Umweltrisikobewertung: dringender Harmonisierungsbedarf

In verschiedenen wissenschaftlichen Bereichen besteht ein dringender Bedarf zur Harmonisierung der Umweltverträglichkeitsprüfung.

So lautet das Fazit eines Symposiums über die Zusammenarbeit von Risikobewertern und Risikomanagern zum Thema Umweltschutzziele, das vom norwegischen Wissenschaftlichen Ausschuss für Lebensmittel und Umwelt (VKM) und der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) ausgerichtet wurde.

Leitlinien zu Schutzzielen

Die EFSA präsentierte auf dem Symposium ihre Leitlinien zu spezifischen Schutzzielen für die Bewertung von Umweltrisiken. Die Leitlinien sollen – ausgehend vom Konzept der Ökosystemdienstleistungen und unabhängig vom zu bewertenden Organismus oder regulierten Produkt – einen harmonisierten methodischen Rahmen für die Ableitung praxisorientierter, spezifischer Umweltschutzziele bieten.

Kernbotschaften

  • Das Konzept der Ökosystemdienstleistungen wurde als geeignetes Instrument zur Ableitung spezifischer Umweltschutzziele angesehen; Risikomanager und Risikobewerter benötigen jedoch eingehendere Kenntnisse über Ökosystemdienstleistungen.
  • Risikomanager und Risikobewerter müssen besser miteinander kommunizieren; dabei sollte der Schwerpunkt auf Zusammenarbeit, Diskussion, Dialog und gemeinsamen Projekten liegen.
  • Schutzziele sind von den Risikomanagern genauer zu definieren.

Zusammenfassender Bericht

Ein zusammenfassender Bericht mit sämtlichen Präsentationen, Diskussionen und Empfehlungen des Symposiums, das im Oktober 2017 in Oslo stattfand, ist ab sofort verfügbar.

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