58. Verwaltungsratssitzung: EFSA-Verwaltungsrat ernennt Bernhard Url zum Kommissarisch Geschäftsführenden Direktor und berät über Mehrjahresplan
Der Verwaltungsrat der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat Bernhard Url zum Kommissarisch Geschäftsführenden Direktor der Behörde ernannt. Dr. Url war im Juli zum Stellvertretenen Geschäftsführenden Direktor berufen worden und nahm diese Funktion seit dem Rücktritt von Catherine Geslain-Lanéelle am 1. September 2013 wahr.
Der Verwaltungsrat diskutierte ferner ein Diskussionspapier mit strategischen Überlegungen im Hinblick auf den dreijährigen fortlaufenden Mehrjahresplan (2014-2016), zu dem der Verwaltungsrat bei seiner letzten Sitzung im Juni Empfehlungen ausgesprochen hatte. Der Plan wird aktualisiert und dem Verwaltungsrat auf seiner nächsten Sitzung im Dezember zur Annahme vorgelegt werden.
Dr. Url, der im Juni 2012 als Direktor für Risikobewertung und wissenschaftliche Unterstützung zur EFSA kam, übernimmt nun die Aufgaben des Geschäftsführenden Direktors der EFSA, solange bis nach Abschluss eines von der Europäischen Kommission einzuleitenden Auswahlverfahrens ein dauerhafter Nachfolger berufen wird.
Dr. Url ist ausgebildeter Tierarzt und war fast zehn Jahre Geschäftsführer der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES), wo er sich mit einer Vielzahl unterschiedlicher Bereiche der Lebensmittelsicherheit befasste sowie einen reibungslosen Betrieb und eine effektive Risikokommunikation in Krisenzeiten sicherstellte. Die AGES vertritt Österreich auch im Beirat der EFSA. Von 2008 bis März 2012 war Dr. Url darüber hinaus Mitglied des Verwaltungsrats der EFSA.
„Gerne bestätige ich hiermit, dass der Verwaltungsrat kraft seiner Befugnis zur Ernennung des Geschäftsführenden Direktors, und basierend auf den von uns vereinbarten Kriterien, Bernhard Url zum Kommissarisch Geschäftsführenden Direktor ernannt hat,“ so die Vorsitzende des Verwaltungsrats, Sue Davies.
Die Europäische Kommission wird in Kürze einen Aufruf zur Besetzung der vakanten Position des Geschäftsführenden Direktors der EFSA veröffentlichen und dem Verwaltungsrat zu gegebener Zeit eine Bewerberliste vorlegen. Vor der Ernennung wird der vom Verwaltungsrat benannte Kandidat aufgefordert, vor dem Europäischen Parlament eine Erklärung abzugeben und Fragen der Abgeordneten zu beantworten.
Die Mitglieder des Verwaltungsrats nutzten die Gelegenheit, um ihre Unterstützung für die EFSA, deren externe Sachverständige sowie die Unabhängigkeitsrichtlinien der EFSA auszudrücken, nachdem vor kurzem ein kritischer Bericht einer Nichtregierungsorganisation veröffentlicht worden war. Die Mitglieder erinnerten daran, dass im vergangenen Jahr der Europäische Rechnungshof die Richtlinien der EFSA im Vergleich zu anderen EU-Agenturen als mit die ausgereiftesten beschrieben hatte, und bezeichneten die jüngsten Angriffe als ungerechtfertigt.
Die Verwaltungsratsmitglieder erörterten außerdem ein Diskussionspapier im Hinblick auf die Fertigstellung des EFSA-Mehrjahresplans (MultiAnnual Plan – MAP), der eine Reihe strategischer Ziele sowie Empfehlungen des Verwaltungsrats vom Dezember 2012 berücksichtigt, die auf den Ergebnissen der zweiten externen Bewertung der EFSA beruhen. Die Empfehlungen zielen darauf ab, die Entwicklung der EFSA in den kommenden Jahren in Richtung einer nachhaltigeren, effizienteren und noch vertrauenswürdigeren Organisation zu steuern.
Der Mehrjahresplan wird in die umfassendere Überarbeitung der institutionellen Strategie der EFSA (2009-2013) einfließen, die für den Zeitraum 2014-2018 unter Verantwortung des neu zu ernennenden Geschäftsführenden Direktors neu festgelegt werden und sich am kommenden mehrjährigen EU-Finanzrahmen orientieren wird.
Die EFSA reagierte auch auf die Forderung des Verwaltungsrats, die strategische und operative Planung zu vereinfachen und die strategischen Dokumente für die Haupttätigkeitsbereiche der EFSA (Wissenschaft, Kommunikation, IT und Humankapital) in einer einzigen übergreifenden EFSA-Strategie zusammenzuführen und aufeinander abzustimmen. Die neue EFSA-Strategie wird sich voraussichtlich über einen sechsjährigen Zeitraum – von der letzten bis zur nächsten externen Bewertung – erstrecken.
Die neue EFSA-Strategie soll durch operative „Fahrpläne“ (Roadmaps) für die wichtigsten Tätigkeitsbereiche ergänzt werden, welche die wesentlichen Zielsetzungen und Initiativen im Einklang mit den strategischen Zielen der EFSA ausführlicher darlegen. Die Zielvorgaben für den Bereich Wissenschaft etwa umfassen: die Erstellung eines mehrjährigen EU-Risikobewertungsprogramms; die Optimierung der Aufgabenverteilung zwischen Sachverständigen, Mitarbeitern und sonstigen Partnern im Rahmen der Risikobewertung; die Definition der internationalen Rolle der EFSA und den Ausbau ihres Rufs als Referenzstelle für die Risikobewertung; die Erhöhung der Nützlichkeit und Zweckmäßigkeit der wissenschaftlichen Beratung der EFSA; sowie die Stärkung des Vertrauens in die Arbeit der EFSA.
Die Umsetzung des EFSA-Strategie und der operativen Fahrpläne wird unterstützt durch den dreijährigen fortlaufenden Mehrjahresplan, der jedes Jahr entsprechend dem jährlichen Haushalts- und Planungs-Zyklus aktualisiert werden wird.
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- Strategic considerations and multiannual planning
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