Aktualisierter Bericht zu Furan in Lebensmitteln enthält neue Expositionsabschätzungen

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat einen Bericht mit den neuesten Überwachungsergebnissen der Mitgliedstaaten zu Furan-Mengen in Lebensmitteln herausgegeben. Dies ist seit 2009 der dritte Bericht der EFSA zu Furan in Lebensmitteln. Neben den Ergebnissen von 2009 und 2010 enthält der aktualisierte Bericht 17 % an neuen Daten sowie erstmals Expositionsabschätzungen für verschiedene Populationen aus der kürzlich von der EFSA eingerichteten Umfassenden Europäischen Datenbank über den Lebensmittelverzehr. Diese Expositionsabschätzungen bestätigen die Werte, die bereits in der wissenschaftlichen Literatur veröffentlicht wurden. In Zukunft wird diese Arbeit weitere wissenschaftliche Daten beisteuern, damit eine umfassende Risikobewertung von Furan in Lebensmitteln durchgeführt werden kann.

Furan ist eine organische Verbindung, die bei der Wärmebehandlung von Lebensmitteln gebildet wird und sich in Laborstudien an Tieren als krebserzeugend erwiesen hat.

Um eine bessere Expositionsabschätzung von Lebensmitteln bezüglich Furan zu ermöglichen, fordert die Europäische Kommission die Mitgliedstaaten auf, Daten zum Vorkommen und zur Menge von Furan in wärmebehandelten kommerziellen Lebensmitteln zu erheben, die dann von der EFSA zusammengestellt und analysiert werden. 19 Mitgliedstaaten sowie Norwegen reichten Daten beim Referat Diätetische und chemische Überwachung (DCM) ein. Die Analyseergebnisse von insgesamt 5 050 Lebensmittelproben, die im Zeitraum von 2004 und 2010 gesammelt wurden, belegen, dass die Furan-Exposition bei Erwachsenen und Kleinkindern am höchsten ist, wobei Kaffee bzw. in Gläsern abgefüllte Babynahrung am stärksten dazu beitragen.

Bei seiner letzten Risikobewertung zu Furan von Februar 2010 gelangte der von der Organisation für Ernährung und Landwirtschaft der Vereinten Nationen (FAO) und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) eingesetzte gemeinsame Sachverständigenausschuss für Lebensmittelzusatzstoffe (JECFA) zu dem Schluss, dass „der Expositionsgrenzwert Bedenken im Hinblick auf die menschliche Gesundheit aufwirft“ und deshalb Maßnahmen ermittelt werden müssten, um die Exposition der Verbraucher zu reduzieren.

Die EFSA empfiehlt, dass in Zukunft gezielt verschiedene wärmebehandelte Produkte, für die derzeit nur begrenzte Daten vorhanden sind, auf Furan geprüft werden sollten.

Notes to editors

Bei der Umfassenden Europäischen Datenbank über den Lebensmittelverzehr handelt es sich um eine Informationsquelle zum Verzehr von Lebensmitteln in der Europäischen Union (EU). Die Datenbank enthält detaillierte Daten für eine Reihe von EU-Ländern. Sie spielt eine Schlüsselrolle bei der Bewertung der Risiken im Zusammenhang mit möglichen Gefahren in Lebensmitteln in der EU und ermöglicht unter Einbeziehung der vorkommenden Mengen Abschätzungen der Verbraucherexposition gegenüber solchen Gefahren. Dies ist wiederum ein grundlegender Schritt in der Risikobewertung durch die EFSA.

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