Lumpy-skin-Krankheit: Ausbrüche in Südosteuropa eingedämmt

Die in Südosteuropa unternommene Massenimpfung von Rindern hat in den Jahren 2015/16 die Ausbrüche der Lumpy-skin-Krankheit (Lumpy Skin Disease) in der Region erfolgreich eingedämmt. Dies ist die wichtigste Schlussfolgerung einer epidemiologischen Analyse, die von der EFSA in Zusammenarbeit mit von der Krankheit betroffenen bzw. gefährdeten Ländern durchgeführt wurde.

Dem vorliegenden Bericht ging eine im August 2016 veröffentlichte wissenschaftliche Stellungnahme der EFSA voraus, in der die Impfung von Rindern empfohlen wird, um die Anzahl der Ausbrüche von Lumpy Skin Disease in Regionen, die bereits betroffen bzw. gefährdet sind, zu verringern.

„Trotz der schwierigen epidemiologischen Situation zeigten sich alle an der Datenerhebung beteiligten Länder äußerst engagiert und kooperativ“, so Alessandro Broglia, Veterinärmediziner der EFSA.

Zu den für die Ausbreitung der Krankheit verantwortlichen Faktoren zählen die Nähe zu betroffenen landwirtschaftlichen Betrieben sowie warme Temperaturen, welche zu einem verstärkten Auftreten der die Krankheit übertragenden Insekten führen.

Empfehlungen

Die Sachverständigen sprachen Empfehlungen zur Verbesserung der Datenerhebung und -analyse aus. Außerdem empfahlen sie die Laborestätigung von Verdachtsfällen bei geimpften Tieren zur Unterscheidung der Stämme.

Eine Rinderseuche

Lumpy Skin Disease ist eine Rinder befallende Infektionskrankheit, die zu wirtschaftlichen Verlusten führt und mitunter auch tödlich verläuft. Sie äußert sich durch Knötchen auf der Haut der betroffenen Tiere.

Früher war die Krankheit auf Süd- und Ostafrika begrenzt. Nachdem sie 2013 in der Türkei bestätigt wurde, breitete sich das für die Infektion verantwortliche Virus in Südosteuropa aus. Bis 2016 wurde die Krankheit in sieben europäischen Ländern nachgewiesen: in Albanien, Bulgarien, Griechenland, Kosovo[1], der ehemaligen jugoslawischen Republik Mazedonien, Montenegro und Serbien.

Zusammenarbeit

Bei der Erstellung des Berichts arbeiteten die Sachverständigen der EFSA zusammen mit den zuständigen Behörden in Albanien, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Griechenland, Kroatien, Kosovo[1], der ehemaligen jugoslawischen Republik Mazedonien, Montenegro, Rumänien, Serbien und der Türkei. Weitere wissenschaftliche Beratung wird Anfang 2018 zur Verfügung gestellt werden.

[1] Diese Bezeichnung berührt nicht die Standpunkte zum Status und steht im Einklang mit der Resolution 1244 des VN-Sicherheitsrates und dem Gutachten des Internationalen Gerichtshofs zur Unabhängigkeitserklärung des Kosovos.

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