Pestizide: neue Frist für kumulative Risikobewertungen

Die EFSA hat eine neue Frist für den Abschluss zweier Pilotbewertungen festgelegt, die sich auf Risiken für den Menschen durch Rückstände mehrerer Pestizide in Lebensmitteln beziehen. Die Veröffentlichung der Bewertungen war ursprünglich für Ende dieses Jahres geplant, wurde jedoch nach Rückmeldungen von Interessengruppen zurückgestellt.

Die vollständigen Risikobewertungen zu kumulativen Auswirkungen von Pestiziden auf das menschliche Nerven- und Schilddrüsensystem sollen nun voraussichtlich im Juni 2019 vorliegen.

Die Frist wurde verlängert, um auf Kommentare aus einer​​​​​ öffentlichen Konsultation einzugehen, die zur Vorgehensweise bei der Festlegung der kumulativen Bewertungsgruppen (Cumulative Assessment Groups – CAGs) für die Pestizidbewertungen durchgeführt wurde.

Ferner haben die Europäische Kommission und die EU-Mitgliedstaaten eine Reihe von Annahmen in Bezug auf Risikomanagementaspekte der kumulativen Exposition vereinbart und die EFSA ersucht, diese bei ihren Bewertungen in Betracht zu ziehen. Angesichts dieser Entwicklungen werden die EFSA und ihr Projektpartner, das Nationale Institut für öffentliche Gesundheit und Umwelt (RIVM) der Niederlande, den die Exposition betreffenden Teil der Bewertungen erneut durchführen.

Die neuen Bewertungen werden von jüngsten im Autrag der EFSA durchgeführten Arbeiten profitieren, welche die präzisere Verwendung von Verzehrsdaten und Informationen zu Effekten der Lebensmittelverarbeitung auf Rückstandsgehalte ermöglichen.

Die kumulativen Risikobewertungen, die im Juni 2019 veröffentlicht werden sollen, werden auch eine Unsicherheitsanalyse umfassen, die interessierten Kreisen hilft zu verstehen, wie sich begrenzte wissenschaftliche Kenntnisse und Annahmen, die in die Bewertungen einflossen, auf deren Ergebnisse ausgewirkt haben könnten.

Was sind kumulative Bewertungsgruppen?

Die in den Pilotexpositionsabschätzungen zu bewertenden Substanzen wurden anhand einer Methode ermittelt, bei der Pestizide in Gruppen eingeteilt werden.

Diese Methode beruht auf der Annahme, dass Pestizide mit den gleichen spezifischen Auswirkungen eine gemeinsame, kumulative Toxizität entwickeln können – selbst wenn sie nicht über ähnliche Wirkungsweisen verfügen.

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