Data-Mining-Algorithmen gesucht – zweite EFSA-Crowdsourcing-Challenge läuft

Nach dem erfolgreichen Start 2017 hat die EFSA nun eine zweite Crowdsourcing-Challenge veröffentlicht, mit der sie sich an „Laienwissenschaftler“ und „Computerfreaks“ richtet.

Diese zweite Challenge dient dazu, Wege zu finden, um systematische Literaturauswertungen – also den Schritt der „Datenextraktion“ – im Rahmen wissenschaftlicher Bewertungen zu automatisieren.

Das Preisgeld von 28.000 US-Dollar (23.000 EUR) wird an Software-Experten oder Computerfans vergeben werden, die Algorithmen zur Extraktion von Informationen entwickeln können, welche es ermöglichen, Datenelemente aus einem wissenschaftlichen Volltextartikel herauszufiltern. Die Challenge startete am 11. April 2018 und läuft 90 Tage – bis zum 10. Juli.

Die erste Challenge 2017 fragte nach Ideen zur Visualisierung von wissenschaftlichen Unsicherheiten – den Grenzen des verfügbaren Wissens. Drei Teilnehmer mit Sitz in Australien bzw. den USA erhielten Preisgelder in Höhe von 1.000 bis 2.500 US-Dollar für ihre Ideen.

Technische Mitarbeiter der EFSA befassen sich derzeit damit, wie diese Ideen für die Arbeit der Behörde angepasst und zur Unterstützung des neuen Ansatzes der EFSA zur Bewertung wissenschaftlicher Unsicherheiten eingesetzt werden können.

Fragen & Antworten

Wer kann teilnehmen?

Die Teilname steht jedem offen, der auf der InnoCentive-Plattform angemeldet ist. Die Anmeldung ist kurz und schmerzlos und erfordert nur fünf einfache Schritte.

Warum sind die Preisgelder in Dollar angegeben?

Die auf der InnoCentive-Plattform angemeldeten „Löser“ kommen aus der ganzen Welt. Daher sind die Preise in US-Dollar ausgeschrieben.

Wie engagiert sich die EFSA in Crowdsourcing?

Im Jahr 2015 startete die EFSA ein Projekt zum Thema „Crowdsourcing: wirksame Einbeziehung von Communities in die Risikobewertung von Lebens- und Futtermitteln“. In diesem Rahmen erkundete sie die Risiken und Chancen, die sich bei der Anwendung von Crowdsourcing und Citizen Science zur Erhebung und Verarbeitung von Daten sowie zur Erhöhung der Offenheit der EFSA ergeben.

Warum interessiert sich die EFSA für Crowdsourcing?

Mehrere Aspekte machen Crowdsourcing attraktiv: die Einbeziehung der Öffentlichkeit und Interessengruppen in den Prozess der wissenschaftlichen Bewertung, die Erweiterung unserer Evidenzbasis, die Förderung des Datenaustauschs und der Wiederverwendung von Daten, die bessere Nutzung von Expertenwissen, der positive Effekt auf die öffentliche Begeisterung und Unterstützung für Wissenschaft sowie die Steigerung von Transparenz und Vertrauen in die Wissenschaft.

Ist die EFSA an sonstigen europäischen Crowdsourcing-Initiativen beteiligt?

Die EFSA beteiligt sich an der Citizen Science COST Action, im Rahmen derer wir an Aktivitäten im Zusammenhang mit wissenschaftlicher Qualität, Standardisierung und Interoperabilität von Daten teilnehmen.

Medienkontakte

Medienstelle der EFSA
Tel. +39 0521 036 149
E-mail: Press@efsa.europa.eu