Tiergesundheit

Der Schutz der Tiergesundheit und die Verhütung von Tierseuchen dient dem Schutz der öffentlichen Gesundheit, der Umwelt und der Wirtschaft eines Landes.

Das Konzept der Tiergesundheit umfasst Tierseuchen ebenso wie die Wechselbeziehungen zwischen Tierschutz, Tiergesundheit, menschlicher Gesundheit und Lebensmittelsicherheit.

Die an Risikomanager gerichteten wissenschaftlichen Empfehlungen der EFSA berücksichtigen diese eng verknüpften Bereiche. Sie sind das Ergebnis breiter Zusammenarbeit mit nationalen und internationalen Organisationen und beruhen auf den jeweils neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen.

Jüngere Arbeiten der EFSA befassten sich etwa mit der Analyse aktueller Fälle von Afrikanischer Schweinepest, Lumpy Skin Disease und Aviärer Influenza sowie mit der Überarbeitung von Informationen über die wichtigsten vektorübertragenen Krankheiten. Die EFSA veröffentlicht auch jährliche Auswertungen der Überwachungsdaten zu Echinococcus multilocularis, einem Bandwurm, der die bei wild lebenden bzw. als Haustiere gehaltenen Fleischfressern auftretende Echinokokkose verursacht.

Das EFSA-Gremium für Tiergesundheit und Tierschutz hat die Bewertung von 29 Tierseuchen abgeschlossen. Dies soll die Europäische Kommission dabei unterstützen, Gesundheits- und Sicherheitsstandards im Rahmen des Tiergesundheitsrechts entlang der gesamten Lebensmittelkette strikter durchzusetzen.

Die Wissenschaftler der EFSA bewerten alle gesundheitlichen und den Tierschutz betreffenden Aspekte von in der EU angewandten Tierproduktionssystemen und -praktiken sowie die Bedingungen, die sich aus der Interaktion zwischen Nutz- und Wildtieren ergeben.

Sie leisten Entscheidungsträgern und Verbrauchern wissenschaftliche Beratung zu Fragen der Tiergesundheit und des Tierschutzes, vor allem in Bezug auf Tiere, die der Lebensmittelgewinnung dienen.

Ein wesentlicher Bestandteil dieser Arbeit war die Entwicklung technischer Leitfäden und methodischer Ansätze, die gewährleisten sollen, dass die Vorgehensweise der EFSA bei der Bewertung von Risiken im Bereich der Tiergesundheit und des Tierschutzes transparent und nachvollziehbar ist.

Den Arbeiten der EFSA im Bereich der Tiergesundheit kann ein Krankheitsausbruch in der EU oder ein Ad-hoc-Ersuchen seitens der Risikomanager vorausgehen. Im Rahmen ihrer Risikobewertungen bewerten die Sachverständigen der EFSA:

  • das Risiko der Einschleppung von Krankheiten in die Europäische Union;
  • Ausbreitungswege von Krankheiten, einschließlich der Rolle von Insekten hierbei; sowie
  • Informationen über die Verbreitung von Krankheiten und mögliche Bekämpfungsmaßnahmen. 

Im Falle eines Krankheitsausbruchs unterstützen die EFSA-Sachverständigen die Mitgliedstaaten bei ihren Maßnahmen zur Datenerhebung, indem sie etwa bei der Standardisierung helfen, so dass die Daten leichter zu vergleichen sind.

Für eine Reihe von Tierseuchen gibt es EU-Rechtsvorschriften, deren Umfang und Ausgestaltung von den potenziellen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Auswirkungen der betreffenden Krankheit abhängt.

Dies umfasst Meldepflichten und Diagnosemethoden sowie Maßnahmen, die bei Verdacht und Bestätigung der Krankheit zu ergreifen sind.

  • Animals – Europäische Kommission

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