55. Verwaltungsratssitzung: Verwaltungsrat der EFSA verabschiedet Empfehlungen zur externen Bewertung sowie Entwürfe des Management- und Haushaltsplans für 2013 – Audio-Webcast verfügbar | Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit Direkt zum Inhalt

55. Verwaltungsratssitzung: Verwaltungsrat der EFSA verabschiedet Empfehlungen zur externen Bewertung sowie Entwürfe des Management- und Haushaltsplans für 2013 – Audio-Webcast verfügbar

Die Mitglieder des Verwaltungsrats der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit haben im Nachgang zur zweiten unabhängigen externen Bewertung der Behörde eine Reihe von Empfehlungen verabschiedet, die sicherstellen sollen, dass die EFSA die Art und Weise, in der sie ihren Zuständigkeiten im Hinblick auf die Bereitstellung unabhängiger und hochwertiger wissenschaftlicher Beratung für politische Entscheidungsträger in der gesamten Europäischen Union nachkommt, weiter verbessert.

In seiner Sitzung in Parma nahm der Verwaltungsrat den Entwurf des Managementplans der EFSA für 2013 sowie den Entwurf des Haushaltsplans 2013 an. Letzterer umfasst 78,05 Mio. EUR.

Die EFSA wird die Planung ihrer wissenschaftlichen Zusammenarbeit überdenken, um – im Einklang mit ihrer Wissenschaftsstrategie – zu einem stärker strategisch ausgerichteten und mehrjährigen Ansatz zu gelangen. Der für Zuschüsse zu wissenschaftlichen Projekten und Ausschreibungen vorgesehene Anteil des Haushalts erhöht sich 2013 um 1,3 Mio. EUR auf 10,5 Mio. EUR, wodurch die Zusammenarbeit der EFSA mit wissenschaftlichen Einrichtungen in den Mitgliedstaaten weiter gefördert werden soll. Außerdem diskutierte der Verwaltungsrat im Anschluss an eine Überprüfung von Wirkungsindikatoren Vorschläge zur verbesserten Messung der Auswirkung auf die öffentliche Gesundheit in der EU, darunter eine engere Zusammenarbeit der EFSA mit wichtigen Interessengruppen.

Nach Vorstellung des Fortschrittsberichts der EFSA durch die Geschäftsführende Direktorin Catherine Geslain-Lanéelle erörterte der Verwaltungsrat die Frage langfristiger Fütterungsversuche zu GVO, und die EFSA schlug vor, mögliche Lösungswege zur Deckung von Forschungslücken in diesem Bereich mit der Europäischen Kommission weiter zu diskutieren.

„Die EFSA regt an, dass die Europäische Kommission über das Rahmenprogramm der GD Forschung Mittel für Forschungsprojekte zur Verfügung stellt, die sich mit Fragen der Risikobewertung befassen, einschließlich solcher zu langfristigen Fütterungsversuchen. Im Rahmen unserer fortwährenden Verpflichtung, die Forschung voranzubringen, übernimmt die EFSA in Abstimmung mit den zuständigen Generaldirektionen der Europäischen Kommission eine führende Rolle dabei sicherzustellen, dass diese Initiative weiter voran getrieben wird“, so Geslain-Lanéelle.

Bezüglich der externen Bewertung durch das internationale Beratungsunternehmen Ernst & Young hielt der Verwaltungsrat fest, dass dem Ergebnisbericht zufolge die EFSA ihren Auftrag erfülle und in unabhängiger und transparenter Weise hochwertige wissenschaftliche Beratung zur Unterstützung der europäischen Gesetzgebung im Lebens- und Futtermittelbereich leiste.

Der Verwaltungsrat berücksichtigte Ansichten, die aus Beratungen mit dem Wissenschaftlichen Ausschuss der EFSA, Vertretern der Mitgliedstaaten im Beirat, der Konsultationsplattform der EFSA für Interessengruppen und EFSA-Mitarbeitern hervorgingen, sowie Diskussionen über die Bewertung, die während der am 13. November 2012 von der EFSA und der Generaldirektion Gesundheit und Verbraucherschutz der Europäischen Kommission gemeinsam veranstalteten hochrangigen Konferenz geführt wurden.

