EFSA wird neueste Berichte über Bisphenol A auswerten
Die Europäische Kommission hat die EFSA ersucht, zwei Berichte über Bisphenol A zu überprüfen, die kürzlich von der französischen Behörde für Ernährungssicherheit, Umwelt- und Arbeitsschutz (Anses) veröffentlicht wurden. In enger Abstimmung mit Anses wird die EFSA die Berichte im Hinblick auf ihre frühere Risikobewertung auswerten und die zugrundeliegenden Gründe für eventuell abweichende Ansichten hinsichtlich der potenziellen gesundheitlichen Auswirkungen von Bisphenol A sorgfältig prüfen. Die abschließenden Ergebnisse dieser Arbeit werden der Europäischen Kommission bis Ende November 2011 vorgelegt werden.
Die Europäische Kommission hat die EFSA ersucht, die Ergebnisse der Anses-Berichte auszuwerten und die möglichen Auswirkungen auf die früheren wissenschaftlichen Empfehlungen der EFSA zu Bisphenol A zu bewerten, die im September 2010 veröffentlicht wurden[1].
Zur beratenden Unterstützung dieser Arbeit werden Wissenschaftler der EFSA und von Anses im Oktober zusammenkommen, um u.a. folgende Themen zu erörtern: die in den Berichten angewandten Forschungsmethoden; die Auswahlkriterien für die analysierten Studien; sowie bestehende Ungewissheiten hinsichtlich der Befunde. Die beiden Behörden werden gemeinsam einen Bericht über die Ergebnisse der Beratungen erstellen, einschließlich aller potenzieller Bereiche, in denen ihre jeweiligen wissenschaftlichen Arbeiten zu Bisphenol A voneinander abweichen.
Auf ihrer Plenarsitzung am 20.-22. November 2011 werden die wissenschaftlichen Sachverständigen des EFSA-Gremiums für Materialien, die mit Lebensmitteln in Berührung kommen, Enzyme, Aromastoffe und Verarbeitungshilfsstoffe (CEF) die für die Anses-Berichte angewandten Methoden sowie die verwendeten Daten überprüfen und mögliche Auswirkungen auf die früheren Empfehlungen der EFSA bewerten.
Die EFSA behält die jüngsten Informationen zu Bisphenol A genau im Auge. Um Zugang zu den allerneuesten Daten zu haben, besteht ein spezieller Vertrag zwischen der Behörde und der Universität von Parma über das kontinuierliche Screening und Überwachen der wissenschaftlichen Literatur zu Bisphenol A.
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