Länderübergreifender Salmonella Poona-Ausbruch steht in Zusammenhang mit Säuglingsanfangsnahrung

Der länderübergreifende Ausbruch von Salmonella Poona, von dem Säuglinge und Kleinkinder in Frankreich, Belgien und Luxemburg betroffen sind, geht auf eine gemeinsame Lebensmittelquelle zurück – dies legt eine Bewertung nahe.

Gesundheitsbehörden in Frankreich, Belgien und Luxemburg berichteten bei Säuglingen und Kleinkindern über Fälle von Salmonella Poona, die sich mittels genetischer Analysen alle auf denselben Ausbruchsstamm zurückführen ließen. Insgesamt wurden in der EU 32 bestätigte Fälle gemeldet: 30 in Frankreich, einer in Belgien und ein weiterer in Luxemburg. Bei allen Patienten traten die die Symptome zwischen August 2018 und Februar 2019 auf.

Eine Bewertung der EFSA und des Europäischen Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) deutet auf drei Säuglingsanfangsnahrungen auf Reisbasis als gemeinsame Quelle des Krankheitsausbruchs hin. Diese wurden zwischen August und Oktober 2018 in einem Werk in Spanien hergestellt und von einem französischen Unternehmen vertrieben.

Alle betroffenen Personen, für die Informationen vorliegen (30 von 32), haben diese Produkte verzehrt.

Über Großhändler und Internet wurden die betroffenen Produkte in andere Länder (EU, EFTA und darüber hinaus) verkauft. Zusätzlich vertrieb das französische Unternehmen die Produkte in vier Ländern außerhalb Europas.

Bisher waren alle im spanischen Werk und an Proben der betroffenen Chargen durchgeführten Tests auf Salmonella Poona negativ. Das kann darauf zurückzuführen sein, dass Salmonellen in getrockneten Produkten typischerweise schwer nachzuweisen sind, was Probenahme- und Testverfahren mit hoher Empfindlichkeit erforderlich macht.

In den Ländern, in denen die betroffenen Produkte vertrieben wurden, erfolgten öffentliche Warnungen und Rückrufe, was den Sachverständigen von EFSA und ECDC zufolge das Risiko von Neuinfektionen verringern sollte.

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