knappe Mittel einstellen müsse. Um diesen Herausforderungen gerecht zu werden, will sich die EFSA auf eine bessere Nutzung von wissenschaftlichem Fachwissen konzentrieren, indem sie die wissenschaftliche Zusammenarbeit verstärkt; insbesondere will sie die Einrichtung anerkannter wissenschaftlicher Netzwerke und Exzellenzzentren in den Mitgliedstaaten mit Mitteln des Programms der EFSA zur Vergabe von Finanzhilfen und öffentlichen Aufträgen fördern.
Darüber hinaus möchte die EFSA die Kapazitäten und Fachkenntnisse eines Teils ihrer wissenschaftlichen Mitarbeiter sowie der europäischen Risikobewertungsgemeinschaft optimaler einsetzen, um routinemäßige Vorarbeiten zu unterstützen, die im Bereich regulierte Produkte (Lebensmittelzutaten und -verpackung, Futtermittelzusatzstoffe, GVO und gesundheitsbezogene Angaben) anfallen und derzeit zu großen Teilen von den Sachverständigen der Arbeitsgruppen übernommen werden.
Die EFSA geht davon aus, dass die zusätzliche Unterstützung durch Mitarbeiter der Behörde sowie Organisationen in den Mitgliedstaaten den Sachverständigen eine stärkere Konzentration auf ihre wertschöpfende, wissenschaftliche Tätigkeit ermöglichen wird. Weitere Kosten-Nutzen-Überlegungen betreffen: die Erhöhung der Produktivität durch eine Verkürzung des Risikobewertungsverfahrens sowie größere Zeitnähe; die Steigerung der Qualität der wissenschaftlichen Ergebnisse und eine bessere Anpassung an die Bedürfnisse der Risikomanager; die bessere Planung des Programms zur wissenschaftlichen Zusammenarbeit, des fachlichen Austauschs mit den Mitgliedstaaten sowie von Schulung und Mentoring.
„Das vorgestellte Konzept greift viele wichtige Punkte auf, die der Verwaltungsrat auf seiner letzten Sitzung angesprochen hat, und findet bei den Mitgliedern des Verwaltungsrats breite Unterstützung“, erklärte die Vorsitzende des Verwaltungsrats, Sue Davies. „Wo dies zweckmäßig erscheint, setzen wir uns auch für einen besseren Austausch von Fachwissen und Schulungsmaßnahmen mit den Mitgliedstaaten ein. Wir sollten uns aber auch unserer Grenzen bewusst sein, denn letztendlich ist die EFSA für ihre wissenschaftlichen Gutachten verantwortlich.“
Außerdem betonte sie, dass zwei Aufgaben gleichermaßen wichtig seien: Die Bewertung regulierter Produkte durch die EFSA müsse auf effektive Weise erfolgen, während gleichzeitig sicherzustellen sei, dass die Behörde sich auch mit allgemeineren Aspekten der öffentlichen Gesundheit befasse, die für den Verbraucher von Belang sind.
„Wenn uns der überarbeitete Mehrjahresplan im Oktober erneut vorliegt, wird der Verwaltungsrat interessiert sein zu sehen, was all dies konkret bedeutet“, fügte sie hinzu.
Der Verwaltungsrat wird sich auf seiner Sitzung im Oktober erneut mit dem überarbeiteten Mehrjahresplan im Hinblick auf dessen Annahme befassen, wenn mehr Klarheit über den mehrjährigen Finanzrahmen der EU besteht.
Der Mehrjahresplan berücksichtigt die Handlungsempfehlungen, welche die Mitglieder des Verwaltungsrats auf Grundlage des 2012 veröffentlichten zweiten unabhängigen externen Evaluierungsberichts der EFSA mit auf den Weg gegeben hatten. Diese Empfehlungen zielen darauf ab, die Entwicklung der EFSA in den kommenden Jahren in Richtung einer Organisation zu steuern, die nachhaltiger, effizienter und noch vertrauenswürdiger ist.
Für den Zeitraum 2014-2016 erwartet die EFSA einen wachsenden Bedarf an Risikobewertungen und wissenschaftlicher Beratung in Bereichen wie Tiergesundheit und Tierschutz, Pestizide, GVO, neuartige Lebensmittel und Enzyme sowie an wissenschaftlichen Arbeiten zu Themen wie Umweltrisikobewertung, Überwachung nach Markteinführung, Nutzen-Risiko- und Wirksamkeitsanalyse. Angesichts der Herausforderungen durch den zunehmenden internationalen Lebensmittelhandel sowie andere globale Fragen der Lebensmittelsicherheit muss die EFSA sicherstellen, dass sie auch in Zukunft in der Lage ist, auf Krisen im Bereich der Lebensmittelsicherheit schnell zu reagieren.
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