EFSA bestätigt Sicherheit von Noni-Blättern für Tee

Das Wissenschaftliche Gremium für diätetische Produkte, Ernährung und Allergien (NDA) der EFSA bestätigte die Sicherheit getrockneter und gerösteter Noni-Blätter für Teeaufgüsse in den erwarteten Aufnahmemengen.

Die tropische Morinda citrifolia oder Noni-Pflanze ist nach der Verordnung über neuartige Lebensmittel und neuartige Lebensmittelzutaten (Novel-Food-Verordnung) als neuartiges Lebensmittel eingestuft. Unter diese Verordnung fallen Lebensmittel, die in der EU keine lange Konsumgeschichte haben, selbst wenn ihr Verzehr in anderen Teilen der Welt weit verbreitet ist. Für die von der Noni-Pflanze stammenden Lebensmittel- und Getränkeprodukte ist eine Genehmigung erforderlich. Ein Lebensmittelhersteller stellte einen Antrag auf das Inverkehrbringen getrockneter und gerösteter Noni-Blätter, und die Kommission ersuchte die EFSA um die Bewertung der Belege zu ihrer Sicherheit, einschließlich um Stellungnahme zu wissenschaftlichen Fragen, die von Mitgliedstaaten während des in der Verordnung vorgesehenen Zeitraums zur Übermittlung von Bemerkungen und Erhebung von Einwänden aufgeworfen wurden.

Das Wissenschaftliche Gremium verwendete die in den U. K. National Diet and Nutrition Surveys angegebenen Aufnahmewerte für Tee, um die potenziellen Aufnahmemengen abzuschätzen. Das Wissenschaftliche Gremium gelangte zu dem Schluss, dass auf der Grundlage des von dem Antragsteller vorgelegten gesamten Daten- und Informationsmaterials die Verwendung von getrockneten und gerösteten Noni-Blättern zur Zubereitung von Aufgüssen in den erwarteten Aufnahmemengen sicher ist.

Das Wissenschaftliche Gremium wies allerdings auf die derzeitigen Einschränkungen bei der Bewertung und Vorhersage der Allergenität von Lebensmitteln hin sowie auf die Schwierigkeiten, die mit der Verwendung von Daten aus Tiermodellen zur Vorhersage der Allergenität bei Menschen einhergehen.

Auf Ersuchen der Europäischen Kommission im Jahr 2006 bewertete die EFSA zuvor bereits die  Sicherheit von Noni-Fruchtsaft . Die EFSA untersuchte insbesondere nach vier Fallberichten in Österreich die Möglichkeit, dass der Konsum von Noni-Saft schädliche Wirkungen auf die Leber haben könnte. Das Wissenschaftliche Gremium für diätetische Produkte, Ernährung und Allergien kam zu dem Ergebnis, dass keine überzeugenden Hinweise auf eine ursächliche Beziehung zwischen den berichteten Gesundheitsproblemen und dem Konsum von Noni-Saft bestehen.