EFSA wird nächste Woche erste Auswertung der GV-Mais- und Herbizid-Studie vorlegen

Webnachricht
26 September 2012

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) wird nächste Woche ihre vorläufige Auswertung einer neuen Studie vorlegen, in der Bedenken hinsichtlich der potenziellen Toxizität eines Glyphosat enthaltenden Herbizids sowie der Glyphosat-toleranten GV-Maissorte NK603 geäußert wurden.

Eine von der Behörde eingesetzte multidisziplinäre Task Force wird den Artikel von Séralini et al. auswerten und, als ersten Schritt eines zweistufigen Verfahrens, eine vorläufige wissenschaftliche Bewertung veröffentlichen.

Sollten Informationslücken festgestellt werden, wird die EFSA sich an die Autoren wenden, um weitere Einzelheiten zu den im Rahmen der zweijährigen Studie verwendeten Methoden zu erfahren.

Dieses Material würde dann in eine umfassendere Bewertung einfließen, welche die EFSA in den kommenden Wochen als zweiten Teil ihrer Bewertung veröffentlichen wird.

Während des gesamten Verfahrens wird die Behörde eng mit den Lebensmittelsicherheitsbehörden der Mitgliedstaaten zusammenarbeiten. Darüber hinaus wird die Angelegenheit mit den nationalen Vertretern besprochen werden, die diese Woche an der Sitzung des Beirats der EFSA teilnehmen.

Die Wissenschaftlergruppe, die sich aus Mitarbeitern der für GVO, Pestizide und die wissenschaftliche Bewertung zuständigen EFSA-Referate zusammensetzt, wertet derzeit die Studie aus und kann bei Bedarf weitere, externe Sachverständige hinzuziehen. Diese Arbeit erfolgt in Reaktion auf ein Ersuchen der Europäischen Kommission um wissenschaftliche Beratung, im Nachgang zur Veröffentlichung der Studie von Séralini et al. in der Fachzeitschrift Food and Chemical Toxicology am 19. September 2012.

Die EFSA wurde ersucht, die Bedeutung der Studienergebnisse im Rahmen ihrer kontinuierlichen Überwachung wissenschaftlicher Entwicklungen in Bezug auf ihre Arbeit zu prüfen.