EFSA veröffentlicht neue Wissenschaftsstrategie im Jahr ihres zehnjährigen Bestehens
In diesem Monat jährt sich zum zehnten Mal die Verabschiedung des Allgemeinen Lebensmittelrechts der Europäischen Union (EU) sowie die Errichtung der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA). Die jüngst veröffentlichte neue Wissenschaftsstrategie der EFSA für 2012-2016 zeigt auf, wie die Behörde im Laufe der Zeit in ihre Schlüsselrolle innerhalb des Europäischen Lebensmittelsicherheitssystems hineingewachsen ist, und beschreibt die Vision für ihre wissenschaftliche Entwicklung in den nächsten fünf Jahren.
Die wichtigsten Ziele der Wissenschaftsstrategie sind: die Weiterentwicklung der wissenschaftlichen Kompetenz der EFSA sowie anderer Grundwerte, wie Offenheit, Transparenz, Unabhängigkeit und Reaktionsschnelle; die Optimierung der Nutzung der europäischen Risikobewertungskapazitäten in der gesamten EU; die Entwicklung und Harmonisierung der Ansätze und Methoden für die Bewertung von Risiken im Zusammenhang mit der Lebensmittelkette; sowie die Stärkung der wissenschaftlichen Grundlage für die Risikobewertung Spezialgebiet der angewandten Wissenschaften, in dem wissenschaftliche Daten und Studien ausgewertet werden, um die mit bestimmten Gefahren einhergehenden Risiken zu beurteilen. Dies umfasst vier Schritte: Gefahrenidentifizierung, Gefahrencharakterisierung, Expositionsabschätzung und Risikocharakterisierung und -überwachung.
Die Wissenschaftsstrategie war Gegenstand eines ausführlichen Beratungsprozesses, der den Wissenschaftlichen Ausschuss und Beirat der EFSA, die Mitarbeiter und Interessengruppen der Behörde sowie eine öffentliche Konsultation miteinschloss.
Hinsichtlich der Bedeutung dieses neuen Dokuments erklärt Hubert Deluyker, Leiter des Direktorats Wissenschaftsstrategie und Koordination: „Die Qualität unserer Wissenschaft steht bei all unseren Aktivitäten im Mittelpunkt, und diese ehrgeizige Strategie ermöglicht es der EFSA, in den kommenden Jahren ihre Unterstützung für das europäische Lebensmittelsicherheitssystem weiter auszubauen. Zusammen mit unseren Partnern sehen wir uns in Zukunft in einer Führungsrolle bei der Entwicklung von Risikobewertungsmethoden für Schlüsselbereiche, die den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen entsprechen, während wir zugleich den Anforderungen des Risikomanagements so effizient wie möglich gerecht werden. Unsere Beziehungen mit den Mitgliedstaaten werden auch weiterhin von zentralerBedeutung sein, sowohl in Bezug auf Datenerhebung und Informationsaustausch – um zu gewährleisten, dass ausschließlich hochwertige wissenschaftliche Erkenntnisse in die Risikobewertung einfließen – als auch hinsichtlich des Ausbaus von Kapazitäten in Form der nachdrücklichen Förderung von Risikobewertungskompetenzen in ganz Europa durch die EFSA.“
Die EFSA hat bereits angefangen, die Ziele der Wissenschaftsstrategie umzusetzen: Diesen Monat findet ein Workshop für wissenschaftliche Mitarbeiter der EFSA statt, um mit der Durchführung der Wissenschaftsstrategie zu beginnen; ferner sind Gespräche mit wichtigen Partnern in den EU-Institutionen und Mitgliedstaaten für Anfang des Jahres geplant, um die Marschrichtung für eine Erweiterung des Spielraums für Interaktion und Kooperation festzulegen; und nicht zuletzt wird ein vorrangiges Ziel des EFSA-Managements darin bestehen, die in der Wissenschaftsstrategie vorgegebenen Ziele durch Ressourcenverteilung und die Erarbeitung längerfristiger Mehrjahrespläne zu erreichen.
Während des gesamten Jahres 2012 wird die EFSA das zehnjährige Jubiläum des Allgemeinen Lebensmittelrechts der EU sowie die Einrichtung der Behörde feiern und dabei hervorheben, wie diese zum Schutz der europäischen Verbraucher gegenüber lebensmittelbezogenen Risiken beiträgt und die EU-Bürger dabei unterstützt, gesunde Ernährungsentscheidungen zu treffen. Der Startschuss für die Aktivitäten zum zehnjährigen Bestehen der EFSA fällt am 30. Januar 2012.
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