Neubewertung von Aspartam bis Mai 2013 verlängert

Webnachricht
7 August 2012

Auf Anfrage der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat die Europäische Kommission zugestimmt, den zeitlichen Rahmen für die vollständige Neubewertung von Aspartam bis Mai 2013 zu verlängern. Hierdurch wird den wissenschaftlichen Sachverständigen der EFSA genügend Zeit zur Verfügung stehen, um auch neue Daten zu berücksichtigen und ihre umfassende Risikobewertung abzuschließen sowie eine öffentliche Konsultation zum Entwurf ihres Gutachtens vor dessen endgültiger Annahme durchzuführen.

Im Mai 2011 wurde die EFSA von der Europäischen Kommission ersucht, die vollständige Neubewertung der Sicherheit von Aspartam (E 951) auf 2012 vorzuziehen. Die Überprüfung dieses Süßungsmittels, deren Abschluss zuvor bis 2020 geplant war, ist Teil der systematischen Neubewertung aller vor dem 20. Januar 2009 in der EU zugelassenen Lebensmittelzusatzstoffe gemäß den Vorgaben der EU-Verordnung 257/2010.

Die EFSA nahm das Mandat an und führte einen öffentlichen Aufruf zur Einreichung wissenschaftlicher Daten sowie eine eingehende Auswertung einschlägiger Literatur durch, so dass das Gremium der Behörde für Lebensmittelzusatzstoffe und Lebensmitteln zugesetzte Nährstoffquellen (ANS) mit seiner Risikobewertung Anfang 2012 beginnen konnte.

Im Verlauf seiner wissenschaftlichen Beratungen befand das Gremium, dass zu wenige Daten zu 5-Benzyl-3,6-dioxo-2-piperazinessigsäure (Diketopiperazin – DKP) und anderen potenziellen Abbauprodukten vorlagen, die sich aus Aspartam in Lebensmitteln und Getränken bilden können, wenn diese unter bestimmten Bedingungen gelagert werden. Die EFSA startet daher einen zusätzlichen Aufruf zur Einreichung von Daten zu DKP und anderen Abbauprodukten von Aspartam.

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