Der Verwaltungsrat ermittelte vier vorrangige Bereiche für weitere Maßnahmen und verabschiedete eine Reihe von Empfehlungen. Diese betreffen u.a.:

  • die Sicherstellung der langfristigen Nachhaltigkeit der Tätigkeit der EFSA, z.B. durch die Optimierung der Rollenverteilung zwischen Sachverständigen, Mitarbeitern und anderen Partnern/Organisationen im Rahmen der Risikobewertung;
  • die Stärkung des Vertrauens, indem auch weiterhin Unabhängigkeit gewährleistet wird sowie die Transparenz und Offenheit der wissenschaftlichen Arbeit der Behörde kontinuierlich erhöht werden, z.B. durch die Öffnung von Gremiensitzungen für Beobachter; der Verwaltungsrat empfiehlt ferner, dass die Europäische Kommission eine stärkere Beteiligung anderer EU-Einrichtungen und Interessengruppen an der Ausarbeitung und Formulierung von Ersuchen um wissenschaftliche Beratung durch die EFSA erwägen sollte;
  • den weiteren Ausbau der EU-Risikobewertungskapazitäten durch verstärkte Zusammenarbeit mit den Mitgliedstaaten, der Europäischen Kommission und anderen EU-Agenturen bei der Planung der Arbeit der EU sowie durch verbesserte Prioritätensetzung und effizienteren Ressourceneinsatz; zu diesem Zweck wird die EFSA, ausgehend von den wissenschaftlichen Anforderungen der Mitgliedstaaten und der Behörde, strategische Bereiche für mehrjährige Investitionen in die wissenschaftliche Zusammenarbeit ermitteln;
  • die Erhöhung von Klarheit und Verständlichkeit der kommunikativen Botschaften der EFSA und Bemühung um ein besseres Verständnis der öffentlichen Wahrnehmung in Bezug auf die Unabhängigkeit der wissenschaftlichen Beratung durch die Behörde sowie die Intensivierung des Dialogs mit Interessenvertretern hinsichtlich der Maßnahmen zur Gewährleistung der Unabhängigkeit der wissenschaftlichen Arbeit der EFSA.

„Natürlich kann die EFSA einige der Empfehlungen nicht allein umsetzen, sondern muss mit der Europäischen Kommission, den EU-Organen und -Einrichtungen einschließlich der Agenturen, den Mitgliedstaaten und anderen wichtigen Interessengruppen zusammenarbeiten“, so die Vorsitzende des Verwaltungsrats Sue Davies.

„Der Verwaltungsrat ist sich bewusst, dass die Aufgaben der EFSA sich seit der letzten Bewertung weiterentwickelt haben. Die Behörde ist gereift, und die an sie gerichteten Beratungsersuchen sind komplexer geworden und erfordern oft ein multidisziplinäres Vorgehen über verschiedene wissenschaftliche Bereiche hinweg.“

„Vor diesem Hintergrund muss die EFSA größeres Gewicht auf die Priorisierung und Vorausplanung mit ihren Partnern legen und dabei sicherstellen, dass sie auch weiterhin ihrer Verpflichtung nachkommt, Unabhängigkeit zu gewährleisten und die Transparenz des wissenschaftlichen Risikobewertungsprozesses zu stärken“, so Davies weiter.

Der Verwaltungsrat kündigte an, die Umsetzung der Empfehlungen im Verlauf des Planungs- und Managementzyklus zu überwachen.

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E-Mail: Press [at] efsa.europa.eu

Audiocast and documents


Soundcloud URL
  1. 2. Welcome by the Chair and Adoption of the draft agenda
  2. Executive Director’s progress report
  3. EFSA’s external evaluation and recommendations from the Management Board
  4. Draft Management Plan 2013 and Draft Budget and Establishment Plan 2013
  5. Horizon 2020
  6. Appointment of some members of the Panels on ANS and CEF
  7. Report on EFSA’s impact indicators
  8. 2012 Budget execution and transfers
  9. Feedback from the Audit Committee
  10. New Financial Regulations
  11. AOB

 

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