Afrikanische Schweinepest: Langsame Ausbreitung der Erkrankung in Europa

Die EFSA hat ihren aktuellen Bericht über das Auftreten der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in der EU veröffentlicht. Im Berichtszeitraum – November 2018 bis Oktober 2019 – wurde Tschechien offiziell als frei von ASP erklärt. Das Auftreten der Erkrankung wurde jedoch in der Slowakei bestätigt. Damit sind in der EU nach wie vor neun Länder von dieser Erkrankung betroffen.

Im Jahr 2019 hat sich das von der ASP betroffene Gebiet in der EU nach und nach ausgeweitet, wobei die Ausbreitung hauptsächlich in südwestlicher Richtung erfolgt.

Dem Bericht zufolge sind in der EU nunmehr alle Stufen der Epidemie vertreten: Gebiete, in denen die ASP nach einer isolierten Einschleppung aus betroffenen Gebieten oder der geografischen Ausbreitung von solchen Gebieten auftritt; betroffene Gebiete, die sich ausweiten; Gebiete, in denen die ASP-Infektion seit einiger Zeit präsent ist, einschließlich Gebieten, in denen die ASP langsam zurückzugehen scheint, sowie nicht betroffene Gebiete.

Die Lage ist von Mitgliedstaat zu Mitgliedstaat sehr unterschiedlich, was auf vielfältige Einflüsse wie die Struktur der Hausschweinerzeugung (insbesondere den Anteil von Hinterhofhaltungen), geografische Bedingungen und die Merkmale der Wildschweinpopulation zurückzuführen ist.

Höfe mit (nichtgewerblicher) Hinterhofhaltung stellen für das Programm zur Beseitigung der ASP besondere Herausforderungen dar. Dabei geht es beispielsweise um unkontrollierte Verbringungen von Schweinen und Menschen, mangelnde biologische Sicherheit und die Ermittlung solcher Hinterhofhaltungen.

Für den diesjährigen Bericht wurde in Rumänien eine Fallstudie durchgeführt, um die besonderen Faktoren zu ermitteln, die zur Ausbreitung der Erkrankung in diesen nichtgewerblichen Hinterhofhaltungen beitragen.

Gegenstand des Berichts war zudem:

  • eine Beschreibung saisonaler Schwankungen beim Nachweis von ASP-positiven Proben seit dem ersten Nachweis der Erkrankung in der EU;
  • Überprüfung der Maßnahmen, die von den betroffenen Mitgliedstaaten zur Bekämpfung der Ausbreitung der ASP bei Wildschweinen ergriffen werden;
  • Bewertung der Wirksamkeit künstlicher oder natürlicher Grenzen bei der Bekämpfung der Ausbreitung, mit besonderem Schwerpunkt auf der Kombination der in Belgien angewendeten Bekämpfungsmaßnahmen (siehe Grafik);
  • Bewertung der Maßnahmen zur Bewirtschaftung von Wildschweinpopulationen in verschiedenen geografischen Gebieten der EU auf der Grundlage der aktuellen wissenschaftlichen und epidemiologischen Daten.
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