EFSA@EXPO im Rückblick: Die wissenschaftliche Risikobewertung im Bereich der Lebensmittelsicherheit voranbringen – was ist zu tun?

Welches waren die wichtigsten Ideen, die bei der Wissenschaftskonferenz der EFSA im Oktober 2015 aufkamen und die Arbeit der Behörde auf dem Gebiet der Lebensmittelsicherheit voranbringen können? Im Rahmen einer Podiumsdiskussion griffen Vertreter von internationalen Organisationen, NGOs, Industrie, Europäischer Kommission und EFSA einige der wichtigsten Debatten nochmals auf und fassten die Hauptergebnisse der Konferenz zusammen. Hier einige der Themen, die von den Diskusionsteilnehmern während der abschließenden Plenumsveranstaltung angesprochen wurden. 

Neue Technologien und Methoden

Das Aufkommen neuartiger wissenschaftlicher Informationen, die dank neuer Technologien und Methoden zur Verfügung stehen, sowie Daten, die von der Öffentlichkeit bereitgestellt werden, schaffen ein neues und äußerst dynamisches Umfeld der Risikobewertung. Wie kann auf diese Schatztruhe an Informationen im regulatorischen Kontext zugegriffen werden? Die weltweite Harmonisierung wissenschaftlicher Ansätze sowie die Zusammenarbeit zwischen internationalen Akteuren scheinen Teil der Antwort sein.

Klare Problemformulierung

In Bezug auf das Zusammenspiel zwischen Risikobewertung und Risikomanagement waren sich die Diskussionsteilnehmer einig, dass diese Beziehung ein iterativer Prozess sein sollte. Sie betonten die Notwendigkeit einer guten Problemformulierung zu Beginn der wissenschaftlichen Risikobewertung. Nur eine klare Bedarfsermittlung führt zu Risikobewertungen, die ihren Zweck erfüllen.

Offene und transparente Risikokommunikation

Die Teilnehmer sprachen auch über das Thema Risikokommunikation und forderten verstärkte Anstrengungen, offen und klar zu kommunizieren sowie Risiken zu kontextualisieren. Transparenz war ein heiß diskutiertes Thema, wobei sich alle einig waren, dass sie ein grundlegendes Element der regulatorischen Risikobewertung ist.

Die Teilnehmer der Abschlussdiskussion waren: Elke Anklam (Europäische Kommission – GD Gemeinsame Forschungsstelle), Panagiotis Daskaleros (Europäische Kommission – GD Gesundheit und Lebensmittelsicherheit), Hubert Deluyker (EFSA), Martin Dermine (Pesticide Action Network), Samuel Godefroy (Universität Laval), Tony Hardy (EFSA ), Patrick Hau (Ministerium für Gesundheit, Luxemburg), Euros Jones (European Crop Protection Association), Derek Knight (Europäische Chemikalienagentur) und Angelika Tritscher (WHO). Die Diskussion wurde moderiert von Barbara Serra, einer für Al-Jazeera tätigen Journalistin. 

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