EFSA ergänzt Arbeiten zur kumulativen Risikobewertung
Im Rahmen ihrer laufenden Arbeiten auf dem Gebiet der kumulativen Risikobewertung Spezialgebiet der angewandten Wissenschaften, in dem wissenschaftliche Daten und Studien ausgewertet werden, um die mit bestimmten Gefahren einhergehenden Risiken zu beurteilen. Dies umfasst vier Schritte: Gefahrenidentifizierung, Gefahrencharakterisierung, Expositionsabschätzung und Risikocharakterisierung (Cumulative Risk Assessment – CRA) von Pestizidrückständen in Lebensmitteln stellt die EFSA ihre Schlussfolgerungen zur Relevanz unterschiedlicher Wirkungsweisen vor. Das wissenschaftliche Gutachten der Behörde ergänzt die bisherigen Arbeiten zur Entwicklung einer Methodik für die Ermittlung und Gruppierung von Pestiziden, die in einem bestimmten Organ oder System (z.B. dem zentralen Nervensystem oder der Schilddrüse) ähnliche toxikologische Eigenschaften zeigen.
In dem Gutachten zur Relevanz unterschiedlicher Wirkungsweisen sowie den daraus resultierenden Implikationen für den kumulativen Risikobewertungsansatz kommt das Gremium für Pflanzenschutzmittel und ihre Rückstände (PPR) zu folgenden Schlussfolgerungen:
- Das Konzept der Dosisaddition Verfahren zur Ermittlung des Ansprechens von Organismen auf ein Gemisch chemischer Stoffe mit ähnlicher Toxizität. Dabei werden die Einzelwirkungen addiert, um die wahrscheinlichen Auswirkungen der Mischung insgesamt vorherzusagen sollte als eine Möglichkeit zur Bewertung der kombinierten Toxizität Potenzial eines Stoffs, einem lebenden Organismus zu schaden von Gemischen verwendet werden, die Stoffe mit unterschiedlicher Wirkungsweise Mittels Forschung identifizierte Abfolge von Ereignissen, die eine beobachtete Wirkung erklärt enthalten. Dosisaddition bedeutet, dass jeder chemische Stoff unabhängig von seiner Konzentration immer zur Gesamttoxizität des Gemischs beiträgt.
- In der Risikobewertungspraxis sollten Stoffe, die im gleichen Organ oder Organsystem dieselben negativen Folgen bewirken, in kumulative Bewertungsgruppen (Cumulative Assessment Groups – CAGs) zusammengefasst werden.