Tierschutz bei der Schlachtung

Einleitung

Beim Tierschutz bei der Schlachtung geht es darum, Schmerzen, Stress oder Leiden für Nutztiere zum Zeitpunkt der Tötung so gering wie möglich zu halten.

Mitarbeiter von Schlachthöfen müssen eine Vielzahl von Verfahren beachten. Zum Beispiel müssen sie regelmäßige Kontrollen durchführen, um sicherzustellen, dass die Tiere zwischen Ende des Betäubungsvorgangs und Todeseintritt keine Anzeichen von Wahrnehmung oder Empfindung aufweisen. Werden Tiere ohne vorherige Betäubung geschlachtet, sind regelmäßige Kontrollen nötig, um sicherzustellen, dass sie keine Anzeichen von Wahrnehmung oder Empfindung aufweisen, bevor ihre Ruhigstellung beendet wird und sie zugerichtet oder gebrüht werden.

Die Arbeit der wissenschaftlichen EFSA-Sachverständigen in diesem Bereich trägt auf verschiedene Weise zu einem besseren Tierschutz in Schlachthöfen bei. So erstellen sie etwa wissenschaftliche Gutachten zu Indikatoren für das Wahrnehmungs- und Empfindungsvermögen von Tieren oder zu Studien über Betäubungsmethoden.

Die EFSA unterstützt die nationalen Kontaktstellen in den Mitgliedstaaten, indem sie Treffen zum Erfahrungs- und Wissensaustausch über den Tierschutz zum Zeitpunkt der Tötung organisiert.

Aktuelles

Sachverständige der EFSA untersuchen Fragen rund um die Schlachtung von trächtigen Nutztieren in der Europäischen Union.

Meilensteine

Indikatoren der Wahrnehmung

2013 – Die EFSA veröffentlicht vier wissenschaftliche Gutachten zum Tierschutz bei der Schlachtung von Rindern, Schweinen, Schafen, Ziegen und Geflügel. Diese Gutachten nennen Indikatoren in Bezug auf das Wahrnehmungs- oder Empfindungsvermögen von Tieren bei der Schlachtung.

Beispiele für solche Indikatoren sind etwa Atmen oder Blinzeln, wobei die Indikatoren je nach Tierart und Stufe des Schlachtverfahrens variieren.

Repräsentative Stichproben von Tieren

2013 – Die Sachverständigen geben auch Hinweise zur Berechnung der Anzahl von Tieren, die im Rahmen der Überwachung beim Schlachten zu kontrollieren ist.

Evaluierung von Studien zur Betäubung

2013 – Die Sachverständigen des AHAW-Gremiums definieren die Kriterien, nach denen sie Studien zur Bewertung der Wirksamkeit von Betäubungsverfahren (bei der Schlachtung) in Bezug auf Tierschutzaspekte evaluieren würden. Dazu zählen Eignungskriterien, Qualitätskriterien für die Berichterstattung sowie methodische Qualitätskriterien.

EU-Rechtsrahmen

Die EU-Rechtsvorschriften über die Tötung von Tieren zielen darauf ab, ausgehend von wissenschaftlichen Erkenntnissen und praktischer Erfahrung, Schmerzen und Leiden der Tiere durch den Einsatz korrekt angewandter Betäubungsverfahren so gering wie möglich zu halten. Sie gelten für Nutztiere.