66. Verwaltungsratssitzung: Verwaltungsrat billigt öffentliche Konsultation zur EFSA-Strategie 2020 und tauscht sich über die Einbeziehung von Interessengruppen sowie die Umsetzung des Fahrplans für wissenschaftliche Zusammenarbeit aus – Audio verfügbar
Der Verwaltungsrat der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) befasste sich weiter mit der Erarbeitung der EFSA-Strategie 2020. Er befürwortete die Durchführung einer sechswöchigen öffentlichen Konsultation mit Interessengruppen zum Entwurf des Dokuments im Oktober und November 2015.
Der Vorstand tauschte sich auch über den Ansatz der EFSA zur verstärkten Einbeziehung von Interessengruppen aus und betrachtete die Fortschritte der Behörde bei der Umsetzung des vor einem Jahr verabschiedeten Fahrplans für wissenschaftliche Zusammenarbeit.
Der Entwurf der Strategie 2020 umreißt die Grundwerte, an denen sich die Arbeit der EFSA orientiert, und beschreibt die Herausforderungen und Chancen, die das Tätigkeitsumfeld der Behörde bestimmen. Das Dokument führt fünf strategische Ziele auf, nach denen sich die Behörde in den nächsten fünf Jahren ausrichten wird, und beschreibt die operativen Schritte zur Erreichung dieser Ziele basierend auf den Grundwerten der wissenschaftlichen Exzellenz, Unabhängigkeit, Offenheit, Innovation und Kooperation. Die fünf strategischen Ziele sind:
- Verstärkte Einbeziehung der Öffentlichkeit in den Prozess der wissenschaftlichen Bewertung
- Erweiterung der Evidenzbasis der EFSA und größtmöglicher Zugang zu ihren Daten
- Ausbau der EU-Kapazitäten zur wissenschaftlichen Bewertung sowie der EU-Wissensgemeinschaft
- Vorbereitung auf künftige Herausforderungen der Risikobewertung
- Schaffung eines Umfelds und einer Kultur, in denen sich die Werte der EFSA wiederfinden
Öffentliche Konsultation zur EFSA-Strategie 2020
Die Vorsitzende des Verwaltungsrats Sue Davies betonte die Bedeutung der öffentlichen Konsultation zur Strategie und erklärte: „Die EFSA-Strategie 2020 wird die Arbeit der Behörde in den nächsten fünf Jahren prägen. Sie wird helfen sicherzustellen, dass die EFSA die mit einer zunehmend komplexen Versorgungskette einhergehenden Risiken besser vorhersehen und angehen sowie ihren Beitrag zu einem hohen Schutzniveau und Vertrauen der Verbraucher leisten kann.
Mehr Transparenz und die verstärkte Einbeziehung der Interessengruppen werden entscheidend sein, um diese Ziele zu erreichen – beginnend bei der Entwicklung der Mandate und entlang des gesamten Risikobewertungsverfahrens. Es ist wichtig, dass die Interessengruppen sich an der Konsultation beteiligen und ihre Ansichten dazu beitragen, wie dies am besten erreicht werden kann.“
Die Rückmeldungen aus der öffentlichen Konsultation mit Interessengruppen werden bei der Sitzung des Verwaltungsrates im Dezember diskutiert werden. Zusammen mit einem aktualisierten Strategiepapier wird die EFSA dann einen vorläufigen Umsetzungsplan mit konkreten Maßnahmen und einer Bewertung der Realisierbarkeit jedes einzelnen Ziels vorlegen.
Einbeziehung der Interessengruppen bei den wissenschaftlichen Aktivitäten der EFSA
Der Verwaltungsrat diskutierte auch einen verbesserten Ansatz zur Einbeziehung von Interessengruppen im Rahmen der EFSA-Initiative für mehr Transparenz und Einbeziehung bei der Risikobewertung. Die EFSA fasst eine strukturiertere Einbeziehung der Interessengruppen in allen Phasen der wissenschaftlichen Risikobewertung ins Auge.
Dies soll die Einbeziehung der Interessengruppen effizienter gestalten und so zu einem umfassenderen Beitrag der Interessengruppen zu den Entscheidungsprozessen der EFSA führen; die Qualität der wissenschaftlichen Daten und Ergebnisse verbessern; und helfen, bedeutsamere Antworten auf gesellschaftliche Erwartungen zu geben. Die Überlegungen des Verwaltungsrats werden in die laufenden Gespräche zwischen der EFSA und ihrer Plattform für Interessengruppen über einen neuen Ansatz für die Einbeziehung von Interessengruppen einfließen.
Umsetzung des Fahrplans für wissenschaftliche Zusammenarbeit
Der Verwaltungsrat betrachtete die Fortschritte bei der Umsetzung des Fahrplans für wissenschaftliche Zusammenarbeit, der vor einem Jahr verabschiedet wurde.
Der Fahrplan bietet den Mitgliedstaaten und der EFSA einen Rahmen für ihre Zusammenarbeit, um fundierte wissenschaftliche Beratung zu Fragen der Lebensmittelsicherheit im Interesse der europäischen Verbraucher zu gewährleisten. Ziel ist, über die bloße Zusammenarbeit zu bestimmten Themen hinauszugehen und eine gemeinsame Risikobewertungsagenda, gemeinschaftliche Projekte und den Austausch von Fachwissen anzupeilen. Der Fahrplan sieht wissenschaftliche Kooperationsinitiativen vor, um die EU-Risikobewertungskapazitäten auszubauen und die wissenschaftlichen Kompetenzen der Mitgliedstaaten bestmöglich zu nutzen.
Bedeutende Fortschritte wurden erzielt im Hinblick auf die Schaffung und Einführung neuer Programme zur Vergabe von Finanzhilfen, um innovative Vorschläge von Einrichtungen der Mitgliedstaaten zu fördern; die Überprüfung der Arbeitsweise des Beirats; den Ausbau der guten Arbeitsbeziehungen mit erfahrenen internationalen Risikobewertungsstellen; sowie die Einrichtung gemeinsamer Arbeitsprogramme mit EU-Agenturen zu übergreifenden Themen von internationaler Bedeutung.
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Audiocast and documents
- Welcome by the Chair
- Adoption of the agenda
- Board members’ Declaration of Interests
- EFSA progress report
- EFSA Strategy 2020
- Engagement of stakeholders in EFSA’s scientific activity
- Scientific Cooperation Roadmap implementation
- Amendment to the EFSA budget 2015
- EFSA’s 2015 budget execution and transfers
- Feedback from the Audit Committee
- Amendments to the Art. 36 list of organisations
- AOB