Das von der EFSA vorgeschlagene Leitliniendokument für die Risikobewertung gentechnisch veränderter Lebens- und Futtermittel zur Konsultation freigegeben

Weil die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) sich ihrer Verpflichtung bewußt ist, Interessengruppene in das Verfahren der Risikobewertung einzubeziehen, hat sie und ihr Wissenschaftliches Gremium für gentechnisch veränderte Organismen (GVO) heute im Entwurf ein Leitliniendokument für die Risikobewertung von gentechnisch veränderten Pflanzen und daraus hergestellten Lebens- und Futtermitteln veröffentlicht. Dieses Dokument gibt Antragstellern eine detaillierte Orientierungshilfe bei der Vorbereitung und Gestaltung von Anträgen zur Genehmigung gentechnisch veränderter (GV) Lebens- und/oder Futtermittel, die aus GV-Pflanzenenthalten, daraus bestehen oder aus diesen hergestellt wurden. Das Dokument ist auf der Website der EFSA verfügbar. Interessierte Dritte werden aufgefordert, bis zum 30. April 2004 über ein Online-Konsultationsverfahren ihre schriftlichen Stellungnahmen einzureichen. Im Rahmen Politik der Offenheit und Transparenz wird die EFSA vor der endgültigen Annahme des Leitliniendokuments ein öffentliches Forum mit Interessengruppen veranstalten. Im Mittelpunkt dieser Konsultation werden die wissenschaftlichen Aspekte von Risikobewertungen gentechnisch veränderter Pflanzen bzw. Erzeugnisse stehen. Die Konsultation wird am 25. Mai 2004 in Brüssel stattfinden.

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) und ihr Wissenschaftliches Gremium für gentechnisch veränderte Organismen (GVO) fordern Interessengruppen auf, zu einem vom GVO-Gremium erstellten Leitlinienentwurf zur Risikobewertung von gentechnisch veränderten Pflanzen und daraus hergestellten Lebens- und Futtermittel Stellung zu nehmen. Dieses Dokument dient als Orientierungshilfe bei der Risikobewertung von gentechnisch veränderten Pflanzen und/oder daraus hergestellten Lebens- und Futtermittel, die im Rahmen der Verordnung (EG) Nr. 1829/2003 über genetisch veränderte Lebensmittel und Futtermittel bzw. der Richtlinie 2001/18/EG über die absichtliche Freisetzung genetisch veränderter Organismen in die Umwelt eingereicht werden. Weitere Leitliniendokumente zu GV-Mikroorganismen und -stoffen, wie von GV-veränderten Pflanzen bzw. Erzeugnissen stammende Zusatzstoffe und Enzyme, werden derzeit vom GVO-Gremium der EFSA erarbeitet; später sollen Leitlinien für Anträge im Zusammenhang mit GV-Tieren folgen.

Der wissenschaftliche Leiter und stellvertretende geschäftsführende Direktor der EFSA, Dr. Herman Koëter, äußerte sich zu dieser Initiative wie folgt: “Das Thema GVO stößt in der Öffentlichkeit auf großes Interesse. Daher halten wir es für wichtig, Interessengruppen in die Entwicklung von Leitlinien für das Risikobewertungsverfahren mit einzubeziehen. Wir verstehen selbstverständlich, dass außer der Gewährleistung ihrer Sicherheit im Hinlick auf GVO weitere wichtige Überlegungen zu berücksichtigen sind.. Im Hinblick auf den Auftrag von EFSA werden wir uns jedoch bei unserer Konsultation auf die wissenschaftliche Bewertung der Sicherheit von GVO und ihrer möglichen Auswirkungen auf die Umwelt konzentrieren. Wir freuen uns darauf, Stellungnahmen zu erhalten und den Dialog mit Interessengruppen auf dem für Mai geplanten Forum fortzusetzen.“

Interessierte Dritte, die Stellungnahmen zu dem Leitliniendokument für die Risikobewertung gentechnisch veränderter Pflanzen und daraus hergestellter Lebens- und Futtermittel abgeben möchten, werden aufgefordert, diese bis zum 30. April 2004 einzureichen. Sie finden das Leitliniendokument auf der EFSA-Website

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