EFSA ergänzt Arbeiten zur kumulativen Risikobewertung

Im Rahmen ihrer laufenden Arbeiten auf dem Gebiet der kumulativen Risikobewertung (Cumulative Risk Assessment – CRA) von Pestizidrückständen in Lebensmitteln stellt die EFSA ihre Schlussfolgerungen zur Relevanz unterschiedlicher Wirkungsweisen vor. Das wissenschaftliche Gutachten der Behörde ergänzt die bisherigen Arbeiten zur Entwicklung einer Methodik für die Ermittlung und Gruppierung von Pestiziden, die in einem bestimmten Organ oder System (z.B. dem zentralen Nervensystem oder der Schilddrüse) ähnliche toxikologische Eigenschaften zeigen.

In dem Gutachten zur Relevanz unterschiedlicher Wirkungsweisen sowie den daraus resultierenden Implikationen für den kumulativen Risikobewertungsansatz kommt das Gremium für Pflanzenschutzmittel und ihre Rückstände (PPR) zu folgenden Schlussfolgerungen:

  • Das Konzept der Dosisaddition sollte als eine Möglichkeit zur Bewertung der kombinierten Toxizität von Gemischen verwendet werden, die Stoffe mit unterschiedlicher Wirkungsweise enthalten. Dosisaddition bedeutet, dass jeder chemische Stoff unabhängig von seiner Konzentration immer zur Gesamttoxizität des Gemischs beiträgt.
  • In der Risikobewertungspraxis sollten Stoffe, die im gleichen Organ oder Organsystem dieselben negativen Folgen bewirken, in kumulative Bewertungsgruppen (Cumulative Assessment Groups – CAGs) zusammengefasst werden.