Öffentliche Konsultation: Ochratoxin A

Die EFSA ersucht interessierte Kreise um Rückmeldungen zu ihrem wissenschaftlichen Gutachten über Risiken für die öffentliche Gesundheit im Zusammenhang mit dem Vorkommen von Ochratoxin A (OTA) in Lebensmitteln. Ochratoxin A ist ein Mykotoxin, das von Pilzgattungen wie Penicillium und Aspergillus natürlich gebildet wird.

Kommentare können bis zum 24. Januar 2020 eingereicht werden.

OTA findet sich in einer Vielzahl von Lebensmitteln, darunter Getreide und Getreideerzeugnisse, Fleischkonserven sowie frisches und getrocknetes Obst. Es findet sich auch in Muttermilch.

Die EFSA hat bereits 2006 die Risiken für die öffentliche Gesundheit im Zusammenhang mit OTA in Lebensmitteln bewertet. Die Sachverständigen kamen zu dem Schluss, dass OTA sich in der Niere anreichert und für dieses Organ besonders giftig ist. Bei Ratten führt OTA in hohen Dosen auch zu Nierentumoren. Die EFSA legte eine tolerierbare wöchentliche Aufnahmemenge (Tolerable Weekly Intake, TWI) von 120 ng pro Kilogramm Körpergewicht fest.

Seither sind weitere Informationen verfügbar geworden, die darauf hindeuten, dass OTA genotoxisch und karzinogen sein kann. In solchen Fällen berechnen die Sachverständigen der EFSA eine Sicherheitsmarge für die Exposition (margin of exposure, MOE) der Verbraucher.

Als Faustregel gilt: Je höher die MOE, desto geringer sind die Bedenken für die Verbraucher. Die geschätzte MOE für OTA liegt bei den meisten Verbrauchergruppen unter 10 000, was auf ein mögliches Gesundheitsproblem hindeutet.

Was ist die MOE?

Die MOE ist ein Instrument, das von Risikobewertern verwendet wird, um das Risiko zu beschreiben, das mit einer Exposition gegenüber genotoxischen und karzinogenen Stoffen, die in Lebens- oder Futtermitteln vorhanden sein können, verbunden ist. Sie gibt Aufschluss über den Grad der Sicherheitsbedenken hinsichtlich des Vorhandenseins eines Stoffes in Lebensmitteln, quantifiziert aber nicht das Risiko.

Bei der MOE handelt es sich um das Verhältnis zwischen zwei Faktoren, nämlich der Dosis, bei der eine kleine, aber messbare schädliche Wirkung beobachtet wird, und der Höhe der Exposition gegenüber dem Stoff.

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