61. Verwaltungsratssitzung: EFSA-Verwaltungsrat zieht Bilanz über bisherige Umsetzung seiner Empfehlungen und erörtert Fahrplan für wissenschaftliche ZusammenarbeitZusammenarbeit – Audio-Webcast verfügbar
Die Mitglieder des Verwaltungsrats der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit besprachen die Fortschritte, die die EFSA, dank einer Reihe von Projekten und Initiativen, im Hinblick auf die Empfehlungen gemacht hat, welche der Verwaltungsrat als Orientierungshilfe für die Entwicklung der Behörde in den kommenden Jahren ausgesprochenen hatte.
Außerdem diskutierte der Verwaltungsrat den vorgeschlagenen Fahrplan zur wissenschaftlichen Zusammenarbeit, der einen Überblick über künftige EFSA-Aktivitäten mit den Mitgliedstaaten und weiteren Partnern, wie EU-Agenturen und -Einrichtungen, sowie mit internationalen Organisationen und Risikobewertungsstellen in Drittländern enthält. Der Fahrplan umfasst auch ein Mehrjahresprogramm für die internationale Zusammenarbeit.
Die Verwaltungsratsmitglieder hatten ihre Empfehlungen im Dezember 2012 im Nachgang zur zweiten externen Bewertung der EFSA und Beratungen mit institutionellen Partnern und Interessengruppen verabschiedet. Die vom Verwaltungsrat empfohlenen Maßnahmen betrafen vorrangig vier Bereiche: die Sicherstellung der langfristigen Nachhaltigkeit der Organisation; die Stärkung von Vertrauen durch mehr Transparenz und Offenheit; den weiteren Ausbau der EU-Risikobewertungskapazitäten; sowie die Erhöhung von Klarheit und Verständlichkeit der Kommunikation seitens der EFSA. Diese Empfehlungen flossen auch in das vom Verwaltungsrat im vergangenen Dezember verabschiedete Einheitliche Programmplanungsdokument der EFSA ein.
Fortschritte wurden im Rahmen einer Reihe von Initiativen zur Verbesserung der langfristigen Nachhaltigkeit der EFSA erzielt, insbesondere bei der Effizienzsteigerung und Prioritätensetzung mit dem Ziel, den Arbeitsschwerpunkt auch weiterhin auf Fragen der öffentlichen Gesundheit und neu auftretende Risiken zu legen. In diesem Zusammenhang ist beispielsweise die Umstrukturierung der Abteilungen Risikobewertung und wissenschaftliche Unterstützung (RASA) sowie Wissenschaftsstrategie und Koordination (SCISTRAT) zu nennen.
Daneben ist die EFSA mit der Erarbeitung eines Fahrplans (Roadmap) für die wissenschaftliche Zusammenarbeit befasst, der das weitere Vorgehen beim Ausbau der Kooperationen mit anderen EU- und nationalen Behörden sowie der Entwicklung einer gemeinsamen Risikobewertungsagenda auf EU-Ebene festlegen soll.
„Grundsätzlich gibt es breite Unterstützung für diesen Ansatz. Wir müssen noch die richtige Balance finden, aber es liegt auf der Hand, dass bei Schlüsselthemen ein großes Potenzial zur Bündelung von Ressourcen besteht“, so die Verwaltungsratsvorsitzende, Sue Davies.
Darüber hinaus diskutierte der Verwaltungsrat ein Mehrjahresprogramm für die internationale Zusammenarbeit, das neben anderen Fragen auch gemeinsame globale Herausforderungen berücksichtigt, mit denen sich Risikobewertungsstellen mit ähnlichem Aufgabengebiet wie die EFSA auseinandersetzen müssen, wie begrenzte Risikobewertungskapazitäten und -erfahrungen, Budgetbeschränkungen, wissenschaftliche Kompetenz und Unabhängigkeit.
Das Programm wurde im Rahmen eingehender Gespräche mit dem Wissenschaftlichen Ausschuss der EFSA, dem Beirat der Behörde, der Konsultationsplattform für Interessengruppen sowie EFSA-Mitarbeitern entwickelt und konzentriert sich auf drei Hauptziele: Unterstützung der EU bei ihren internationalen Verpflichtungen; Unterstützung der EFSA-Wissenschaftsstrategie, einschließlich der Entwicklung und Harmonisierung von Methoden und Ansätzen zur Risikobewertung; sowie Förderung von Kohärenz bei der Risikokommunikation und Aufklärung über die Tätigkeit der EFSA auf internationaler Ebene.
Zu den weiteren laufenden Projekten und Maßnahmen zählt auch die Transparenz-Initiative der EFSA, die bereits Thema einer Interessengruppen-Konferenz im Oktober 2013 war. Für den Entwurf eines Diskussionspapiers zu dieser Initiative ist eine öffentliche Konsultation geplant. Außerdem überarbeitet die EFSA derzeit die Durchführungsbestimmungen zu ihren Unabhängigkeitsrichtlinien, die in den kommenden Wochen veröffentlicht werden sollen.
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