„Lebensmittelsicherheit geht alle an“ – erster Internationaler Tag der Lebensmittelsicherheit 2019

Jeder hat ein Recht auf sichere, nahrhafte und ausreichende Lebensmittel. Dennoch erkrankt noch immer fast jeder zehnte Mensch auf der Welt durch den Verzehr kontaminierter Lebensmittel. Wenn Lebensmittel nicht sicher sind, können Kinder nicht lernen, Erwachsene nicht arbeiten. Der Mensch kann sich nicht entwickeln.

Am 7. Juni 2019 wird der erste Internationale Tag der Lebensmittelsicherheit (World Food Safety Day, WFSD) begangen. Er soll Aufmerksamkeit für das Thema schaffen und Maßnahmen anregen, die helfen, lebensmittelbedingte Risiken zu vermeiden, zu ermitteln und anzugehen, und somit auch zu Ernährungssicherheit, menschlicher Gesundheit, wirtschaftlichem Wohlstand, Landwirtschaft, Marktzugang, Tourismus und nachhaltiger Entwicklung beitragen.

Anlässlich dieses ersten Internationalen Tags der Lebensmittelsicherheit möchten Lebensmittelsicherheitsorganisationen weltweit das Bewusstsein für die Lebensmittelsicherheit im Allgemeinen schärfen und betonen, dass alle Akteure in den Lebensmittelsystemen ihren Beitrag dazu leisten müssen.

1. Sicherheit gewährleisten – Regierungen müssen für sichere und nahrhafte Lebensmittel für alle sorgen

Die nationalen Regierungen haben eine entscheidende Rolle bei der Gewährleistung sicherer und nahrhafter Lebensmittel für alle. Politische Entscheidungsträger können eine nachhaltige Landwirtschaft und nachhaltige Ernährungssysteme fördern sowie die bereichsübergreifende Zusammenarbeit zwischen öffentlichem Gesundheitswesen, Veterinärwesen, Landwirtschaft und anderen Sektoren fördern. Behörden für Lebensmittelsicherheit können Risiken entlang der gesamten Lebensmittelkette angehen, auch in Krisensituationen. Länder können die von der Codex Alimentarius-Kommission festgelegten internationalen Standards einhalten.

2. Sicherheit beim Anbau – Landwirtschaft und Lebensmittelerzeuger müssen bewährte Praktiken übernehmen

Landwirtschaftliche Methoden müssen heute eine ausreichende Versorgung mit sicheren Lebensmitteln auf globaler Ebene gewährleisten und dabei gleichzeitig zur Begrenzung des Klimawandels beitragen und die Auswirkungen auf die Umwelt von morgen so gering wie möglich halten. Während sich die Systeme zur Lebensmittelerzeugung an veränderte Bedingungen anpassen, müssen Landwirte sorgfältig abwägen, wie sie potenziellen Risiken begegnen können, um die Sicherheit der Lebensmittel zu gewährleisten.

3. Sicherheit bewahren – Unternehmen müssen dafür sorgen, dass Lebensmittel sicher sind

Präventive Kontrollen können den meisten Problemen im Bereich der Lebensmittelsicherheit begegnen. Sämtliche Betriebe im Lebensmittelbereich – von der Verarbeitung bis zum Einzelhandel – müssen die Einhaltung der Vorgaben von Programmen wie HACCP sicherstellen, einem System zur Ermittlung, Bewertung und Kontrolle signifikanter Gefährdungen der Lebensmittelsicherheit von der Primärerzeugung bis zum Endverbraucher. Darüber hinaus tragen eine gute Verarbeitung, Lagerung und Konservierung dazu bei, Nährwert und Lebensmittelsicherheit zu bewahren und Verluste nach der Ernte zu reduzieren.

4. Sicherheit prüfen – alle Verbraucher haben ein Recht auf sichere, gesunde und nahrhafte Lebensmittel

Verbraucher haben die Macht, Veränderungen anzustoßen. Sie müssen befähigt werden, sich für gesunde Lebensmittel zu entscheiden und nachhaltige Lebensmittelsysteme zum Schutz unseres Planeten zu unterstützen. Angesichts der Komplexität der Lebensmittelsicherheit benötigen Verbraucher Zugang zu zeitnahen, klaren und zuverlässigen Informationen über die mit ihrer Lebensmittelwahl verbundenen Ernährungs- und Krankheitsrisiken. Unsichere Lebensmittel und ungesunde Ernährungsgewohnheiten erhöhen die globale Krankheitslast.

5. Zusammen für Sicherheit – Lebensmittelsicherheit ist eine gemeinsame Verantwortung

Regierungen, regionale Wirtschaftsverbände, Organisationen der Vereinten Nationen, Entwicklungsagenturen, Handelsorganisationen, Verbraucher- und Erzeugergemeinschaften, akademische und Forschungseinrichtungen sowie Unternehmen des privaten Sektors – diese heterogene Gruppe, die gemeinsam Verantwortung für die Lebensmittelsicherheit trägt, muss bei Themen, die uns alle betreffen, zusammenarbeiten, weltweit, regional und lokal. Kooperation ist auf vielen Ebenen erforderlich – bereichsübergreifend innerhalb von Regierungen, und grenzüberschreitend bei der weltweiten Bekämpfung von durch Lebensmittel übertragenen Krankheiten.

Hintergrund

In einer Resolution vom Dezember 2018 erklärte die Generalversammlung der Vereinten Nationen den 7. Juni 2019 zum ersten Internationalen Tag der Lebensmittelsicherheit. Die für Lebensmittel und Gesundheit zuständigen Einrichtungen der Vereinten Nationen – Codex Alimentarius, Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation (FAO) und Weltgesundheitsorganisation (WHO) – haben eine führende Rolle bei den weltweiten Bemühungen, das Bewusstsein für Fragen der Lebensmittelsicherheit zu schärfen und einen Beitrag zu den Entwicklungszielen der Vereinten Nationen zu leisten.

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