Referenzwerte für die Zufuhr von Natrium und Chlorid – Ihre Meinung zu den Gutachtenentwürfen

Die EFSA führt derzeit öffentliche Konsultationen über ihre Gutachtenentwürfe zu Referenzwerten für die Aufnahme von Natrium und Chlorid durch. Mit diesen beiden Nährstoffen beendet die Behörde ihre Überprüfung der wissenschaftlichen Empfehlungen zur Nährstoffzufuhr für die EU-Bevölkerung.

Natrium und Chlorid sind die zwei Bestandteile von Kochsalz, das in der Ernährung üblicherweise als Zutat, Gewürz oder Konservierungsmittel verwendet wird.

Das Gremium für Ernährung, neuartige Lebensmittel und Lebensmittelallergene (NDA-Gremium) der EFSA kommt für die allgemeine erwachsene Bevölkerung (einschließlich schwangerer und stillender Frauen) zu folgenden vorläufigen Schlussfolgerungen:

  • In Anbetracht der Hinweise auf Risiken für Herz-Kreislauf-Erkrankungen einerseits und einer angemessenen Ernährung andererseits wird eine Aufnahmemenge von 2 g Natrium pro Tag als unbedenklich und ausreichend erachtet;
  • Unter Berücksichtigung der Tatsache, dass in der EU die Hauptquelle für Chlorid in der Ernährung Natriumchlorid (Kochsalz) ist, wird eine tägliche Aufnahme von 3,1 g Chlorid als unbedenklich und ausreichend erachtet.

Das Gremium schlägt ferner altersspezifische Aufnahmemengen beider Nährstoffe für Kinder vor, die Unterschieden im Energiebedarf sowie Wachstumsfaktoren Rechnung tragen. Angemessene Aufnahmemengen für Säuglinge über 6 Monate wurden aus den Aufnahmemengen gestillter Säuglinge unter 6 Monaten abgeleitet.

Bei den vorläufigen Referenzwerten der EFSA handelt es sich weder um Ernährungsziele noch um Empfehlungen für Bevölkerungsgruppen oder Einzelpersonen. Sie sind als Informationsgrundlage für politische Entscheidungsträger in der EU und ihren Mitgliedstaaten gedacht und sollen in die Gestaltung der Ernährungspolitik sowie die Herausgabe von Ernährungsleitlinien einfließen, die Verbrauchern helfen, gesunde Ernährungsentscheidungen zu treffen.

Wenn Sie vor Fertigstellung der wissenschaftlichen Gutachten einen Beitrag zur Diskussion leisten möchten, übermitteln Sie Ihre Kommentare bitte online und melden Sie sich schon jetzt für die technische Sitzung an, die als Teil des Konsultationsprozesses am 7. Mai in Brüssel stattfindet.

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