Lumpy Skin: Impfung führt zu Rückgang der Krankheitsausbrüche

Die Ausbruchszahlen der Lumpy-skin-Krankheit (Lumpy Skin Disease – LSD) in der Balkanregion sind um 95%, von 7.483 im Jahr 2016 auf 385 im Jahr 2017, zurückgegangen. Die Zahlen bestätigen, dass die Impfung von Rindern – von der EFSA im Jahr 2016 empfohlen – der wirksamste Weg zur Eindämmung der Krankheit ist.

Ein heute von der EFSA veröffentlichter Bericht enthält aktuelle Informationen über das Auftreten von LSD und die Wirksamkeit von Impfungen. Außerdem findet sich darin eine Analyse der Risikofaktoren für die Ausbreitung der Krankheit in Südosteuropa. Der Bericht basiert auf Daten, die von betroffenen und gefährdeten Ländern erhoben wurden.

Alessandro Broglia, Veterinärmediziner bei der EFSA, warnt jedoch: „Auch wenn die Zahl der Ausbrüche deutlich zurückgegangen ist, heißt das nicht, dass die Krankheit in der Region bereits getilgt ist, weshalb wir auch weiterhin wachsam bleiben müssen.“

Im Jahr 2017 wurde die Mehrzahl der Ausbrüche (379) aus Gebieten Albaniens gemeldet, in denen das Impfprogramm noch nicht abgeschlossen war. Nur wenige Ausbrüche ereigneten sich in anderen Ländern: zwei in Griechenland und vier in der ehemaligen jugoslawischen Republik Mazedonien.

Einer der für die Ausbreitung von LSD verantwortlichen Faktoren ist eine durch wärmere Temperaturen bedingte zahlenmäßige Zunahme von krankheitsübertragenden Insekten.

Die Sachverständigen kamen ferner zu dem Schluss, dass in Griechenland das Infektionsrisiko bei Nutztieren mit Zugang zu Freiflächen sechs Mal höher ist als bei Tieren, die im Stall gehalten werden. Dies liegt daran, dass die erstgenannte Gruppe krankheitsübertragenden Insekten stärker ausgesetzt ist.

Zusammenarbeit

Die Kooperation und Einsatzbereitschaft der an der Datenerhebung beteiligten Länder waren für den Bericht von entscheidender Bedeutung. Die EFSA verwendete Daten aus Albanien, Bulgarien, Griechenland, dem Kosovo [1], Kroatien, der ehemaligen jugoslawischen Republik Mazedonien, Montenegro, Serbien und der Türkei.

[1] Diese Bezeichnung berührt nicht die Standpunkte zum Status und steht im Einklang mit der Resolution 1244 des VN-Sicherheitsrates und dem Gutachten des Internationalen Gerichtshofs zur Unabhängigkeitserklärung des Kosovos.
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