EFSA bewertet molekulare Typisierungsmethoden für durch Lebensmittel übertragbare Krankheitserreger

Bei molekularen Typisierungsmethoden handelt es sich um Laborverfahren, wie etwa die Sequenzierung kompletter Genome, die die Klassifikation und den Vergleich von Stämmen krankheitserregender Bakterien ermöglichen. Das EFSA-Gremium für biologische Gefahren (BIOHAZ) hat die Methoden zur Typisierung der durch Lebensmittel übertragbaren pathogenen Mikroorganismen Salmonella, Escherichia coli, Listeria und Campylobacter zusammengestellt und die Wirksamkeit dieser Methoden bewertet, und zwar in Bezug auf deren Eignung für:

  • die Erkennung und Identifizierung lebensmittelbedingter Ausbrüche
  • die Einschätzung des Beitrags verschiedener Quellen zu lebensmittelbedingten Erkrankungen
  • die Vorhersage im Hinblick darauf, welche Stämme durch Lebensmittel übertragbarer Krankheitserreger potenziell Epidemien auslösen können.

Das BIOHAZ-Gremium der EFSA empfiehlt, dass die für die öffentliche Gesundheit und das Veterinärwesen zuständigen Behörden ihre Zusammenarbeit beim Einsatz der molekularen Typisierung für durch Lebensmittel übertragbare Krankheitserreger verstärken.