Pestizidrückstände in über 97% der Lebensmittel innerhalb der gesetzlichen Grenzwerte
Mehr als 97% der von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) bewerteten Lebensmittelproben enthalten Pestizidrückstandsmengen, die innerhalb der gesetzlichen Grenzwerte liegen – mit knapp 55% der Proben ohne nachweisbare Spuren der Chemikalien. Dies sind einige der Ergebnisse des von der EFSA erstellten Jahresberichts über Pestizidrückstände in Lebensmitteln für das Jahr 2013, der die Ergebnisse von nahezu 81.000 Lebensmittelproben aus 27 EU-Mitgliedstaaten, Island und Norwegen enthält.
Für den Bericht führten die 29 Berichtsländer jeweils zwei Kontrollprogramme durch: ein nationales Programm, das jedes Land selbst gestaltet, und ein von der EU koordiniertes Programm, bei dem alle nationalen Lebensmittelaufsichtsbehörden den selben „Warenkorb“ an Lebensmittelerzeugnissen kontrollieren. In beiden Programmen zusammen wurden insgesamt 80.967 Proben von einer Vielzahl verarbeiteter und unverarbeiteter Lebensmittelerzeugnisse auf 685 Pestizide hin untersucht. Die Hauptergebnisse sind:
- 97,4% der untersuchten Proben lagen unterhalb der gesetzlichen Höchstwerte;
- 54,6% der Proben waren frei von nachweisbaren Rückständen;
- 1,5% der Proben überschritten – selbst unter Berücksichtigung von Messunsicherheiten – die gesetzlichen Grenzwerte deutlich, was zu (verwaltungs-)rechtlichen Sanktionen gegen die verantwortlichen Lebensmittelunternehmen führte;
- Rückstände von mehr als einem Pestizid Substanz, die verwendet wird, um Schädlinge abzutöten oder zu bekämpfen, einschließlich krankheitsübertragender Organismen und unerwünschter Insekten, Tiere und Pflanzen (Mehrfachrückstände) fanden sich in 27,3% der Proben.
Die Mehrzahl der Proben (68,2%) stammte von Lebensmitteln europäischer Herkunft, während 27,7% von aus Drittländern eingeführten Lebensmitteln stammten. Der Anteil der Proben aus Drittländern, die den gesetzlichen Höchstwert überschritten, lag höher (5,7%) als der entsprechende Probenanteil aus EU/EWR-Staaten (1,4%). Allerdings war im Vergleich zu 2012 ein Rückgang der Überschreitungsrate um fast zwei Prozentpunkte (von 7,5%) bei eingeführten Lebensmitteln festzustellen.
Für das EU-koordinierte Programm untersuchten die Berichtsländer 11.582 Proben von 12 Lebensmitteln – Äpfel, Kopfkohl, Porree, Kopfsalat, Pfirsiche, Roggen oder Hafer, Erdbeeren, Tomaten, Kuhmilch, Schweinefleisch und Wein. Den Ergebnissen zufolge wiesen 99,1% der untersuchten Proben Rückstandsgehalte auf, die innerhalb der zulässigen Grenzwerte lagen, während rund 60% der Proben keine messbaren Rückstände enthielten.
Verglichen mit den Ergebnissen für das Jahr 2010, als die gleichen Lebensmittelerzeugnisse – ausgenommen Wein – untersucht wurden, sank der Anteil der Proben, die über den gesetzlichen Grenzwerten lagen, für alle untersuchten Lebensmittelerzeugnisse.
Auf Grundlage der Daten aus dem EU-koordinierten Programm bewertete die EFSA auch, ob die aktuelle – langfristige (chronische) bzw. kurzzeitige (akute) – ernährungsbedingte Exposition Zum Zwecke der Risikobewertung ermittelte Menge eines von Menschen oder Tieren über die Nahrung aufgenommenen Stoffs, der Lebensmitteln entweder absichtlich zugesetzt wird oder sich unbeabsichtigterweise darin findet (z.B. ein Nährstoff, Zusatzstoff oder Pestizid) gegenüber Pestizidrückständen ein Risiko für die menschliche Gesundheit darstellt. Die Behörde kam zu dem Schluss, dass langfristige Auswirkungen auf die Gesundheit der Verbraucher durch das Vorhandensein von Pestizidrückständen in Lebensmitteln als unwahrscheinlich anzusehen sind. Im Hinblick auf die kurzzeitige Exposition Konzentration oder Menge eines bestimmten Stoffs, die von einem Menschen, einer Population oder einem Ökosystem mit einer bestimmten Häufigkeit über einen bestimmten Zeitraum hinweg aufgenommen wird wurde das Risiko europäischer Verbraucher, schädlichen Rückstandskonzentrationen über die Ernährung Die Ernährungswissenschaft befasst sich mit der Frage, wie Ernährung und lebensnotwendige Bedürfnisse des Körpers zusammenhängen ausgesetzt zu sein, als niedrig eingestuft.
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