Einbeziehung der Interessengruppen

Der Austausch mit und die Einbeziehung von Interessengruppen sind von zentraler Bedeutung für die Arbeit der EFSA und spiegeln das Bekenntnis der Behörde zu Offenheit, Transparenz und Dialog.

Wer sind die „Interessengruppen“ der EFSA?

Bei den Interessengruppen der EFSA handelt es sich um repräsentative Organisationen, die ein Interesse an der Arbeit der Behörde bzw. dem Lebens- und Futtermittelsektor im Allgemeinen haben. Die EFSA unterteilt ihre Interessengruppen in sieben Hauptgruppen:

  • „ConsumersVerbraucherverbände
  • environmental_1.png„NGOs und Interessenverbände
  • „Business and food industry„Unternehmen und Lebensmittelindustrie
  • Distributors and HORECA (food service industry preparing and serving food and beverages)„Vertreiber und Horeca
  • Practitioners’ associationsBerufs- und Fachverbände
  • AcademiaWissenschaftler
  • „Farmers and primary producers„Landwirte und Primärerzeuger

Wie können sich Interessengruppen mit der EFSA austauschen?

Die EFSA hat die Art und Weise überdacht, in der sie mit ihren Interessengruppen interagiert, um sicherzustellen, dass sie ihren Beitrag zur Verbesserung der Lebensmittelsicherheit und öffentlichen Gesundheit sowie zur Gewährleistung eines hohen Grades an Verbraucherschutz effizient – und im Einklang mit gesellschaftlichen Erwartungen an Rechenschaft und Transparenz – leisten kann.

Das überarbeitete Konzept wird im EFSA-Ansatz zur Einbeziehung der Interessengruppen dargelegt. Einige der in dem Dokument vorgesehenen Gremien und Plattformen sind neu und werden erst ab 2017 funktionsfähig sein, während andere bereits existieren.

Für registrierte Interessengruppen wird es möglich sein, sich mit der EFSA über eine Kombination von ständigen und Ad-hoc-Plattformen auszutauschen, die ihren Interessen und Fachkenntnissen entsprechen. Es wird zwei ständige Gremien geben:

Stakeholder-Forum

Die Mitglieder des Stakeholder-Forums werden auf jährlicher Basis strategische Beiträge zu der Arbeit und den künftigen Schwerpunkten der EFSA leisten. Die Themen der jährlichen Foren ergeben sich aus Vorschlägen registrierter Interessengruppen sowie den von der EFSA ermittelten vorrangigen Bereichen.

Stakeholder-Büro

Das Stakeholder-Büro berät die EFSA im Hinblick auf die Einbeziehung von Interessengruppen sowie den Dialog über Anliegen der Zivilgesellschaft in den Bereichen Gesundheit, Umwelt und Lebensmittelproduktion sowie andere Fragen im Zuständigkeitsbereich der Behörde. Es wird auch die Tagesordnung des Stakeholder-Forums mitgestalten. Das Büro wird sich zusammensetzen aus sieben Vertretern der oben aufgeführten Interessengruppen, die von den Interessengruppen selbst vorgeschlagen werden, um im Interesse der jeweiligen Interessengruppen-Kategorie zu handeln, die sie vertreten.

Neben den beiden ständigen Gremien wird es eine Reihe spezieller Plattformen geben, über die sich die EFSA mit Interessengruppen zu technischen Fragen austauscht. Hierzu zählen:

Mandat-Arbeitsgruppen

Diese werden sicherstellen, dass die EFSA bereits in einem frühen Stadium der Erarbeitung ihrer Selbstmandate und Leitlinien einen konstruktiven Dialog führen und gesellschaftliche Bedürfnisse und Erwartungen dabei berücksichtigen kann. Die Piloterprobung dieser Austauschplattform ist für Anfang 2017 geplant.

Wissenschaftliche Kolloquien

Die Kolloquien, die 2004 ins Leben gerufen wurden, ermöglichen der EFSA, auf die Expertise der breiteren wissenschaftlichen Gemeinschaft zurückzugreifen, um sich so auf künftige Herausforderungen der Risikobewertung vorzubereiten.

Diskussionsgruppen

Diese fungieren als „Lernsysteme“, die der EFSA erlauben von den Fachkenntnissen der Interessengruppen in spezifischen Bereichen zu profitieren, zum Beispiel im Hinblick auf die Entwicklung effizienter und harmonisierter Systeme zur Datenerhebung, methodische Ansätze und die Ermittlung neuer oder neu auftretender Probleme.

Roundtables

Die Rundtische werden sich die Arbeit der EFSA betreffenden Themen widmen, die von Umwelt-NGOs und Interessenverbänden sowie Interessengruppen der Industrie vorgebracht werden; sie sollen zu einem besseren Verständnis des Risikobewertungsprozesses der Behörde verhelfen sowie Informationsbeiträge zu und die Beteiligung an Aufrufen und Konsultationen der EFSA erleichtern.

Kommunikationslabor

Das „Communicators lab“ dient als eine Möglichkeit, um Feedback und Input von Praktikern aus dem Kommunikationsbereich einzuholen, die für unterschiedliche Interessengruppen arbeiten; Ziel ist, die Zugänglichkeit, Sichtbarkeit und Nutzung von Kommunikationsmaterialen der EFSA zu erhöhen. Die Piloterprobung dieser Austauschplattform ist für Ende 2016 geplant.

Info-Sessions

Informationsveranstaltungen sollen den verschiedenen Stakeholdergruppen Gelegenheit bieten, mehr über die Arbeitsweise der EFSA zu erfahren, den Dialog fördern und den Austausch praktischer Erfahrungen ermöglichen, um so letztlich das Verständnis der wissenschaftlichen Arbeit der EFSA zu verbessern.

Conference with Stakeholders Watch: Conference with Stakeholders "Transparency in Risk Assessment"