Plant Health 4 Life – Den Schutz von Pflanzen durch einfache Maßnahmen stärken

Die Kampagne #PlantHealth4Life geht in ihr viertes und letztes Jahr und setzt damit die gemeinsame Initiative der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA), der Europäischen Kommission und 33 Ländern fort, die darauf abzielt, die Pflanzengesundheit in den Mittelpunkt unserer täglichen Entscheidungen zu rücken.

Seit ihrem Start liegt der Schwerpunkt der Kampagne darauf, wie eng die Pflanzengesundheit mit unserem Alltag verbunden ist – von dem, was wir essen, über unseren Reisen und Gartenarbeit hinweg, bis zu dem, was wir einkaufen. Im letzten Jahr der Kampagne knüpft #PlantHealth4Life an diese Dynamik an und ermutigt Menschen in ganz Europa, sich auf dem Laufenden zu halten, die Botschaft weiterzutragen und einfache Maßnahmen zu ergreifen, die zum Schutz von Pflanzen, der Umwelt und der Wirtschaft beitragen.

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„#PlantHealth4Life basiert auf einem zentralen Grundsatz: Bewusstsein schafft Handlungsfähigkeit. In ihrem letzten Jahr betont die Kampagne, dass der Schutz der Pflanzengesundheit gleichbedeutend ist mit dem Schutz unserer Lebensmittel, unserer Umwelt und unserer Zukunft. Durch die Einbeziehung von Bürgerinnen und Bürgern in ganz Europa hat die Kampagne ein starkes Fundament gelegt, auf dessen Grundlage die Bemühungen zum Schutz von Pflanzen auch in Zukunft weit über die Kampagne hinaus unterstützt werden“, erklärte Sylvain Giraud, Leiter des Referats Pflanzengesundheit in der Generaldirektion Gesundheit und Lebensmittelsicherheit der Europäischen Kommission.

„Die Wissenschaft hilft uns, Risiken für die Pflanzengesundheit zu verstehen, aber das reicht nicht aus: Dieses Wissen muss Eingang in den Alltag der Europäerinnen und Europäer finden. Die Kampagne #PlantHealth4Life macht das Thema Pflanzengesundheit zugänglich und alltagsrelevant. Indem wir verantwortungsbewusst reisen, verantwortungsbewusst einkaufen und die nächste Generation aufklären, können wir alle unseren Teil zur Lösung des Problems beitragen“, erklärt Tobin Robinson, Leiter der Abteilung für Umwelt, Pflanzen und Ökotoxikologie bei der EFSA.

Die Ausrichtung der Auftaktveranstaltung zur Kampagne während der zyprischen Ratspräsidentschaft gemeinsam mit den für Pflanzengesundheit zuständigen Behördenleitern aus ganz Europa unterstreicht, dass die Pflanzengesundheit eine gemeinsame europäische Verantwortung ist. Einfache Maßnahmen der Bürgerinnen und Bürger, die durch eine enge länderübergreifende Zusammenarbeit unterstützt werden, tragen zum Schutz unserer Pflanzen und unserer Zukunft bei“, erklärte Anthemis Melifronidou, der für die Frage der Pflanzengesundheit zuständige Leiter in Zypern.

Indem sie deutlich macht, dass Pflanzengesundheit uns alle angeht, möchte die Kampagne #PlantHealth4Life ein bleibendes Bewusstsein und ein Gefühl der gemeinsamen Verantwortung schaffen.

Verbreiten Sie die Botschaft und engagieren Sie sich!

Alle Europäerinnen und Europäer können einen entscheidenden Beitrag zur Gesunderhaltung der Pflanzen leisten. Besuchen Sie die website der #PlantHealth4Life Kampagne und erfahren Sie, wie die Kampagne die Öffentlichkeit dazu ermutigt, die Pflanzengesundheit zu schützen. Zu den Ressourcen gehören Pressematerial, Beiträge in den sozialen Medien und Videos.

Die Kampagne steht allen offen, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf folgenden Aspekten liegt:

  • neugierige Reisende, die gerne die Welt und die Natur erkunden,
  • Gartenliebhaber, die zu Hause Gemüse, Blumen und Bäume anbauen und pflegen,
  • Eltern, die sich Sorgen um die Ernährung ihrer Kinder machen und denen der Schutz der Umwelt und der biologischen Vielfalt für künftige Generationen am Herzen liegt.

Über die Kampagne

#PlantHealth4Life ist eine mehrjährige Kampagne, die auf Wunsch der Europäischen Kommission ins Leben gerufen wurde. Sie basiert auf einer eingehenden Analyse der Wahrnehmungen und Verhaltensweisen der Bürgerinnen und Bürger in Bezug auf die Pflanzengesundheit in der gesamten EU.

Umfang und Reichweite der Kampagne werden fortlaufend ausgeweitet und sie erstreckt sich mittlerweile auf 33 Länder:

  • EU-Länder: Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Kroatien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechische Republik, Ungarn und Zypern.
  • Heranführungsländer: Albanien, Bosnien und Herzegowina, Kosovo*, Montenegro und Türkei sowie
  • die Schweiz.

* Diese Bezeichnung berührt nicht die Standpunkte zum Status und steht im Einklang mit der Resolution 1244/1999 des VN-Sicherheitsrates und dem Gutachten des Internationalen Gerichtshofs zur Unabhängigkeitserklärung des Kosovos.

Wie wirkt sich die Pflanzengesundheit auf unser Leben aus?

Pflanzen machen 80 % unserer Lebensmittel, die wir verzehren, aus, ernähren die Tiere, die wir zur Gewinnung von Lebensmitteln halten, und reinigen die Luft, die wir atmen. Aber das ist noch nicht alles: Gesunde Pflanzen ermöglichen hohe landwirtschaftliche Erträge und haben damit Einfluss auf die Verfügbarkeit von Lebensmitteln und die Lebensmittelpreise im Einzelhandel. Weitere Informationen zur Rolle von Pflanzen finden Sie hier.

Durch den Klimawandel und menschliche Tätigkeiten wie Handel und Reisen werden Pflanzen einem starken Druck ausgesetzt. Die Ausbreitung von Pflanzenschädlingen und -krankheiten kann verheerende wirtschaftliche und ökologische Folgen haben. Der Kiefernfadenwurm zum Beispiel ist ein mikroskopisch kleiner Wurm, der Kiefern schnell töten und Wälder verwüsten kann. Bis zum Jahr 1999 war er in der EU nie nachgewiesen worden. Er wurde erstmals in Portugal eingeschleppt, kommt nun auch in Teilen Spaniens vor und ist vor Kurzem in Frankreich nachgewiesen worden. Um seine Ausbreitung zu verhindern, geben die EU-Vorschriften vor, dass alle gefährdeten Bäume (hauptsächlich Kiefern) in einem Umkreis von 500 Metern um einen Ausbruchsherd gefällt und vernichtet werden müssen, was - insbesondere in Regionen mit ausgedehnten Kiefernwäldern - erhebliche wirtschaftliche und ökologische Auswirkungen hat.

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