Rifttalfieber: Risiko ist gering, EU muss dennoch wachsam bleiben

Auch wenn das Rifttalfieber (Rift-Valley-Fieber) kein unmittelbares Risiko für die Europäische Union darstellt, sollten die EU-Behörden und die Mitgliedstaaten ihre Überwachungs- und Reaktionsfähigkeit sowie ihr wissenschaftlich-technisches Fachwissen stärken, verbessern und harmonisieren, um auf eine Einschleppung der Krankheit besser vorbereitet zu sein.
Die EU sollte auch weiterhin eng mit den Ländern Nordafrikas und des Mittleren Ostens zusammenarbeiten, um die Möglichkeit einer Ausbreitung des Rifttalfiebers über die gegenwärtigen Seuchengebiete hinaus zu beurteilen und die Entwicklung der Epidemien in anderen Ländern zu überwachen.
So lauten die hauptsächlichen Empfehlungen eines wissenschaftlichen Gutachtens der EFSA zum Risiko der Einschleppung des Rifttalfiebers nach Europa.
Das Rifttalfieber ist eine vektorübertragene Krankheit, die durch eine Vielzahl von Moskitoarten auf Tiere (Haustiere und wildlebende Wiederkäuer und Kamele) und Menschen übertragen wird. Sie ist in Subsahara-Afrika und der Arabischen Halbinsel endemisch und aufgrund jüngster Ausbrüche in einem französischen Überseedepartement und der Entdeckung seropositiver Fälle – also von Tieren mit Antikörpern gegen das Rifttalfieber in ihrem Blut, die auf eine frühere Exposition gegenüber dem Virus hindeuten – in Ländern nahe Europas stellt sich die Frage nach der Möglichkeit einer Ausbreitung auf das Gebiet der EU.
Das Gesamtrisiko einer Einschleppung der Krankheit in die EU durch den Transport erkrankter Tiere wird angesichts der strengen Richtlinien für Tiertransporte als sehr gering erachtet. Das Risiko einer Einschleppung durch den Transport erkrankter Vektoren ist ebenfalls sehr gering, selbst in den Ländern, in denen Flug- und Seeverbindungen in Seuchengebiete bestehen.
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