Ernährung

Einleitung

Die Europäische Union verfügt über ein umfassendes Paket von Maßnahmen und Gesetzen, mit denen sichergestellt werden soll, dass die Europäer Zugang zu sicheren und nahrhaften Lebensmitteln haben. Politische Entscheidungsträger legen einen besonderen Schwerpunkt auf Initiativen und Regelungen, die sich mit den Risiken im Zusammenhang mit schlechter Ernährung befassen, wie etwa chronische Stoffwechselerkrankungen (z. B. Fettleibigkeit), Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schlaganfall und Typ-2-Diabetes. Diese Risikomanagementmaßnahmen stützen sich auf strenge, unabhängige wissenschaftliche Bewertungen, die von der EFSA durchgeführt werden.

Die Rolle der EFSA

Die EFSA hat eine rein wissenschaftsbasierte Beratungsfunktion, das heißt, sie erteilt Risikomanagern (Europäische Kommission, Europäisches Parlament und EU-Mitgliedstaaten) Ratschläge, die rechtlich nicht bindend sind.

Die Festlegung politischer Maßnahmen für die öffentliche Gesundheit, die Einbeziehung wissenschaftlicher Gutachten in Rechtsrahmen oder die Zulassung von Produkten oder gesundheitsbezogenen Angaben sind Risikomanagementaufgaben und fallen daher nicht in die Zuständigkeit der EFSA.

Somit unterscheidet sich die Rolle der EFSA von den meisten anderen regionalen oder internationalen Einrichtungen, die im Bereich der Ernährung tätig sind, wie die Weltgesundheitsorganisation oder die US-amerikanische Lebensmittelüberwachungs- und Arzneimittelbehörde (Food and Drug Administration), die sowohl für die Risikobewertung als auch für das Risikomanagement und die Politikgestaltung zuständig sind.

Die Arbeit der EFSA und ihres Gremiums für Ernährung, neuartige Lebensmittel und Lebensmittelallergene (NDA-Gremium) wird weitgehend von den Anforderungen der EU-Rechtsvorschriften bestimmt oder erfolgt auf spezifisches Ersuchen der Europäischen Kommission. Die wichtigsten Tätigkeitsbereiche umfassen:

  • Referenzwerte für die Nährstoffaufnahme, einschließlich zulässiger Höchstaufnahmemengen für Vitamine und Mineralstoffe. Erfahren Sie mehr.
  • Die Sicherheit neuartiger Lebensmittel (laut EU-Rechtsvorschriften „Lebensmittel oder Zutaten, die in der EU vor dem 15. Mai 1997 nicht in erheblichem Umfang konsumiert wurden“) und von Nährstoffquellen (z. B. Quellen von Vitaminen und Mineralstoffen). Erfahren Sie mehr.
  • Die Sicherheit anderer Stoffe, die Lebensmitteln absichtlich zugesetzt werden (z. B. Pflanzen und Kräuterextrakte).
  • Wissenschaftliche Gutachten zu Lebensmitteln für besondere Gruppen, insbesondere Säuglinge. Erfahren Sie mehr.
  • Wissenschaftliche Begründung gesundheitsbezogener Angaben. Erfahren Sie mehr.
  • Das Potenzial bestimmter Lebensmittelzutaten, allergische Reaktionen oder Unverträglichkeiten zu verursachen.
  • Sonstige allgemeine Fragen im Zusammenhang mit der menschlichen Ernährung, wie etwa die Sicherheit von Koffein.

Veröffentlicht