Lumpy-skin-Krankheit

Die Lumpy-skin-Krankheit ist eine Viruserkrankung, die Rinder befällt. Sie wird von Blut saugenden Insekten wie bestimmten Fliegen- und Mückenarten oder auch Zecken übertragen. Die Krankheit führt zu Fieber und Knötchen auf der Haut und kann auch tödlich verlaufen, vor allem bei Tieren, die dem Virus zuvor nicht ausgesetzt waren. Kontrollmaßnahmen umfassen die Impfung und Keulung von infizierten Tieren. Die Lumpy-skin-Krankheit kann zu erheblichen wirtschaftlichen Verlusten führen. Die Krankheit tritt in vielen afrikanischen Ländern auf. Seit 2012 breitet sie sich vom Nahen Osten nach Südosteuropa aus, wo es in EU-Mitgliedstaaten (Griechenland und Bulgarien) sowie mehreren anderen Ländern auf dem Balkan zu Ausbrüchen gekommen ist.

Februar 2018 – Einem neuen Bericht zufolge sind die Ausbruchszahlen der Lumpy-skin-Krankheit in der Balkanregion um 95%, von 7.483 im Jahr 2016 auf 385 im Jahr 2017, zurückgegangen. Die Zahlen bestätigen, dass die Impfung von Rindern – von der EFSA im Jahr 2016 empfohlen – der wirksamste Weg zur Eindämmung der Krankheit ist.

April 2017 – Sachverständige der EFSA gelangen zu dem Schluss, dass die in Südosteuropa unternommene Massenimpfung von Rindern in den Jahren 2015/16 die Ausbrüche der Lumpy-skin-Krankheit in der Region erfolgreich eingedämmt hat.

Juli 2016 – Die Sachverständigen bewerten die Wirksamkeit verschiedener Maßnahmen, um die Ausbreitung der Krankheit in der EU zu kontrollieren. Sie empfehlen die Massenimpfung von Rindern, um die Anzahl der Ausbrüche in Regionen, die durch Lumpy Skin gefährdet sind bzw. in welche die Krankheit bereits eingeschleppt wurde, zu verringern. 

Mai 2016 – Experten aus der gesamten Europäischen Union und darüber hinaus treffen sich zu einem Workshop, den EFSA und Europäische Kommission zur Lumpy-skin-Krankheit organisiert haben. Der Workshop trägt dazu bei, Wissenslücken aufzuzeigen sowie das Bewusstsein für die Lumpy-skin-Krankheit zu schärfen, und hilft, die Zusammenarbeit zwischen den Ländern im Hinblick auf Prävention und Kontrolle zu stärken.

Dezember 2014 – Sachverständige der EFSA erstellen einen Überblick über die neuesten vorliegenden Erkentnisse zur Lumpy-skin-Krankheit. Dies umfasst: die weltweite Kartierung der von der Krankheit befallenen Regionen; die Evaluierung der Einschleppungspfade in die EU und die Bewertung des Ausbreitungsrisikos; sowie eine Übersicht zu Präventions- und Kontrollmethoden.

Im Rahmen ihres Auftrags, die Lebensmittelsicherheit und Tiergesundheit in der EU zu verbessern und für ein hohes Maß an Verbraucherschutz zu sorgen, trägt die EFSA zum Erhalt der Gesundheit von zur Lebensmittelerzeugung genutzten Tieren in Europa bei.

Die Behörde leistet wissenschaftliche Beratung zu grenzüberschreitenden Tierseuchen – hoch ansteckenden Krankheiten, die sich rasch über nationale Grenzen hinweg ausbreiten können.

Die Sachverständigen des EFSA-Gremiums für Tiergesundheit und Tierschutz bewerten die jeweils aktuellsten verfügbaren Erkenntnise zur Epidemiologie, Diagnose und Kontrolle solcher Krankheiten.

Grundlage für Kontrollmaßnahmen zur Verhinderung der Ausbreitung der Lumpy-skin-Krankheit ist Richtlinie 92/119/EWG des Rates. Dies umfasst Maßnahmen zur Bekämpfung der illegalen Verbringung von Tieren sowie die Keulung infizierter Tiere.

Die Kommission hat Durchführungsbeschlüsse verabschiedet zur Einrichtung eines Programms für die Notimpfung von Rindern in Griechenland (Durchführungsbeschluss 2015/2055 der Kommission) sowie über Maßnahmen zum Schutz gegen die Lumpy-skin-Krankheit in Griechenland (Durchführungsbeschluss 2015/1500 der Kommission) und in Bulgarien (Durchführungsbeschluss 2016/645 der Kommission).

Bei der Lumpy-skin-Krankheit handelt es sich um eine mitteilungspflichtige Tierseuche gemäß Richtlinie 82/894/EWG des Rates.