Afrikanische Schweinepest breitet sich Bericht zufolge langsam aus

Die Afrikanische Schweinepest breitet sich in den baltischen Staaten und Polen langsam aus; das geht aus den neuesten epidemiologischen Daten hervor, die von den betreffenden Mitgliedstaaten und der EFSA ausgewertet wurden.

In Lettland und Estland breitet sich die Krankheit etwa 2 km im Monat aus, in Litauen und Polen 1 km pro Monat. Darüber hinaus ist der Anteil infizierter Tiere unter erlegten Wildschweinen sehr niedrig (bis zu 3%). Die Ausbrüche bei Wildschweinen in den baltischen Ländern und Polen können daher als „kleine Epidemie“ definiert werden.

Der Bericht umfasst Fälle, die zwischen 2014 und 2016 gemeldet wurden.

„Dieser Bericht ist das Ergebnis einer fruchtbaren Zusammenarbeit mit den Mitgliedstaaten. Wir blicken mit Interesse der weiteren Untersuchung dieser Krankheit entgegen, die in betroffenen Ländern schwere sozio-ökonomische Folgen hat“, erklärte Andrea Gervelmeyer, Veterinär-Epidemiologin der EFSA.

Die ersten Fälle der Afrikanischen Schweinepest wurden in Litauen und Ostpolen zu Beginn des Jahres 2014 nachgewiesen. In der Folge wurde die Krankheit auch aus Lettland und Estland gemeldet. Seither waren keine weiteren Mitgliedstaaten betroffen.

Im Rahmen ihrer Aktualisierung der epidemiologischen Analyse zur Afrikanischen Schweinepest in der EU verwendete die EFSA ein harmonisiertes Datenmodell, auf das man sich bei einem Workshop im November 2015 geeinigt hatte. Die vorliegende Analyse kann von den Mitgliedstaaten und der Europäischen Kommission zur Feinabstimmung ihrer Kontrollmaßnahmen genutzt werden.

Der EFSA-Bericht verweist auf Faktoren, die mit dem Auftreten des Virus bei Wildschweinen in Verbindung stehen könnten. Hierzu zählen etwa die Anzahl der Siedlungen, die Größe der menschlichen und Hausschweinpopulationen sowie die Dichte der Wildschweinpopulationen.

Nächste Schritte

In Zusammenarbeit mit den Mitgliedstaaten wird die EFSA im Herbst 2017 einen zweiten Bericht veröffentlichen, der eine aktualisierte epidemiologische Analyse und eine Bewertung von Maßnahmen zur Eindämmung der Krankheit bei Wildschweinen enthalten wird.

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