Aktuelle Informationen zum Ausbruch von Salmonella Agona

Die Rücknahme bzw. der Rückruf von Säuglingsanfangsnahrung, die von einem einzelnen französischen Verarbeitungsbetrieb hergestellt wurde, werden das Risiko weiterer Infektionen von Kleinkindern mit Salmonella Agona erheblich verringern, erklärten EFSA und ECDC im Anschluss an ein „Rapid Outbreak Assessment“.

In Frankreich ist seit August 2017 ein mit dem Verzehr von Säuglingsnahrung zusammenhängender Ausbruch von S. Agona im Gange. Bisher waren von dem Ausbruch in Frankreich 37 Kinder unter einem Jahr betroffen. Mittels Ganzgenomsequenzierung konnte bestätigt werden, dass ein spanischer Fall in engem Zusammenhang mit dem Ausbruch in Frankreich steht. In Griechenland wurde ein wahrscheinlicher Fall identifiziert, der am 2. Dezember 2017 gemeldet wurde.

EFSA und ECDC empfehlen, dass die zuständigen Behörden in den betroffenen Mitgliedstaaten auch weiterhin Informationen über epidemiologische, mikrobiologische und ökologische Untersuchungen austauschen und relevante Mitteilungen über das Schnellwarnsystem für Lebens- und Futtermittel (RASFF) sowie das Frühwarn- und Reaktionssystem (EWRS) zirkulieren.

Um Infektionen durch Säuglingsanfangsnahrung sowohl bei Säuglingen als auch bei Betreuern zu verhindern, sollten Mitgliedstaaten erwägen, der Öffentlichkeit Folgendes zu empfehlen:

  • keine der an diesem Ausbruch beteiligten Säuglingsnahrungsprodukte zu verwenden;
  • die Hände vor und nach der Zubereitung der Flasche zu waschen;
  • Flaschen nicht im Voraus zuzubereiten und den Inhalt zu entsorgen, wenn er nicht innerhalb von zwei Stunden verbraucht wird.

Was ist ein „Rapid Outbreak Assessment“?

Bei länderübergreifenden lebensmittelbedingten Krankheitsausbrüchen ist die Koordinierung auf EU-Ebene sehr wichtig. In enger Zusammenarbeit mit den betroffenen Ländern erstellt die EFSA gemeinsam mit dem ECDC ein „Rapid Outbreak Assessment“ (ROA) – eine rasche Ausbruchsbewertung. Diese gibt einen Lageüberblick aus Sicht der öffentlichen Gesundheit und identifiziert das kontaminierte Lebensmittel, das als Infektionsvehikel diente. Die Ausbruchsbewertung umfasst auch Untersuchungen zur Rück- und Vorwärtsverfolgung, um zu ermitteln, wo der Ausbruch seinen Ursprung nahm und wohin kontaminierte Produkte geliefert wurden. Dies ist entscheidend für die Identifizierung entsprechender Bekämpfungsmaßnahmen, um eine weitere Ausbreitung des Ausbruchs zu verhindern.

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