Tierschutz bei der Schlachtung von Geflügel: ermittelte Gefahren, vorgeschlagene Maßnahmen

Die EFSA hat Maßnahmen vorgeschlagen, mit denen den bei der Schlachtung von Geflügel zur Lebensmittelerzeugung und Seuchenbekämpfung am häufigsten beobachteten Tierschutzrisiken begegnet werden soll.

Eine heute veröffentlichte umfassende Übersicht erfasst den gesamten Schlachtprozess von der Ankunft und dem Entladen von Vögeln bis hin zur Betäubung und zum Ausbluten und Töten. In der Übersicht wird eine Reihe von Gefahren genannt, die Tierschutzfragen aufwerfen – z.B. Schmerz, Durst, Hunger oder Einschränkung der Bewegungsfreiheit –, und es werden soweit wie möglich Präventiv- und Korrekturmaßnahmen vorgeschlagen.

Die meisten Gefahren sind das Ergebnis von Defiziten beim Personal, z. B. mangelnde Ausbildung und fehlendes qualifiziertes Personal. Die Empfehlung der EFSA hebt hervor, wie wichtig es ist, dass die Mitarbeiter angemessen in den verschiedenen Phasen der Schlachtung geschult und die jeweiligen Aufgaben und Verantwortlichkeiten klar definiert sind.

Die neuen wissenschaftlichen Gutachten sind die ersten in einer Reihe von Aktualisierungen zum Tierschutz bei der Schlachtung, die von der Europäischen Kommission angefordert wurden. Die EFSA wird 2020 weitere Gutachten zu Schweinen (März), Rindern (Juni) und anderen Tierarten (Dezember) veröffentlichen.

Sie basieren alle auf den neuesten verfügbaren wissenschaftlichen Erkenntnissen und werden in Abstimmung mit Tierschutzexperten aus den EU-Mitgliedstaaten entwickelt.

Die Ergebnisse werden von der Europäischen Kommission in Gesprächen mit der Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) zur Harmonisierung der Tierschutzkonzepte bei der Schlachtung herangezogen.

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