Mitgliedstaaten der EU

Die wissenschaftliche Unterstützung aus den EU-Mitgliedstaaten ist wesentlich für das reibungslose Funktionieren des EU-Lebensmittelsicherheitssystems.

  • Die nationalen Lebensmittelsicherheitsbehörden leisten der EFSA strategische Beratung in wissenschaftlichen Fragen, und von ihnen kommen die meisten der für die EFSA tätigen Sachverständigen.
  • Nationale Stellen liefern die erforderlichen Daten für die wissenschaftlichen Bewertungen der EFSA. Zuständige Einrichtungen in den Mitgliedstaaten führen die Mehrzahl der von der EFSA vergebenen Projekte durch.
  • Öffentliche Informationsdienste und Kommunikationsexperten der EU-Mitgliedstaaten arbeiten mit der EFSA zusammen, um die Ergebnisse der EFSA-Bewertungen zu verbreiten, die Beteiligung zu fördern und wissenschaftliche Sachverständige für die Mitarbeit zu gewinnen. Diese Netzwerke sind insbesondere während lebensmittelbedingten Notfällen unverzichtbar.

Beirat: nationale Behörden für Lebensmittelsicherheit

  • Der Beirat der EFSA besteht aus Vertretern der nationalen Lebensmittelsicherheitsbehörden aller 28 EU-Mitgliedstaaten sowie Islands und Norwegens. Jede der vertretenen Behörden ist auf nationaler Ebene für die Risikobewertung der Lebensmittelkette verantwortlich, wobei die genauen Aufgaben je nach Land variieren können.
  • Beobachter aus der Schweiz und den EU-Kandidatenländer nehmen ebenfalls an Sitzungen des Beirats teil.
  • Über den Beirat können EFSA und Mitgliedstaaten ihre Kräfte bündeln, wenn sie Fragen der Risikobewertung und Risikokommunikation von europäischer Tragweite angehen. Die Mitglieder nutzen den Beirat, um die EFSA in Bezug auf wissenschaftliche Angelegenheiten, ihr Arbeitsprogramm und ihre Prioritäten zu beraten sowie neu auftretende Risiken so früh wie möglich zu erkennen. Ziel der Beiratsmitglieder ist es darüber hinaus, untereinander und mit der EFSA wissenschaftliche Informationen auszutauschen, Ressourcen zu bündeln und Arbeitsprogramme abzustimmen, insbesondere im Hinblick auf:
    • den Austausch wissenschaftlicher Daten
    • die Koordinierung von Aktivitäten im Bereich der Risikokommunikation sowie diesbezüglichen Botschaften
    • die Klärung strittiger Fragen und divergierender Auffassungen
    • die Koordinierung von Arbeiten und Vermeidung von Doppelarbeit
Die „Absichtserklärung“ des Beirats
BG, CS, DA, NL, EN, ET, FI, FR, DE, EL, HU, GA, IT, LV, LT, MT, NO, PL, PT, RO, SK, SL, ES, SV
 
  • Die Arbeitsgruppe „Kommunikation“ ist ein Netzwerk des Beirats. Die Kommunikationsabteilungen der nationalen Lebensmittelsicherheitsbehörden und der EFSA arbeiten darin zusammen, um bewährte Ansätze bei der Kommunikation von Risiken in der Lebensmittelkette auszutauschen und die EU-weite Kohärenz von Botschaften in diesem Bereich zu fördern. Bei lebensmittelbedingten Notfällen kommt der Arbeitsgruppe eine besonders wichtige Rolle zu, da sie den Informationsaustausch zwischen den Mitgliedstaaten koordiniert, so dass diese einheitliche Empfehlungen an Verbraucher und Betroffene abgeben.

Focal Points: Schnittstellen der europäischen Lebensmittelsicherheit

Die nationalen Kontaktstellen (Focal Points) fungieren als Schnittstelle zwischen EFSA und nationalen Lebensmittelsicherheitsbehörden, Forschungseinrichtungen, Verbrauchern und sonstigen Interessengruppen.

  • Das Kontaktstellen-Netzwerk umfasst Mitglieder aus allen 28 EU-Mitgliedstaaten, Island und Norwegen sowie Beobachter aus der Schweiz und EU-Beitrittskandidaten.
  • Die Kontaktstellen tragen deutlich zur Verbesserung der wissenschaftlichen Zusammenarbeit und Vernetzung unter den Mitgliedstaaten sowie zwischen diesen und der EFSA bei, und zwar durch:
    • Unterstützung beim Austausch wissenschaftlicher Informationen und Experten
    • Beratung zu Kooperationen und wissenschaftlichen Projekten
    • Förderung von Schulungen im Bereich der Risikobewertung
    • Steigerung der wissenschaftlichen Sichtbarkeit und Reichweite der EFSA in den Mitgliedstaaten
  • Die EFSA und die Kontaktstellen kommen in der Regel viermal im Jahr vor den Sitzungen des Beirats zusammen. Sie berichten der EFSA jährlich über ihre Aktivitäten: bis 2013 in den Tätigkeitsberichten der Kontaktstellen, seit 2014 in den Berichten über die wissenschaftliche Zusammenarbeit der EFSA. 

Wissenschaftliche Netzwerke

  • Die EFSA koordiniert mehrere Netzwerke national benannter Einrichtungen in den EU-Mitgliedstaaten, die über Fachwissen in bestimmten Wissenschaftsbereichen verfügen (z.B. Neu auftretende Risiken, Überwachung von Pestizidrückständen oder Lebensmittelverzehr). Vertreter der Europäischen Kommission und anderer Organisationen, einschließlich solcher außerhalb der EU, mit speziellen Fachkenntnissen können sich ebenfalls auf Einladung einem solchen EFSA-Netzwerk anschließen.
  • Die Netzwerke erleichtern die wissenschaftliche Zusammenarbeit durch die Koordinierung von Aktivitäten, den Austausch von Informationen, die Entwicklung und Umsetzung gemeinsamer Projekte sowie den Austausch von Fachwissen und bewährten Methoden.