Pyrrolizidinalkaloide in Tee, Kräutertees und Nahrungsergänzungsmitteln

Die Exposition gegenüber Pyrrolizidinalkaloiden in Lebensmitteln gibt – insbesondere für Verbraucher, die häufig große Mengen an Tee und Kräutertees zu sich nehmen – auf lange Sicht möglicherweise Anlass zu gesundheitlichen Bedenken aufgrund der potenziellen Karzinogenität dieser Stoffe, so die Sachverständigen der EFSA.

Durch den Verzehr von Nahrungsergänzungsmitteln auf Basis von Pyrrolizidinalkaloid-produzierenden Pflanzen könnte es auch zu Expositionswerten kommen, die zu kurzfristiger Toxizität mit einhergehenden gesundheitliche Beeinträchtigungen führen.

Die EFSA hat ihre Empfehlungen zu Risiken für die Gesundheit von Mensch und Tier durch Pyrrolizidinalkaloide, eine große Gruppe von Toxinen, die von verschiedenen Pflanzenarten produziert werden und unabsichtlich in die Lebensmittelkette gelangen können, aktualisiert.

Die aktualisierte Risikobewertung geht auf ein Ersuchen der Europäische Kommission zurück und berücksichtigt Expositionsabschätzungen, die anhand neuerer Daten zu den Konzentrationen besagter Toxine in Honig, Tee, Kräutertees und Nahrungsergänzungsmitteln erstellt wurden.

Im Jahr 2011 gelangte die EFSA zu dem Schluss, dass langfristige gesundheitliche Bedenken für Kleinkinder und Kinder bestanden, die große Mengen an Honig zu sich nehmen – damals die einzige Lebensmittelkategorie, für die ausreichend Daten zur Verfügung standen.

Die Sachverständigen der EFSA ermittelten 17 Pyrrolizidinalkaloide in Lebens- und Futtermitteln, die weiterhin überwacht werden sollten, und empfehlen zusätzliche Studien zur Toxizität und Karzinogenität der am häufigsten in Lebensmitteln nachgewiesenen Pyrrolizidinalkaloide.

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