EFSA besucht italienische Partner für Gespräche über Mykotoxine und Klimawandel

Der Geschäftsführende Direktor der EFSA, Bernhard Url, traf sich vergangene Woche mit der italienischen Gesundheitsministerin, Beatrice Lorenzin, um die laufende und künftige Zusammenarbeit in Fragen der Lebensmittelsicherheit zwischen EFSA, italienischen Behörden und italienischen Hochschulen und Forschungseinrichtungen zu besprechen.

Eine Delegation der EFSA krönte ihren zweitägigen Besuch in Rom mit der Teilnahme an einer internationalen Konferenz zum Thema „Belastung durch Mykotoxine für die Gesundheit von Mensch und Tier“, die vom italienischen Gesundheitsministerium, dem Italienischen Institut für Gesundheit (ISS) und der EFSA organisiert wurde. Zu den Referenten zählten auch Vertreter der Europäischen Kommission und der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen.

Die Konferenz befasste sich mit wissenschaftlichen Fragen im Zusammenhang mit Mykotoxinen und der Lebensmittelkette, einschließlich Auswirkungen des Klimawandels. Eine eigene Sektion widmete sich der Verwendung von Biomonitoring-Daten – Ergebnissen aus Blut- und Urintests beim Menschen – im Rahmen der Bewertung der von Mykotoxinen ausgehenden Risiken für Menschen.

Bei Mykotoxinen handelt es sich um von Schimmelpilzen erzeugte chemische Stoffe, von denen einige äußerst giftig sind. Sie können durch kontaminierte Kulturpflanzen, wie Getreide und Nüsse, in die Lebens- und Futtermittelkette gelangen.

Neues EFSA-Video über Mykotoxine und Klimawandel

Die EFSA präsentierte auch ein neues Video zum Thema „Mykotoxine und Klimawandel“, in dem aufgezeigt wird, wie sich Veränderungen von Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Niederschlag und Kohlendioxidproduktion auf das Verhalten von Pilzen und folglich auf die Mykotoxinerzeugung auswirken.

Die EFSA und die EU-Mitgliedstaaten arbeiten gemeinsam an der Datenerhebung zu Mykotoxinen sowie deren Erforschung und Bewertung, um dazu beizutragen, die Exposition von Mensch und Tier gegenüber den von diesen Toxinen ausgehenden Risiken zu verringern.

Die daraus hervorgehenden Daten, wissenschaftlichen Modelle und Erkenntnisse können genutzt werden, um künftige Herausforderungen bei der Risikobewertung von Mykotoxinen in Europa – und weltweit – anzugehen.

Hochrangige Gespräche zu Fragen der wissenschaftlichen Zusammenarbeit

Die EFSA traf sich mit den Spitzen des Gesundheitsministeriums, des Landwirtschaftsministeriums und des ISS. Themen auf der Tagesordnung umfassten die EU-Risikobewertungsagenda und Risikokommunikation, Antibiotikaresistenz, afrikanische Schweinepest und Xylella fastidiosa. Die EFSA-Delegation traf sich auch mit den zuständigen italienischen Organisationen und würdigte deren wichtigen Beitrag zur wissenschaftlichen Arbeit der EFSA.

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