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Antibiotikaresistenz: Welches Verbreitungsrisiko ist mit Tiertransporten verbunden?

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Plenty pigs in cages on the way during transport by truck to the slaughterhouse.

Die EFSA hat die Arbeiten an einer neuen Bewertung begonnen, mit der das Risiko der Ausbreitung antibiotikaresistenter Bakterien bei Tiertransporten untersucht wird.

Bei der Bewertung, die vom Ausschuss für Umweltfragen, öffentliche Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (ENVI) des Europäischen Parlaments in Auftrag gegeben wurde, wird der Schwerpunkt auf dem Risiko der Ausbreitung resistenter zoonotischer Bakterien bei Geflügel, Schweinen und Rindern während des Transports zu anderen landwirtschaftlichen Betrieben oder Schlachthöfen liegen.

Wenn Antibiotikaresistenz bei zoonotischen Bakterien – Bakterien, die von Tieren auf den Menschen übertragen werden können – auftritt, kann sie auch die wirksame Behandlung von Infektionskrankheiten beim Menschen gefährden.

Marta Hugas, wissenschaftliche Leiterin bei der EFSA: „Antibiotikaresistenz stellt eine kritische Bedrohung für die öffentliche Gesundheit dar. Faktengestützte Beratung ist von entscheidender Bedeutung für die Entwicklung von Strategien und Rechtsvorschriften, um dieser Herausforderung zu begegnen.

Dieses neue Mandat, dass sich insbesondere den möglichen Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit widmet, verdeutlicht erneut die zunehmende Konvergenz zwischen der Gesundheit von Mensch und Tier und wie wichtig es ist, dass Bewerter und politische Entscheidungsträger das Konzept „Eine Gesundheit“ berücksichtigen.“

Die EFSA wird nicht nur die Faktoren untersuchen, die zur Verbreitung von antibiotikaresistenten Bakterien durch den Transport führen können, sondern auch Präventivmaßnahmen und Kontrollmöglichkeiten evaluieren und den Datenbedarf ermitteln, der zur weiteren Analyse des Problems erforderlich ist. Das endgültige wissenschaftliche Gutachten wird voraussichtlich bis September 2022 vorliegen.

Das Ersuchen ergab sich aus den Gesprächen, die im vergangenen Jahr zwischen dem Europäischen Parlament, der Europäischen Kommission und der EFSA geführt wurden.

Kontakt

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