EFSA veröffentlicht Bewertungen des geografischen BSE-Risikos (GBR) für Australien, Kanada, Mexiko, Norwegen, Südafrika, Schweden und die Vereinigten Staaten von Amerika

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) veröffentlichte heute sieben wissenschaftliche Berichte über das geografische BSE-Risiko (Bovine Spongiforme Enzephalopathie-Risiko) (GBR) für Australien, Kanada, Mexiko, Norwegen, Südafrika, Schweden und die Vereinigten Staaten von Amerika. Während das GBR für Australien weiterhin Stufe I bleibt (d. h. das Vorkommen von BSE bei inländischen Rindern ist höchst unwahrscheinlich), wurde das GBR für Norwegen auf Stufe II (d.h. das Vorkommen von BSE ist unwahrscheinlich, kann aber nicht ausgeschlossen werden) angehoben. Schweden bleibt auf GBR Stufe II und das GBR von Kanada und den Vereinigten Staaten wird nach einer neuen Bewertung, bei der die jüngsten Erkenntnisse berücksichtigt wurden, auf Stufe III (d.h. das Vorkommen von BSE ist wahrscheinlich, aber nicht bestätigt bzw. auf niedrigerem Level bestätigt) angehoben. Die EFSA-Arbeitsgruppe wissenschaftlicher Sachverständiger für die Bewertung des geografischen BSE-Risikos evaluierte darüber hinaus den Status von Mexiko und Südafrika, die beide mit Stufe III bewertet wurden.

Die EFSA wurde 2003 von der Europäischen Kommission (EC) gebeten, das geografische BSE-Risiko (Bovine Spongiforme Enzephalopathie-Risiko) (GBR) für 13 Länder neu zu bewerten: Australien, Botswana, Kanada, Costa Rica, El Salvador, Nicaragua, Namibia, Norwegen, Mexiko, Panama, Swasiland, Schweden und die Vereinigten Staaten. Auch wenn die Europäische Kommission EFSA nicht ausdrücklich um eine Begutachtung des BSE-Auftretens in Südafrika gebeten hatte, beschloss die Arbeitsgruppe, auf eigene Initiative eine Risikobewertung für dieses Land durchzuführen, um eine aussagekräftige Beurteilung der drei anderen Länder in der südafrikanischen Region, für die eine GBR-Bewertung angefordert wurde (d. h. Botswana, Namibia, Swasiland) zu ermöglichen. Die EFSA-Arbeitsgruppe wissenschaftlicher Sachverständiger für die Bewertung des GBR hat diese Bewertungen in Bezug auf Australien, Kanada, Mexiko, Norwegen, Südafrika, Schweden und die Vereinigten Staaten von Amerika mittlerweile abgeschlossen. Die GBR-Bewertungen für die noch verbleibenden Länder werden bis Ende 2004 fertiggestellt sein.

Bei den GBR-Bewertungen folgte die GBR-Arbeitsgruppe der EFSA der Methode, die von dem früheren Wissenschaftlichen Lenkungsausschuss der GD Gesundheit und Verbraucherschutz (DG SANCO) der Europäischen Kommission entwickelt und in dessen abschließendem Gutachten zur GBR-Bewertung beschrieben ist . Die heute veröffentlichten Risikobewertungen basieren auf aktuellen Daten, die von den betroffenen Ländern vorgelegt wurden, sowie auf anderen Datenquellen (d.s. Eurostat und Exportdaten der Länder) und decken den Zeitraum von 1980 bis 2003 ab.

GBR-Stufe Wahrscheinlichkeit eines oder mehrerer mit dem BSE-Erreger infizierter Rinder (klinisches oder vorklinisches Stadium) in einer geografischen Region/einem Land GBR des Landes/der Region
aktueller Status
(bisheriger Status)
I Höchst unwahrscheinlich Australien (I)
II Unwahrscheinlich, aber nicht ausgeschlossen Norwegen (I), Schweden (II)
III Wahrscheinlich, aber nicht bestätigt oder auf niedrigerer Ebene bestätigt Kanada (II), Mexiko (N/A), Südafrika (N/A), USA (II)
IV Auf höherer Ebene bestätigt  

N/A= nicht zutreffend, d. h. keine frühere Bewertung

Preliminary-opinion on a method to assess the geographical BSE-Risk of Countries or Regions (adopted on 10 December 1998).

Final opinion on the Geographical Risk of Bovine Spongiform Encephalopathy (GBR) (Adopted on 6 July 2000).  (PDF)

Updated opinion on the Geographical Risk of Bovine Spongiform Encephalopathy (GBR) (adopted on 11 January 2002). (PDF)

Notes to editors

Das geografische BSE-Risiko (GBR) ist ein qualitativer Indikator dafür, wie wahrscheinlich es ist, dass es in einem Land zu einem bestimmten Zeitpunkt ein oder mehrere (vorklinisch oder klinisch) BSE-infizierte Rind(er) gibt. Wird das Auftreten von BSE-infizierten Rinder bestätigt, gibt das GBR die Größenordnung der Infektionen an.

Die GBR-Bewertungen basieren auf Daten, die von den betroffenen Ländern als Antwort auf eine Empfehlung der Europäischen Kommission von 1998 vorgelegt wurden, in der die Informationsbedürfnisse für eine solche Bewertung festgeschrieben sind. Die Daten beziehen sich insbesondere auf die Einfuhr von Rindern sowie von Fleisch- und Knochenmehl aus dem Vereinigten Königreich und anderen BSE-Risikoländern, auf Verwertungsstandards für tierische Abfallprodukte, die Verwendung so genannter spezifischer Risikomaterialien (SRM), die Verfütterung von Fleisch- und Knochenmehl an Wiederkäuer usw.

Die Tabelle zeigt die aktuellen GBR-Stufen der sieben von der EFSA bisher bewerteten Länder sowie die frühere Einstufung (soweit verfügbar).

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