Aktuelle Informationen zur EFSA-Bewertung einer Studie über die Auswirkungen von Lebensmittelfarbstoffen auf das Verhalten
Im September 2007 wurde die EFSA darum ersucht, der Europäischen Kommission und den EU-Mitgliedstaaten ein wissenschaftliches Gutachten Zu Gutachten zählen Risikobewertungen im Hinblick auf allgemeine wissenschaftliche Fragen; Bewertungen von Anträgen auf Zulassung eines Produkts, Stoffs oder einer Angabe; sowie Bewertungen von Risikobeurteilungen zu einer Studie der Universität Southampton zu unterbreiten, die in der wissenschaftlichen Fachzeitschrift The Lancet[1] veröffentlicht wurde.Diese Studie lieferte Hinweise auf einen Zusammenhang zwischen Gemischen aus bestimmten Lebensmittelfarbstoffen und dem Konservierungsmittel Natriumbenzoat und einer Hyperaktivität bei Kindern. Auf seiner Plenarsitzung Ende September kam das AFC-Gremium[2] darin überein, dass es erforderlich war, die Studie und die daraus hervorgehenden Befunde einer gründlichen Bewertung zu unterziehen, wobei auch anderen diesbezüglich veröffentlichten Daten Rechnung getragen werden sollte.
Eine Ad-hoc-Arbeitsgruppe des AFC Gremiums wurde gebildet und mit Statistikern und Sachverständigen auf dem Gebiet des Kinderverhaltens besetzt, da diesen beiden Bereichen für die Bewertung der Studie zentrale Bedeutung beigemessen wird. Überdies gehören der Arbeitsgruppe Toxikologen sowie ein Allergiefachmann vom AFC-Gremium und vom NDA-Gremium der EFSA an. Sieben Kinderverhaltensexperten und Statistiker aus fünf europäischen Ländern sind der Ad-hoc-Arbeitsgruppe mittlerweile beigetreten. Die Namen der Mitglieder der Ad-hoc-Arbeitsgruppe und ihre Interessenerklärungen werden auf der EFSA-Webseite[3] veröffentlicht.
Die britische Lebensmittelbehörde FSA (Food Standards Agency), die die Studie in Auftrag gegeben hatte, hat der EFSA die letzten für die Bewertung benötigten zusätzlichen Daten übermittelt. Mitglieder der Arbeitsgruppe sind gegenwärtig damit befasst, eine Übersicht über andere einschlägige Studien zu erstellen sowie eine Bewertung der bei der Studie verwendeten statistischen Analyse vorzunehmen.
Die EFSA wurde von der Europäischen Kommission darum gebeten, ihr Gutachten bis Ende Februar vorzulegen. Möglicherweise wird das endgültige Gutachten jedoch erst einige Wochen nach diesem Datum fertig gestellt sein. Die zusätzliche Zeitspanne für die Fertigstellung der Bewertung ist unbedingt notwendig, damit die Sachverständigen, die sich kurzfristig bereit erklärt haben, die EFSA in dieser Frage zu unterstützen, sowohl die Southamptoner Studie als auch die weiteren vorhandenen wissenschaftlichen Belege zum Thema Zusatzstoffe und Verhalten in gebührender Weise prüfen und dabei auch die neuesten übermittelten Daten berücksichtigen können.
[1] https://www.thelancet.com/
[2] Gremium der EFSA für Lebensmittelzusatzstoffe, Aromastoffe, Verarbeitungshilfsstoffe und Materialien, die mit Lebensmitteln in Berührung kommen (AFC)
[3] Link zu den Mitgliedern der Arbeitsgruppe und ihren Interessenerklärungen
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