Risiko für Bienen durch Fipronil: Aufruf zur Dateneinreichung

Die EFSA ruft nationale Behörden, Forschungseinrichtungen, Industrie und sonstige interessierte Kreise auf, neue Informationen bezüglich des für Bienen bestehenden Risikos durch das Insektizid Fipronil einzureichen.

Der Aufruf zur Einreichung von Daten erfolgt auf Ersuchen der Europäischen Kommission, die im Jahr 2013 Auflagen für den Einsatz von Fipronil verhängte. Insbesondere wurde dessen Verwendung zur Saatgutbehandlung verboten, mit Ausnahme von Saatgut zum Anbau im Gewächshaus sowie von Lauch-, Zwiebel- Schalotten- und Kohlpflanzen, die im Freien kultiviert und vor der Blüte geerntet werden.

Die neuen Maßnahmen wurden im Nachgang zu einer EFSA-Bewertung des für Bienen bestehenden Risikos durch Fipronil ergriffen.

Bei Verhängung der Auflagen erklärte die Kommission, dass sie innerhalb von zwei Jahren eine Prüfung etwaiger neuer wissenschaftlicher Informationen in die Wege leiten würde. Der Aufruf zur Dateneinreichung ist der erste Schritt in diesem Prozess. Interessierte Kreise werden gebeten, Folgendes einzureichen:

  • Literaturdaten, einschließlich grauer Literatur und Daten aus sonstigen einschlägigen Forschungsaktivitäten;
  • Studienberichte – etwa zu akuten Laborstudien, chronischen Toxizitätsstudien, Feldstudien und Daten über Rückstände –, die speziell durchgeführt wurden, um das Risiko für Bienen durch Fipronil zu bewerten, und nicht im Rahmen der vorherigen EFSA-Bewertung berücksichtigt wurden;
  • nationale Bewertungen und/oder Monitoring-Daten, die nicht im Rahmen der vorherigen Bewertung berücksichtigt wurden.

Sämtliche Informationen sollten bis zum 15. Januar 2016 vorliegen. Die EFSA wird dann, sobald sie ein gesondertes Mandat der Europäischen Kommission hierzu erhält, das Material auswerten und ihre Schlussfolgerung im Hinblick auf eine aktualisierte Risikobewertung unterbreiten.

Die EFSA holt derzeit auch neue Informationen zu den Risiken für Bienen durch die neonikotinoiden Pflanzenschutzmittel Clothianidin, Imidacloprid und Thiamethoxam ein. Dieser Aufruf zur Einreichung von Daten – der noch bis zum 30. September 2015 läuft – erfolgt im Rahmen der Maßnahmen der Europäischen Kommission im Nachgang zu den 2013 von ihr verhängten Auflagen bezüglich der drei Substanzen.

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