2. Sitzung von Vertretern des Beirats zum Thema „Pflanzengesundheit“

Vertreter der Mitgliedstaaten treffen sich in Parma zum Thema „Pflanzengesundheit“

Mit dem Thema Pflanzengesundheit vertraute Vertreter der Mitgliedstaaten, Vertreter der Europäischen Kommission und Beobachter aus Norwegen, der Türkei, Kroatien und der ehemaligen jugoslawischen Republik Mazedonien trafen sich am 20. und 21. Oktober 2009 zur zweiten Sitzung des EFSA-Beirats zum Thema „Pflanzengesundheit“. Gegenstand dieser Sitzung bildeten vor allem die Gesichtspunkte „Datenerhebung“ und „neuauftretende Risiken“ in ihren Bezügen zur Pflanzengesundheit.

Die Verfügbarkeit verwertbarer Daten waren auf der ersten Sitzung im Oktober 2008 als eine wesentliche Herausforderung im Zusammenhang mit Schadorganismus-Risikobewertungen eingestuft worden und die Teilnehmer der 2. Sitzung konnten sich nun darüber informieren, welche neuen Entwicklungen es bei der Zusammenarbeit der EFSA mit auf diesem Gebiet tätigen wissenschaftlichen Netzwerken in Europa gibt. So berichtete die EFSA etwa über mehrere auf der Basis von Artikel 36 erfolgte Aufrufe sowie über ein Kooperationsprojekt mit der Gemeinsamen Forschungsstelle (GFS) der EU-Kommission, das mit der Zielsetzung begonnen wurde, die Verfügbarkeit von Daten für laufende Arbeiten sicherzustellen und die Behörde auf mögliche Notfallsituationen vorzubereiten, in denen die schnelle Bereitstellung wissenschaftlicher Beratung erforderlich ist. Die Präsentationen auf der Tagung befassten sich mit laufenden Projekten, wie PRASSIS (der Bestandsaufnahme der Datenquellen für die Schadorganismus-Risikoanalyse), Mopest (Wissensdatenbank mit Modellen für die Schadorganismus-Epidemiologie) und ClimPest (wissenschaftlicher Rahmen für das Erstellen von Modellen zur Frage der Klimageeignetheit von Schadorganismen). Die Berichte zu diesen Projekten werden demnächst auf der EFSA-Website veröffentlicht.

Die Sitzung bot dem EFSA-Gremium für Pflanzengesundheit (PLH-Gremium) die Gelegenheit, einen Überblick über seine Aktivitäten zu geben und seine sich entwickelnde Rolle als Akteur im Rahmen des europäischen Pflanzengesundheitssystems — einschließlich der Harmonisierung der Methoden für die Schadorganismus-Risikoanalyse — zu erörtern. Die Leiterin des EFSA-Direktorats „Risikobewertung“, Riitta Maijala, fasste das Ergebnis der Sitzung so zusammen: „Wir hatten einen sehr nützlichen Gedankenaustausch. Auch wenn wir nicht auf alle Fragen, die in diesem Forum gestellt wurden, eine Antwort finden konnten, sind wir uns darin einig, dass es sehr wichtig ist, beim Erarbeiten von Lösungen eng zusammenzuarbeiten.“

Einen besonders breiten Raum bei der Sitzung nahm die Beschäftigung mit den neuauftretenden Risiken für die Pflanzengesundheit ein. Mögliche Risikoindikatoren, die Überwachung von Schadorganismen sowie verschiedene Modelle für die Einschätzung der Wahrscheinlichkeit der Festsetzung und Verbreitung neuer Schadorganismen in Europa bildeten Hauptgegenstände der Diskussion.

Das PLH-Gremium erstellt auf Ersuchen der Europäischen Kommission, des Europäischen Parlaments oder der EU-Mitgliedstaaten sowie auf eigene Initiative hin wissenschaftliche Gutachten zu Fragestellungen aus dem Bereich der Pflanzengesundheit. Die Anforderungen von wissenschaftlicher Beratung werden in jedem Fall jeweils von Aufgabenstellungen begleitet, welche die Hintergründe für die Beratungsanforderung beschreiben und Auskunft darüber geben, um welches Gemeinschaftsinteresse es jeweils geht. Die Analyse/Schadorganismus-Risikobewertung durch die EFSA beinhaltet häufig auch eine Beurteilung der Möglichkeiten für das Schadorganismus-Risikomanagement.

Dokumente

Panel

Sachverständige in den Bereichen Schädlingsrisikobewertung, Pflanzenpathologie, Epidemiologie und...