Neueste Optionen zur Bekämpfung von Xylella geprüft – geben Sie Ihre Meinung ab!

Die EFSA führt eine öffentliche Konsultation zu zwei Entwürfen wissenschaftlicher Gutachten durch, in denen die neuesten Erkenntnisse darüber vorgestellt werden, wie Xylella fastidiosa in der EU bekämpft werden kann. Sie befassen sich mit Strategien zur direkten Vektorkontrolle, experimentellen Behandlungen von Pflanzen und anderen Maßnahmen zur Risikominderung.

Xylella

Die Entwürfe zeigen, dass die von der EU zugelassenen synthetischen Wirkstoffe derzeit die konsistentesten Ergebnisse bei der Verringerung der Überlebensrate von Vektoren erzielen, während eine Vielzahl biologischer, nicht-synthetischer Wirkstoffe und Feldbewirtschaftungspraktiken weiterhin auf ihr Potenzial hin untersucht werden, Krankheitssymptome oder Bakterienpopulationen in Wirtspflanzen zu reduzieren.. 

Sie weisen auch auf mehrere Wissenslücken hin, wie z. B. begrenzte Feldstudien (d. h. auf landwirtschaftlichen Flächen), Variabilität Natürliche Variationen, die zwischen Mitgliedern eine Population, im Zeitverlauf oder in verschiedenen geografischen Regionen beobachtet werden; z.B. individuelle Variationen hinsichtlich der Empfindlichkeit gegenüber einem bestimmten giftigen chemischen Stoff. im Versuchsaufbau und einen Mangel Fehlen eines notwendigen Faktors, beispielsweise in der Ernährung oder der Umwelt, das sich schädlich auf das Wachstum eines Organismus auswirkt an Daten über die Auswirkungen der Behandlungen auf die Übertragung von Krankheitserregern.

Die beiden Entwürfe wissenschaftlicher Gutachten

Antonio Vicent Civera, Vorsitzender des EFSA-Gremiums für Pflanzengesundheit, erklärte: „Diese neuen Analysen bieten einen aktuellen und umfassenden Überblick über die verfügbaren Erkenntnisse zu Strategien zur Vektorkontrolle und zum Management bei Pflanzen und stärken damit die wissenschaftliche Grundlage für künftige Entscheidungen zu Xylella fastidiosa.“

Der erste Entwurf präsentiert eine globale systematische Überprüfung und Metaanalyse Statistische Methode, welche die Zusammenfassung von Ergebnissen ähnlicher Studien zur Ermittlung signifikanter Tendenzen ermöglicht direkter Vektorkontrollmaßnahmen, die alle bekannten xylemfressenden Insektenarten (d. h. Insekten, die sich vom wasserleitenden Gewebe einer Pflanze ernähren) abdeckt, die für die Übertragung von Xylella fastidiosa relevant sind.

Der zweite Entwurf aktualisiert die Bewertung der Bekämpfungsmaßnahmen bei Pflanzen aus dem Jahr 2019 und fügt weitere Optionen zur Risikominderung hinzu, wobei aktuelle Daten zu chemischen, biologischen und agronomischen Behandlungen lebender Pflanzen sowie Ergebnisse aus In-vitro-Studien zusammengestellt und kritisch bewertet werden.

Öffentliche Konsultation und nächste Schritte

Beide Gutachten stehen bis zum 10. April 2026 zur öffentlichen Konsultation offen, wobei Interessengruppen, Forscher und Bürger eingeladen sind, wissenschaftliches Feedback zu geben. Nach Abschluss der Konsultation wird die EFSA die relevanten Beiträge prüfen und in die endgültige Fassung jedes Gutachtens einfließen lassen. Parallel dazu bereitet die EFSA eine Aktualisierung ihres wissenschaftlichen Gutachtens von 2019 zu Xylella fastidiosa vor, das Mitte 2026 einer öffentlichen Konsultation unterzogen wird.

Die abgeschlossenen Bewertungen werden die Arbeit der Mitgliedstaaten und der Europäischen Kommission im Hinblick auf eine mögliche Überprüfung der aktuellen EU-Pflanzengesundheitsmaßnahmen gegen Xylella fastidiosa unterstützen.

Die Europäische Konferenz zu Xylella wird einen weiteren Beitrag zur breiteren wissenschaftlichen Diskussion und zum politischen Prozess leisten. Die Anmeldung ist bis zum 23. März 2026 möglich.

Hinweise für die Redaktion

Xylella fastidiosa ist ein pflanzenpathogenes Bakterium, das das Xylem Das Pflanzengewebe, das Wasser und Mineralstoffe von den Wurzeln zum Rest der Pflanze transportiert vieler Nutzpflanzen und Bäume befällt, darunter Oliven, Weinreben und Mandeln. Es wird durch xylemfressende Insekten wie Spuckwanzen verbreitet und kann zu Blattverbrennungen, Absterben und in schweren Fällen zum Absterben der Pflanzen führen. Seit seiner ersten Entdeckung in Europa im Jahr 2013 gilt es aufgrund seines breiten Wirtspektrums und seiner potenziellen wirtschaftlichen Auswirkungen als große Gefahr Stoff oder Aktivität, der/die das Potenzial besitzt, in Lebewesen oder Umgebungen schädliche Wirkungen hervorzurufen für die Pflanzengesundheit.

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