EFSA gibt Update zum weiteren Vorgehen bei der Sicherheitsbewertung von Ziegenfleisch und -produkten im Hinblick auf BSE/TSE
Das Wissenschaftliche Gremium für biologische Gefahren (BIOHAZ-Gremium) der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) gab heute ein Update über seine Pläne, mögliche Risiken, die im Zusammenhang mit dem Verzehr von Ziegenfleisch auftreten können, abzuschätzen. Das BIOHAZ-Gremium hat daran gearbeitet, nachdem eine Forschungsgruppe in Frankreich einen Verdacht auf BSE (Bovine Spongiforme Enzephalopathie) bei einer Ziege geäußert hatte. Dieser Verdacht wurde heute vom Gemeinschaftlichen Referenzlabor (CRL - Community Reference Laboratory) bestätigt.
Am 26. November 2004 veröffentlichte die EFSA eine Stellungnahme zur Sicherheit von Ziegenmilch und daraus hergestellten Produkten in Bezug auf mögliche BSE/TSE-Risiken (Transmissible Spongiform Encephalopathy) (Statement on BSE/TSE and the health risks of the consumption of milk and milk derived products from goats by the Scientific Panel on biological hazards). Das BIOHAZ-Gremium bestätigte heute nochmals, dass es angesichts der großen Informationslücken in diesem Stadium nicht möglich sei, die BSE-Risiken im Zusammenhang mit dem Verzehr von Ziegenfleisch zu quantifizieren. Das Gremium betonte, dass die Signifikanz dieses Einzelfalls einer BSE-Infektion bei einer Ziege in Frankreich erst bewertet werden müsse. Dazu seien aber die Ergebnisse des von der Europäischen Kommission eingerichteten verstärkten Monitorings unabdingbar. Das BIOHAZ-Gremiums kann nur dann eine quantitative Risikobewertung Spezialgebiet der angewandten Wissenschaften, in dem wissenschaftliche Daten und Studien ausgewertet werden, um die mit bestimmten Gefahren einhergehenden Risiken zu beurteilen. Dies umfasst vier Schritte: Gefahrenidentifizierung, Gefahrencharakterisierung, Expositionsabschätzung und Risikocharakterisierung durchführen, wenn die Monitoring-Ergebnisse sowie weitere experimentelle und epidemiologische Daten zur Verfügung stehen. Der Arbeitserfolg des Gremiums hängt im Wesentlichen auch von dem Zugriff auf unveröffentlichte Ergebnisse aus den EU-Mitgliedstaaten und Drittländern ab. Die EFSA wird die Fortschritte mit Mitgliedern des Beirats auf einer für nächste Woche anberaumten Sitzung erörtern, nachdem diese im November 2004 aufgerufen worden waren, Daten zur Verfügung zu stellen. Das BIOHAZ-Gremium rechnet damit, weitere Empfehlungen in Bezug auf die Sicherheit von Ziegenfleisch und –produkten bis Juli 2005 zur Verfügung stellen zu können.
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